Miteinander – Füreinander: Kontakt und Gemeinschaft im Alter

Soziale Kontakte sind der Schlüssel zu Gesundheit und Wohlbefinden

Soziale Isolation und Einsamkeit hochaltriger Menschen ist heute und in absehbarer Zukunft eines der relevantesten gesellschaftlichen Probleme in Deutschland.

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Projekts Miteinander-Füreinander: Kontakt und Gemeinschaft im Alter wurden von Juli 2020 bis Ende 2024 insgesamt 112 Standorte in ganz Deutschland gefördert. Um möglichst viele von Einsamkeit im Alter bedrohte Menschen zu erreichen, öffneten die Malteser neue Zugangswege zu den Zielgruppen und machten ihnen zusätzliche Angebote – als Teilnehmende als auch als Engagementmöglichkeiten. Zudem wurden die bewährten Angebote der Malteser bundesweit noch einmal deutlich ausgeweitet.

Darüber hinaus wurden die Angebote auf ihre Wirksamkeit evaluiert und extern begleitet. Die Evaluation zum Projekt liefert wichtige Erkenntnisse über den Erfolg des Projekts sowie Handlungsempfehlungen. 

“Miteinander-Füreinander” in Zahlen

  • Zeitraum: 1.7.2020 – 31.12.2024
  • 241 etablierte Angebote, davon 85% nachhaltig fortgeführt
  • 14.674 begleitete Seniorinnen und Senioren 
  • 3.954 Ehrenamtliche 
  • 80 Hauptamtliche Referentinnen und Referenten 

Kontakt:

Elena Oster

Elena Oster
Senior Referentin Soziales Ehrenamt
Tel. 0221 9822-2665
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Zur Evaluation des Projektes

Bitte beachten Sie: Sobald Sie sich das Video ansehen, werden Informationen darüber an Youtube/Google übermittelt. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Google Datenschutzerklärung.

Kompetenznetz Einsamkeit

Wir Malteser sind im Projektbeirat des Kompetenznetzes Einsamkeit vertreten. Hier möchten wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das solidarische Miteinander stärken. Dazu werden Faktoren der aktiven Vorbeugung und Bekämpfung von Einsamkeit erforscht, Strategien gegen Einsamkeit weiterentwickelt sowie Wissen zum Thema weiterverbreitet. Zudem soll die Sensibilisierung in der Gesellschaft für einsame Menschen erhöht werden.Das Projekt wird durch das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V. durchgeführt und durch das Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. 

Ziele des Projekts "Miteinander - Füreinander"

Individuelle Ziele

  • Reduzierung oder Prävention des Einsamkeitserlebens und der sozialen Isolation
    • Information über (kostenlose) bedarfsgerechte Angebote
    • Erhöhung der Bereitschaft, Hilfe und Begleitung bei Bedarf anzunehmen
    • Ermöglichung der Teilnahme an Angeboten
    • Zugangswege schaffen zu Beziehungen und Kontakten zu anderen Senioren und zu den Ehrenamtlichen
    • Schaffung von Engagementmöglichkeiten für Senioren
       
  • Möglichst langer, möglichst zufriedener Verbleib in der Häuslichkeit
     
  • Reduzierung von gesundheitlichen Risiken, die durch Einsamkeit bzw. soziale Isolation ausgelöst/verstärkt werden
     
  • Teilnahme am gesellschaftlichen Leben

Gesellschaftliche Ziele

  • Enttabuisierung des Themas Einsamkeit 
    • Aufzeigen von gesellschaftlichen Faktoren, die die Entstehung von Einsamkeit und/oder sozialer Isolation begünstigen bzw. diese vermeiden
       
  • Stärkung der intergenerationalen Beziehungen
    • Gegenseitiges Verständnis für die Lebenssituation in der jeweiligen Lebensphase stärken
       
  • Reduzierung von gesundheitlichen Risiken von Einsamkeit 
    • Soziökonomische Effekte, z.B. Kostensenkung durch Entlastung des Gesundheitssystems erreichen

Ergebnisse der Wirksamkeitsstudie

Die Wirksamkeitsstudie zum Projekt „Miteinander – Füreinander: Kontakt und Gemeinschaft im Alter“ belegt die positive Wirkung der Angebote auf ältere Menschen sowie auf die ehrenamtlich Engagierten. Die Ergebnisse zeigen, dass die niedrigschwelligen Begegnungs- und Unterstützungsangebote einen wichtigen Beitrag zur Vorbeugung von Einsamkeit und zur Förderung sozialer Teilhabe leisten.

Zentrale Erkenntnisse der Studie:

  • Die Angebote erreichen insbesondere ältere Menschen mit einem erhöhten Risiko für soziale Isolation und Einsamkeit.
  • Einzel- und Gruppenangebote stärken soziale Kontakte und fördern die gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen.
  • Viele Teilnehmende berichten von neuen Begegnungen, einem häufigeren Austausch mit anderen Menschen und einer höheren Zufriedenheit mit ihren sozialen Beziehungen.
  • Auch die ehrenamtlich Engagierten profitieren von ihrem Einsatz: Das Engagement stärkt Gemeinschaftserleben und kann ebenfalls präventiv gegen Einsamkeit wirken.
  • Die Studie hebt die Bedeutung einer hauptamtlichen Koordination für den erfolgreichen Aufbau und die Begleitung der Angebote hervor.
  • Mehr als 85 Prozent der im Projekt aufgebauten Angebote konnten über die Projektlaufzeit hinaus nachhaltig fortgeführt werden.
  • Die Ergebnisse zeigen, dass bürgerschaftliches Engagement einen wichtigen Beitrag zu einem selbstbestimmten Leben und zu mehr Gemeinschaft im Alter leisten kann.

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