Malteser Wallfahrten

Die Geschichte des Malteserordens beginnt in Jerusalem und hängt sehr eng mit dem Wallfahrts- und Pilgerwesen des Mittelalters zusammen. Auch in heutiger Zeit sind Mitglieder des Malteserordens und seiner Werke häufig anzutreffen, wenn sich Menschen zu Wallfahrten an heilige Stätten aufmachen.

So pilgern jährlich Hunderttausende aus aller Welt nach Lourdes, um Heilung und seelische Stärkung zu erfahren. Ehrenamtliche Helfer der Malteser betreuen die Kranken in Lourdes rund um die Uhr, Ärzte sorgen für die fachliche Zuverlässigkeit, Priester für die geistliche Begleitung.

Auch nach Rom führten seit 1981 mittlerweile elf Wallfahrten tausende Malteser Pilger zu den Sehenswürdigkeiten und in die Hauptkathedralen der ewigen Stadt. Auch hier werden die Pilger aus ganz Deutschland rund um die Uhr intensiv betreut.

Wallfahrt nach Israel: 3. bis 12. November 2019

Für Malteser führt der Weg nach Israel in doppelter Weise zu den Ursprüngen der eigenen Identität: Der Besuch der Stätten, an denen Jesus gelebt und gewirkt hat, lädt einerseits ein, neu zu verstehen, was es heißt, dass Gott wirklich Mensch geworden ist: zu einer bestimmten Zeit, an einem bestimmten Ort, unter bestimmten Umständen. Und konkret zu erleben, was es heißt, in seinen Spuren zu gehen und ihm nachzufolgen.

Der Weg nach Jerusalem bedeutet zugleich, jene Wurzeln aufzusuchen, aus denen Werk und Orden des seli gen Gerhard im 11. Jahrhundert ihren Anfang nahmen, um überall in der Welt „daran zu arbeiten, dass das Leid geringer, das Elend erträglicher wird“. So werden wir die Orte des Lebens Jesu am See Genezareth, am Jordan und in Jerusalem erleben, zusätzlich aber auch wichtige Schauplätze der Maltesergeschichte, wie die Küstenstadt Akko oder die Festung Belvoir besuchen. Täglicher Gottesdienst und gemeinsames Gebet sind ein wichtiger Bestandteil unseres Programms. Die Pilgergruppe wird von Fra‘ Georg Lengerke und Dörte Schrömges begleitet.