Bundesfreiwilligendienst: soziales Engagement ohne Altersgrenze

Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) bietet Frauen und Männern, welche die Vollzeitschulpflicht bereits erfüllt haben (in der Regel ab 16 Jahren), eine spannende und abwechslungsreiche Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln. Er ermöglicht es, neue Tätigkeiten auszuprobieren, Einblicke ins Berufsleben zu erhalten, etwas über sich selbst zu lernen, Spaß zu haben und neue Leute kennenzulernen.

Im Gegensatz zum FSJ gibt es im BFD keine Altersgrenze nach oben. Ein BFD dauert in der Regel 12 Monate und kann auf bis zu 18 Monate verlängert werden. Bei den Maltesern kann der BFD in jedem Monat begonnen werden. Es werden grundsätzlich keine Vorkenntnisse oder Vorerfahrungen benötigt. Allerdings kann in manchen Tätigkeitsfeldern ein Führerschein nötig sein. 

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Ich mache einen Freiwilligendienst, weil...

... man nie zu alt dafür ist.

Nach seiner beruflichen Tätigkeit bei einem Telekommunikationsunternehmen hat sich Harald für einen Bundesfreiwilligendienst Ü27 im Rahmen eines engagierten Ruhestandes entschieden.

„Ich wollte meine technische Berufserfahrung mit sozialem Engagement verbinden. Deshalb bin ich bei den Maltesern für die technische Einrichtung und Wartung des Hausnotrufs zuständig.“

Ihm gefällt es, Menschen durch den Hausnotruf mehr Sicherheit im Alltag zu geben. So verhilft er ihnen zu einem selbstbestimmteren Leben.

... ich das will.

Aria ist während ihres Freiwilligendienstes für den Behinderten- und Krankentransport zuständig. Sie findet es toll, dass sie jeden Tag die Dankbarkeit der Menschen erfährt.

Ihren Bundesfreiwilligendienst sieht sie als Berufseinstieg und möchte ihre gesammelten Erfahrungen später als Notfallsanitäterin einsetzen.

Vor allem gefällt ihr die Arbeit und der Zusammenhalt im Team und dass sie „mit der Zeit zu einer zweiten Familie werden.“

... ich ein Held sein will.

Onur absolviert seinen Bundesfreiwilligendienst auf einer Rettungswache. Dort ist er zuständig für den Krankentransport.

Besonders im Gedächtnis geblieben ist ihm der Moment, in dem er das erste Mal eine Reanimation miterlebt hat. „Das ist wirklich ein einschneidendes Erlebnis.“

Er findet außerdem die Unterstützung toll, die er durch seine Seminarleitung erfährt. Während eines Freiwilligendienstes bei den Maltesern besucht jeder vielfältige Bildungsseminare und wird kostenlos fachlich ausgebildet.

Warum ein BFD?

Egal ob man nach der Schulzeit mal etwas Praktisches tun und Wartezeiten überbrücken, sich (neu) orientieren, Erfahrungen sammeln, sich auf einen Berufseinstieg vorbereiten oder nach einer beendeten Karriere noch aktiv bleiben möchte – ein Freiwilligendienst bei den Maltesern ist auf jeden Fall eine gute Alternative. Der BFD ist eine attraktive Chance für Jung und Alt, für einen befristeten Zeitraum etwas Sinnvolles zu machen und sich freiwillig in unterschiedlichen Einsatzfeldern für andere Menschen sozial zu engagieren. So ist der Freiwilligendienst in jeder Hinsicht eine bereichernde Erfahrung für das Leben.
Aber auch für den weiteren Bildungs- und Berufsweg ist ein BFD mit Sicherheit eine gute Wahl. Ein BFD wird inzwischen von vielen Hochschulen für soziale Studiengänge in Form von wertvollen Sonderpunkten oder auch als Praktikum bei Ausbildungen angerechnet. Und nicht zuletzt bringen die praktischen und persönlichen Erfahrungen auch viele Pluspunkte für den Lebenslauf.

Jedem „Bufdi“ steht ein monatliches ein Taschengeld zu. Darüber hinaus werden alle wichtigen Sozialversicherungsleistungen – d.h. die Kranken-, Renten-, Arbeitslosen und Pflegeversicherung – für die Dauer des BFD von der Einsatzstelle übernommen. Einen Überblick findest du auch unter Konditionen und Leistungen.

Was erwartet mich im BFD?

Die Einsatzfelder in denen ein BFD bei den Maltesern geleistet werden kann sind ebenso vielfältig wie die Aufgaben des Malteser Hilfsdienstes: Rettungsdienst und Krankentransport, Erste-Hilfe-Ausbildung, Fahrdienst für kranke und behinderte Menschen, Hausnotruf, integrative Schulbetreuung, Menüservice, Pflege und Betreuung in Einrichtungen der Altenhilfe und Krankenhäusern, ambulante Betreuung von behinderten und alten Menschen, Kinderbetreuung und Jugendarbeit, Flüchtlingsarbeit und Katastrophenschutz.

In allen Einsatzbereichen erwartet unsere Freiwilligen ein intensives und spannendes Jahr, in dem vor allem das soziale Engagement sowie die Begegnung und der Austausch mit den unterschiedlichsten Menschen im Vordergrund stehen. Während des gesamten Dienstes werden die BFDler in ihrer Einsatzstelle durch kompetente hauptamtliche Anleiterinnen und Anleiter begleitet, die die Freiwilligen in das Fachgebiet einführen, sie begleiten und ihnen bei allen Fragen im Alltag zur Seite stehen. Je nach Einsatzbereich und Tätigkeit erhalten die Freiwilligen zu Beginn ihres BFD eine zusätzliche Fachqualifizierung.

Neben der praktischen Tätigkeit in der Einsatzstelle nehmen die Freiwilligen unter 27 Jahren an 25 Seminartagen teil, die in 5 Wochenblöcken verteilt über den BFD stattfinden. In den Seminarwochen haben die BFDler die Möglichkeit, sich mit anderen Freiwilligen über die Erfahrungen, die sie in der praktischen Arbeit gesammelt haben kollegial und weit weg vom Alltag in der Einsatzstelle auszutauschen. Neben den Themen, welche die Freiwilligen aus ihrem Lebens- und Berufsalltag mitbringen, geht es in den Seminaren darüber hinaus auch um soziale, politische, gesellschaftliche, interkulturelle oder religiöse Themen.

Für Freiwillige über 27 Jahren, die einen BFD absolvieren, ist ein Bildungstag pro Monat für Seminare oder Weiterbildungen gesetzlich vorgeschrieben. Nur 3 der 12 Seminartage sind verbindlich und inhaltlich festgelegt, alle weiteren Bildungstage werden individuell und gemeinsam mit den Freiwilligen geplant.

Durch die große Individualität haben die Freiwilligen die Möglichkeit, an bereits vorhandenen (beruflichen) Kompetenzen anzuknüpfen oder neue zu erlernen oder auch Bildungsangebote auszusuchen, welche persönliche Lebensthemen oder andere Themen aufgreifen.

Arbeitszeiten und -bedingungen im BFD

Wenn Menschen die Dienste und die Hilfe der Malteser in Anspruch nehmen, muss sichergestellt werden, dass die Hilfe verlässlich zu jeder Tages- oder auch Nachtzeit geleistet wird. Daher müssen sich Freiwillige darauf einstellen, dass die typischen Arbeitszeiten in den meisten sozialen Einrichtungen nicht von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr sind, sondern oft in Schichtdiensten und auch an Wochenenden und Feiertagen gearbeitet werden muss. Freiwillige bis 27 Jahre können den BFD nur in Vollzeit leisten. Freiwillige über 27 Jahren können den sogenannten BFD Ü27 sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit leisten. Die Stundenanzahl kann individuell mit der jeweiligen Einsatzstelle vereinbart werden. Die Mindeststundenanzahl in Teilzeit beträgt dabei 20,5 Stunden pro Woche.

Bei den Maltesern erhalten Freiwillige bei einer zwölfmonatigen Dienstzeit 26 Urlaubstage, bei Kürzung oder Verlängerung des BFD verändert sich der Urlaubsanspruch entsprechend. Auch die Seminarzeit gilt als Arbeitszeit, für Seminare muss also kein Urlaub genommen werden. 

Du bist an einem BFD bei den Maltesern interessiert?

Du suchst eine neue Herausforderung, möchtest wissen, ob der soziale Bereich ein Aufgabenfeld für dich werden kann oder Sie möchten Ihre freie Zeit im Ruhestand nutzen, um Ihre Fähigkeiten und Erfahrungen einzubringen? Dann bietet dir der BFD bei den Maltesern eine tolle Möglichkeit, die Vielfalt unserer Dienste kennenzulernen und sich sozial zu engagieren.
Bewirb dich jetzt!

Dazu wendest du dich am besten direkt an die Malteser Einsatzstelle, bei der du gerne arbeiten möchtest. Alle Adressen und Angebote findest du in unserer Platzbörse. Dort kannst du unter anderem nach freien Stellen in bestimmten Einsatzfeldern, in einem Ort oder auch zu einem möglichen Arbeitsbeginn suchen. Bewirb dich direkt online oder erkundige dich bei den Einsatzstellen nach weiteren Informationen für einen Freiwilligendienst in dem gewünschten Aufgabenfeld.

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