Junge Menschen in der Sterbe- & Trauerbegleitung

Wenn Menschen schwer krank sind oder im Sterben liegen, ist für die ganze Familie und den Freundeskreis oft nichts mehr wie es war. In dieser Zeit können ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter aus der Hospizarbeit und Trauerbegleitung unterstützen. Die Malteser begleiten Kinder, Jugendliche und Erwachsene genau dort, wo diese Menschen gerade leben - in ihrer Wohnung, im Altenheim, im Krankenhaus oder im Hospiz.

Ehrenamtliche - wie Eva im Video - sind in der Sterbebegleitung für den Sterbenden da. Sie reden über das Leben und den Tod, gucken gemeinsam ein Fußballspiel oder sitzen am Bett, während der Vater mal eben zum Einkaufen fährt. Sie unterstützen da, wo es gebraucht wird. Auch für die Familien und Freunde der Sterbenden sind Ehrenamtliche da – nicht nur im Sterben, sondern auch in der Zeit von Trauer nach dem Tod.


Einladung zum 1. Symposium "Junge Menschen – Sterben & Trauer: Gesellschaft verändern?" am 26. Juni 2020

Wir laden alle Interessierten ein zum 1. Symposium "Junge Menschen – Sterben & Trauer: Gesellschaft verändern? Darüber sprechen – sich engagieren – Menschen begleiten" am 26. Juni 2020, 10 bis 17 Uhr in Rösrath bei Köln.

Näheres zum Programm finden Sie in der Einladungs-Datei.

Denken und diskutieren Sie mit, lassen Sie sich von spannenden Impulsvorträgen und lebendigen Ideenschmieden anregen, treten Sie in Dialog mit uns!

Die Anmeldung ist bis zum 14. Mai 2020 bei der Malteser Akademie unter diesem Link möglich.

Anmeldung zum 1. Symposium

"Junge Menschen – Sterben & Trauer: Gesellschaft verändern? Darüber sprechen – sich engagieren – Menschen begleiten"

26. Juni 2020, 10 bis 17 Uhr, in Rösrath bei Köln

Du suchst Hilfe, weil du oder jemand aus deinem Umfeld schwer krank ist oder bald sterben wird?

Die Malteser begleiten Menschen jeden Alters, die schwer krank sind oder um einen gestorbenen Menschen trauern - und das in ganz Deutschland!
Hier findest du den Malteser Hospizdienst in deiner Nähe.

Keine Angebote der Malteser in deiner Region?! Schau doch im Wegweiser Hospiz & Palliativversorgung Deutschland nach. Hier sind viele Hospizdienste aus ganz Deutschland mit all ihren Angeboten aufgelistet.

Du bist traurig und suchst Hilfe, weil eine Person in deinem Leben gestorben ist?

Die Malteser begleiten Erwachsene, Jugendliche und Kindern, wenn sie schwer krank sind oder um einen gestorbenen Menschen trauern - und das in ganz Deutschland!
Hier findest du den Malteser Hospizdienst in deiner Nähe.

Möchtest du dich einfach & anonym mit jemand über deine Erfahrungen und Gefühle austauschen?! "Schreiben als Brücke" ist die ONLINE- Trauerbegleitung für Jugendliche und junge Erwachsene des Katharinen Hospiz am Park in Flensburg. Hier kannst du dich registrieren.

Keine Angebote der Malteser in deiner Region?! Schau doch im Wegweiser Hospiz & Palliativversorgung Deutschland nach. Hier sind viele Hospizdienste aus ganz Deutschland mit all ihren Angeboten aufgelistet.

Du suchst Infor­ma­tionen zum Projekt "Junge Menschen in der Sterbe- & Trauer­begleitung"?

Junge Menschen (unter 30 Jahren) machen Erfahrungen und haben Fragen rund um die Themen Sterben, Tod und Trauer. Im deutschlandweiten Projekt möchten wir mit jungen Leuten über Sterben, Tod und Trauer in Kontakt kommen und auch sie für ein Ehrenamt in der Hospizarbeit interessieren und begeistern. Gemeinsam mit jungen Menschen entwickeln Hospizdienste und -Einrichtungen an 12 Pilotstandorte neue Perspektiven und Konzepte für die Hospizarbeit.

Schaue weiter unten auf der Seite für mehr Informationen!

Du möchtest dich engagieren und für Sterbende & Trauernde da sein?

An vielen Orten in Deutschland kannst du die Malteser Hospizarbeit und Trauerbegleitung als ehrenamtlicher Helfer unterstützen.
Hier findest du den Malteser Hospizdienst in deiner Nähe.

Keine Angebote der Malteser in deiner Region?! Schau doch im Wegweiser Hospiz & Palliativversorgung Deutschland nach. Hier sind viele Hospizdienste aus ganz Deutschland mit all ihren Angeboten aufgelistet.

Kontakt:

Bernadette Groebe

Bernadette Groebe
Fachstelle Hospizarbeit, Palliativmedizin & Trauerbegleitung
Tel. 0221 9822-2631
Nachricht senden

Das Projekt "Junge Menschen in der Sterbe- & Trauerbegleitung"

Innovation für die Hospizarbeit und Trauerbegleitung

Wenn die Oma im Krankenhaus verstirbt, der Vater oder die kleine Schwester schwer krank zuhause gepflegt wird oder man einen Freund in einem Unfall verloren hat - auch junge Menschen (unter 30 Jahren) machen ihre Erfahrungen rund um die Themen Sterben, Tod und Trauer. Viele haben Fragen oder wollen sich mit anderen Menschen in gleichem Alter über ihre Erfahrungen austauschen. 

Im deutschlandweiten Projekt kommen wir mit jungen Leuten über Sterben, Tod und Trauer in Kontakt. Wir möchten sie für ein Ehrenamt in der Hospizarbeit interessieren und begeistern. Gemeinsam mit jungen Menschen entwickeln Hospizdienste und -Einrichtungen an 12 Pilotstandorten neue Perspektiven und Konzepte für die Hospizarbeit. So können mehr junge schwerkranke und trauernde Menschen von Ehrenamtlichen im ähnlichen Alter begleitet werden.

Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Wir kooperieren mit dem Deutschen Hospiz und Palliativverband e.V. (DHPV). Der Verein SORGENETZ in Kooperation mit der Universität Graz begleitet, berät und evaluiert das gesamte Vorhaben aus wissenschaftlicher Perspektive.

Im Projekt suchen wir Antworten auf Fragen wie diese:

  • Was bewegt und motiviert junge Menschen, sich mit den Themen Sterben & Tod, Verlust & Trauer sowie Sterbe- &Trauerbegleitung zu beschäftigen?
  • Wie möchten sich junge Menschen für Trauernde und Sterbende einsetzen? Was möchten sie konkret tun?
  • Wie muss sich die Hospizarbeit in ihrer Struktur und Angeboten verändern, damit sich auch junge Menschen dort engegaieren können?
  • Was macht es jungen Menschen möglich, sich in der Hospizarbeit zu engagieren? Was macht es vielleicht auch schwer, dort ehrenamtlich aktiv zu werden?
  • Was kann die Hospizarbeit von den jungen Menschen lernen?

Wer ist dabei? 12 Pilotstandorte gestalten die Hospizcommunity

Im Projekt gestalten zwölf Standorte deutschlandweit über den Projektzeitraum von 3 Jahren (Frühjahr 2019 bis Frühjahr 2022) unsere Hospizcommunity - für ein vielfältiges und buntes Ehrenamt!

#buntesehrenamthospiz

Einmal im Jahr findet ein Fachtag zum Thema "Junge Menschen in der Sterbe- und Trauerbegleitung" statt. Hier können sich interessierte und teilnehmende Hospizdienste sowie engagierte Menschen von jung bis alt über ihre Erfahrungen austauschen und Anregung für innovative Formen der Hospizarbeit erhalten.

Ihr wollt mehr über die einzelnen Projekte vor Ort erfahren, dann meldet euch!

Berlin

Kinderhospiz- und Familienbegleitdienst, Malteser Hilfsdienst e.V
Sonja Thissen
familienbegleitung.berlin(at)malteser(dot)org
Website

Bonn

Zentrum für Palliativmedizin, Ambulanter Palliativ- und Hospizdienst, Malteser Krankenhaus Seliger Gerhard Bonn/Rhein-Sieg
Sabine Krause
hospizdienst.bonn(at)malteser(dot)org
Website

Bodensee

AMALIE Ambulanter Kinderhospizdienst für den Landkreis Bodensee, gem. Trägerschaft Malteser Hilfsdeinst e.V. und Stiftung Liebenau
Barbara Weiland
barbara.weiland(at)stiftung-liebenau(dot)de
Website

Darmstadt

Malteser Hospizzentrum Darmstadt/Südhessen, Malteser Hilfsdienst e.V.
Theresa Serr
kinderhospizdienst.darmstadt(at)malteser(dot)org
Website


Dortmund

Malteser Hospizdienste St. Christophorus, Malteser Hilfsdienst e.V.
Annika Dönhoff
annika.doenhoff(at)malteser(dot)org 
Website

Duisburg

Malteser Hospizzentrum St. Raphael
Sabine Beier
sabine.beier(at)malteser(dot)org 
Website

Freiburg

Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst Freiburg/Breisgau-Hochschwarzwald, Malteser Hilfsdienst e.V.
Verena Berg-Oestringer
kinderhospizdienst.fr(at)malteser(dot)org 
Website

Lübeck

Palliativnetz & Stiftung Travebogen
Susanne Neubacher
susanne.neubacher(at)travebogen(dot)de 
Website


Magdeburg

Ambulantes Hospiz- und Palliativberatungszentrum, Malteser Hilfsdienst e.V.
Antje Schmidt
antje.schmidt(at)malteser(dot)org 
Website

Meppen

Hospiz-Hilfe-Meppen e.V.
Elisabeth Beerling-Albert
info(at)hospiz-meppen(dot)de 
Website

Niederrhein

Hospizdienst der Malteser am Niederrhein, Malteser Hilfsdienst e.V.
Martina Zimmer
hospiz.niederrhein(at)malteser(dot)org 
Website

Würzburg

Malteser Hospizdienst Würzburg, Malteser Hilfsdienst e.V.
Heike Heller
heike.heller(at)malteser(dot)org 
Website

Themenschwerpunkte im Projekt

Jungen Menschen treffen - Netzwerke und Kooperationen

Unsere Dienste vernetzen sich mit unterschiedlichen Einrichtungen (z. B. Ausbildungsinstitute, Schulen, Hochschulen und Universitäten, Betriebe und Unternehmen) und suchen Orte auf, an denen sich junge Menschen treffen (z. B. Freizeitgruppen oder Events). Dort wollen Hospizdienste junge Menschen ansprechen und ihnen von ihrer Arbeit in der Sterbe- und Trauerbegleitung und von Aktionen des Hospizdienstes erzählen. So wollen sie unter 30-Jährigen für die Themen Sterben, Tod und Trauer sensibilisieren.

Einsatzbereiche für junge Menschen in der Hospizarbeit (ambulant & stationär)

Neben der Begleitung von Sterbenden und Trauernden im eins-zu-eins Kontakt bieten Hospizdienste auch weitere Aufgaben, die von Ehrenamtlichen übernommen werden können. Unsere Dienste wollen vielfältige Einsatzmöglichkeiten beschreiben, die jungen wie älteren Menschen ein ehrenamtliches Engagement in der lokalen Hospiz- und Trauerarbeit ermöglichen – passend zu ihren Interessen und Möglichkeiten/Lebenssituationen.

Beispiele für solche Einsatzbereiche sind: Aktionen des Hospizdienstes wie Sommerfeste und Ausflüge, Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit, Peer-to-Peer Angebote für gleichaltrige Betroffene (junger Trauertreff, Austausch zu existenziellen Themen für Interessierte), Bildungsarbeit in Kindergärten und Schulen oder Unternehmen.

Qualifizierungsmodelle für Ehrenamtliche

Im Projekt entwickeln und erproben Hospizdienste unterschiedliche Modelle, um Ehrenamtliche entsprechend ihrer Einsatzbereiche flexibel auf ihre Aufgaben vorzubereiten. Es soll eine Vielfalt in Arbeitsformaten und im Aufbau der Qualifizierungsangebote (z. B. Kurse mit Selbststudium, Paten-Modelle für die erste Praxisphase, Grundqualifizierung mit regelhaften Vertiefungsseminaren, Kurse als Teil des Studiums) geschaffen werden, die es ehrenamtlichen ermöglicht gut vorbereitet schon zeitnah in ihre jeweilige Aufgabe zu starten. Eine solche Qualifizierung beinhaltet Elemente zur eigenen Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und Trauer, zur hospizlichen Haltung, zu Kommunikation, Begleitungswegen und Selbstsorge sowie zu Präventionsaspekten.

Statuserhebung: Junge Menschen in der Malteser Hospizarbeit und Trauerbegleitung

Unsere Statuserhebung mit der Uni Graz (Dezember 2018 bis Januar 2019) innerhalb der Malteser Hospizarbeit und Trauerbegleitung zeigte, dass 3,5 Prozent der Mitarbeitenden unter 30 Jahre alt sind. Das entspricht dem allgemeinen Bild in der Hospizarbeit. An der Umfrage nahmen 64 Dienste der ambulanten und stationären Hospizarbeit und Trauerbegleitung an 43 Standorten teil. Von allen dort tätigen Mitarbeitenden sind 61 junge Menschen unter 30 Jahren in der ehrenamtlichen Sterbe- und Trauerbegleitung und 4 junge Menschen hauptamtlich beschäftigt.

Schon engagierte junge Menschen wurden zu ihrer Motivation für ein Ehrenamt in der Hospizarbeit und Trauerbegleitung und ihren Erfahrungen dort befragt. 26 Personen antworteten. Es sind vor allem die persönlichen Kontakte und innere Motive, die diese jungen Menschen zur Hospizarbeit bewegen. Sie gaben einerseits den Wunsch an, sich in der Hospizarbeit mit existentiellen Fragen von Leben und Tod auseinandersetzen zu wollen, andererseits auch ganz konkret Menschen in ihrer letzten Lebensphase oder ihrer Trauer unterstützend zur Seite stehen zu wollen. Ihr Ehrenamt in der Sterbe- und Trauerbegleitung nahmen die befragten jungen Menschen als bereichernd wahr. Sie haben die Chance, über intensive Beziehungen zu zunächst Fremden in existentiellen Grenzsituationen Vieles zu lernen und in ihrer Persönlichkeit zu wachsen.

Etwas überrascht und dankbar zeigten sich die jungen Menschen über die einzigartige Atmosphäre der Hospizarbeit, die geprägt ist von Menschlichkeit und Wärme, und darüber, dass man mit so „kleinem Aufwand“, das einfache Dasein, so viel beim Gegenüber bewirken kann.

Ausgewählte Zitate junger Menschen aus der Statuserhebung

„Der erste Grund, der mich in der Hospizarbeit hält ist, dass ich merke, dass ich mit kleinem Aufwand viel bei anderen Menschen bewirken kann und die zu Begleitenden durch Gespräche oder einfach durch meine Anwesenheit glücklich machen kann.“

„Ich kann dankbarer sein und noch einmal ganz anders über das Leben nachdenken, als ich es ohne die Hospizarbeit könnte. Sie erweiterte meinen Horizont grundlegend. Neben diesen immer wieder prägenden Gedanken, glaube ich, dass ich auch dem Tod im persönlichen Umfeld besser gewappnet bin.“

„Hinter jedem Menschen stecken sehr interessante persönliche Geschichten und Erfahrungen, […]. Diese Gespräche wirken lange nach und helfen mir, meine eigenen Werte und Vorstellungen vom Leben immer wieder neu zu korrigieren und auszuloten, um am Ende selbst auf ein erfülltes Leben zurückblicken zu können. Da sich die Begegnungen stark von alltäglichen Freundschaften und Unterhaltungen unterscheiden, schätze ich sie sehr. Sie halten mich an der Hospizarbeit.“

„Hospize haben für mich eine besondere Atmosphäre, die ich als sehr entschleunigend empfinde. […] Ebenso ist die Kommunikation in einem Hospiz gänzlich aufrichtig, da es das einzige ist, das wichtig ist. Ich finde, dass diese Teile in unserer Gesellschaft seltener geworden sind und mir tut es gut, dass es diese Orte gibt.“