Unsere Angebote für kranke und trauernde Menschen

Ambulante Hospizarbeit für Erwachsene

Viele Menschen wünschen sich, bis zu in ihrem Tod in ihrem gewohnten Umfeld zu bleiben und nicht alleine zu sterben. Diesen Wunsch möchten wir mit unserer Arbeit unterstützen.

Mitarbeiter unsere Dienste besuchen Sie in Ihrem gewohnten Umfeld, im Krankenhaus oder in einer stationären Einrichtung. Wir haben in den letzten 20 Jahren ein bundesweit tätiges Netzwerk von ambulanten Hospizdiensten aufgebaut, die mit ihrem Angebot Betroffene und ihre Familien begleiten und stützen können. Das Angebot unserer Dienste ist unterschiedlich. Bitte setzen sie sich mit dem Mitarbeiter oder der Mitarbeiterin des Dienstes in ihrer Nähe direkt in Verbindung.

Möglicherweise sind unsere Mitarbeiter in Gesprächen und es läuft ein Anrufbeantworter. Bitte scheuen Sie sich nicht auf den Anrufbeantworter zu sprechen, sie werden zeitnah zurück gerufen.
 

Ambulanter Hospizdienst für Erwachsene.

Ambulante Hospizarbeit Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendhospizarbeit ist ein wichtiger und unverzichtbarer Teil unserer Hospizarbeit, wir Malteser sind bundesweit führend in diesem Bereich. An 36 Standorten in Deutschland bieten wir Kinder- und Jugendhospizarbeit an.

Wir verfügen über sehr viel Erfahrung und Qualifikation in der Arbeit mit erkrankten Kindern und Jugendlichen. Dabei orientieren wir uns an den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen, die lebensverkürzt erkrankt sind. Wir haben nicht nur das betroffene Kind, sondern die ganze Familie im Blick. Unser Anliegen ist es ganz besonders, für die Eltern und Angehörigen notwendige Freiräume zu schaffen, sie zu entlasten und zu unterstützen, damit die sich, ihren Bedürfnissen entsprechend, um das erkrankte Kind oder den erkrankten Jugendlichen kümmern können.

Das bisherige Leben verändert sich von Grund auf

"Für die Kinder und Jugendlichen, ihre Familien und Freunde verändert die Diagnose einer unheilbaren Krankheit das bisherige Leben von Grund auf. Die jetzt begrenzte gemeinsame Zeit ist ungemein kostbar für alle. Den erkrankten Kindern oder Jugendlichen Liebe und Zuneigung zu geben und zugleich die gesamte Betreuung zu organisieren, ist eine schwere Aufgabe für die Familien. Dazu kommen die Ängste, die Verzweiflung und das Gefühl der Ohnmacht der Eltern.

Oft sind es in dieser Situation die Geschwister, die zu kurz kommen und traurig und verunsichert sind. Für sie fehlen die Zeit und die Ruhe, sie fühlen sich mit ihren Sorgen vielfach alleine gelassen.
Behutsam und sorgsam prüfen die Mitarbeiter der Malteser Kinder- und Jugendhospizarbeit, welche individuellen Bedürfnisse die Betroffenen und ihre Familien haben und bieten die Unterstützung an, die notwendig und gewünscht ist."

(Quelle: Walter Tewes, Kinder- und Jugendhospizarbeit, Malteser Hospiz St. Raphael, Duisburg)

Trauerbegleitung für Erwachsene

Zur Hospizarbeit und Palliativmedizin gehört wesentlich die Trauerbegleitung. Sie stellt ein unterstützendes Angebot für die Angehörigen dar, um nach dem Verlust eines Menschen zu einer Neuorientierung im Leben des Alltags zu kommen.

Trauer ist die natürliche Reaktion eines Menschen auf Verlust und ergreift Leib und Seele, Geist und Beziehungen. Trauer ist eine Grunderfahrung menschlichen Lebens. Es gibt kein Leben ohne Trauer. Das Angebot der Malteser gilt allen Hinterbliebenen, die einen nahe stehenden Menschen durch den Tod verloren haben.

Es umfasst mitmenschliche Begegnung, Begleitung und Beratung auf der Grundlage von Lebenserfahrung und christlichem Grundverständnis. Denn nach christlicher Überzeugung ist  Gott auch in der Verzweiflung und Not des menschlichen Lebens gegenwärtig, ob dies vom einzelnen Menschen in jeder Situationen erlebt oder empfunden wird oder nicht.

Bei unseren Trauerbegleitungsangeboten unterscheiden wir zwischen der Trauerberatung, einer Einzelbegleitung sowie der Begleitung innerhalb von Gruppenangeboten z.B. im Rahmen eines Trauer- bzw. Lebenscafes als ein offenes Angebot oder im Rahmen einer festen Gruppe, die sich in einem bestimmten Zeitraum regelmäßig verbindlich trifft. An vielen Orten haben wir Angebote, die die Bildung der Gruppen nach der Art des Verlustes vornehmen.

     

Folgende Gedanken leiten uns

  • Trauer ist von der Gesellschaft als natürliche und gesunde Reaktion auf Verlust und Trennungserfahrungen anzuerkennen.
  • Menschen werden ermutigt ihre Trauer zuzulassen, zu durchleben und darin ihren eigenen Weg zu gehen.
  • Der Verlust eines nahe stehenden Menschen ist eine starke Belastung und kann in eine existentielle Krise führen. Deshalb ist Trauerbegleitung eine mitmenschliche und notwendige Aufgabe.
  • Trauerbegleitung ist ressourcenorientiert. Sie vertraut den Selbstheilungskräften des Menschen und unterstützt sie respektvoll.
  • Trauerbegleitung ist Gesundheitsprophylaxe.
  • Die Trauerbegleitungsangebote schaffen Raum zur Begegnung. Trauernde können Gehör, Austausch, Gemeinschaft, Orientierung und Halt finden.
  • Trauerbegleitung ist ein Angebot für einen begrenzten Zeitraum.
  • Trauerbegleitung unterstützt, ergänzt und ermutigt die Familie und das soziale Umfeld.
  • Trauerbegleitung der Malteser ist ein qualifiziertes Angebot. Die Mitarbeitenden werden vorbereitet, begleitet und fortgebildet.
  • Trauerbegleitung der Malteser bindet sich ein in örtliche, regionale und überregionale Netzwerke.

Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche

Die Trauerberatung von Kindern und Jugendlichen dient der Stabilisierung des Kindes und des Jugendlichen innerhalb seiner Familie beziehungsweise seines direkten sozialen Bezugssystems.

Die Beratung will Kinder und Jugendliche in die Lage versetzten, auf die Fragen, die durch den Verlust der nahestehenden Person entstanden sind, Antworten zu finden. Die Beratungen und Begleitungen können ihnen helfen, mit ihren Problemen in erträglicher Weise zu leben. Hier werden auch Sachinformationen in altersgerechter Form vermittelt.

In unseren Diensten bieten wir Beratungen, Begleitungen und Gruppenangebote an. Wir bieten den Kindern und Jugendlichen einen geschützten Raum, in dem sie das Erlebte mit anderen teilen und sich austauschen können.

"Bei Kindern zeigt sich die Trauer meist anders als bei Erwachsenen. Sie wird daher leicht übersehen. Zudem fühlen sich nahe Angehörige wegen des eigenen Trauererlebens im Umgang mit trauernden Kindern häufig überfordert. Hinzu kommt, dass viele Kinder das Gefühl haben: Ich bin das einzige Kind auf dieser Welt, dessen Mama, Papa, Bruder, Schwester…. gestorben ist. Sie fühlen sich im doppelten Sinn verlassen."

Mechthild Schulten, Kinder und Jugendhospizdienst am Malteser Hospiz St. Raphael, Duisburg

Stationäre Hospize

In dieser stationären Einrichtung werden Schwerstkranke und Sterbende betreut, deren verbleibende Lebenszeit absehbar ist und die nichtzu Hause wohnen bleiben können oder möchten. Hier ist palliativmedizinische und pflegerische Betreuung rund um die Uhr gewährleistet.

Stationäre Palliativmedizin

Palliativmedizin ist die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer nicht heilbaren, progredienten und weit fortgeschrittenen Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung. Sie strebt die Besserung körperlicher Krankheitsbeschwerden ebenso wie psychischer, sozialer und spiritueller Probleme an. Das Hauptziel der palliativmedizinischen Betreuung ist die Verbesserung der Lebensqualität für die Patienten und ihre Angehörigen (auch über die Sterbephase hinaus).

Ambulante Palliativpflege

Viele Menschen haben bei einer schweren Erkrankung den Wunsch, möglichst viel Zeit zu Hause, bei Ihrer Familie zu verbringen. Immer wieder berichten uns Patienten von der Sorge, die letzte Zeit ihres Lebens im Krankenhaus verbringen zu müssen. Der ambulante Palliativdienst setzt sich nach den Grundsätzen der Palliativmedizin dafür ein, dass der Wunsch nach Zeit im eigenen Zuhause erfüllt werden kann und Patienten in der letzten Lebensphase und ihre Familien nicht allein gelassen werden.

Es finden Hausbesuche nach Bedarf und - je nach Absprache - auch regelmäßig statt. Diese richten sich immer nach den Bedürfnissen des Patienten. Besucht ein Mitarbeiter einen Patienten, so wird er zum Gast in dessen eigenem sozialen Umfeld. Neben den medizinsichen Notwendigkeiten bestimmen allein der Patient und seine Angehörigen, wie weit die Betreuung durch die Fachkraft gehen soll.

Malteser Mitarbeiterin am Kofferraum des Autos

Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV)

Bei der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) sind die Mitarbeiter besonders spezialisiert. Sie verfügen über eine Palliative Care-Zusatzausbildung und viel Erfahrung in ihrem Fachgebiet - insbesondere in der ambulanten Versorgung. Es geht aber vor allem darum, dass nur ganz besonders schwer betroffene Patienten in der SAPV betreut werden, die unter komplexen und schwer behandelbaren Symptomen leiden.

Im Unterschied zur Arbeit der "normalen" ambulanten Palliativpflege bedarf es für die Erbringung der SAPV einer Verordnung durch den behandelnden Arzt. Die Finanzierung erfolgt dann durch die Krankenkassen. Symptome wie Schmerzen, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Atemnot oder auch psychisches/spirituelles Leid werden bestmöglich therapiert.

Dabei wird mit dem Haus- und/oder Facharzt und anderen Versorgern wie Pflegediensten, Apotheken, Krankengymnasten oder Psychologen je nach Bedarf eng zusammengearbeitet, so dass in jeder Begleitung ein neues, tragfähiges Netzwerk gebildet wird.

Die SAPV beinhaltet folgende Leistungen:

  • 24h Erreichbarkeit
  • zeitnahe Hausbesuche
  • Organisation, Planung und Koordination aller Betreuungsmaßnahmen
  • Beratung und Begleitung des Patienten und seiner Angehörigen
  • Spezielle palliativmedizinische und -pflegerische Versorgung (z.B. Schmerz- und Symptombehandlung, Wundversorgung, Portversorgung)
  • Unterstützung in schwierigen Situationen im familiären und sozialen Bereich
  • Herausfinden und Hilfe bei der Formulierung des Patientenwillens, z.B. auch Verfassung einer Patientenverfügung/ Vorsorgevollmacht
  • Erstellung von Medikamenten- und Krisenplänen in Absprache mit dem Hausarzt

Gesichter der Malteser Hospizarbeit

Tina
ehrenamtliche Mitarbeiterin im Ambulanten Malteser Hospizdienst in Wiehl

Andrea
Mitglied im ehrenamtlichen Leitungsteam Ambulanter Malteser Hospizdienst Wiehl

Heike
ehrenamtliche Mitarbeiterin im Malteser Hospiz St. Raphael, Duisburg

Andrea
ehrenamtliche Mitarbeiterin im Malteser Hospiz St. Raphael, Duisburg