Klimaprämie: Unsere Gewinnerprojekte 2025
Im Jahr 2025 haben uns insgesamt 67 Bewerbungen erreicht. Wir möchten uns zunächst bei allen Teilnehmenden für ihre inspirierenden Ideen und ihren Einsatz für unsere Umwelt bedanken. Die Unterstützung und Teilnahme so vieler engagierter Menschen zeigen, wie wichtig uns Maltesern die Bewahrung unserer Schöpfung ist.
Der große Wettbewerb brachte drei Erstplatzierte hervor, während im Rahmen der Direktprämie 57 weitere Projekte mit einer Prämie belohnt wurden.
Die drei Gewinnerprojekte aus dem großen Wettbewerb
Öl aus, Zukunft an: In Fürholz wird Klimaschutz praktisch gelebt
Anstatt die veraltete Ölheizung durch ein neues fossiles Modell zu ersetzen, haben die Malteser in Fürholz eine Entscheidung mit Weitblick getroffen: den Anschluss an das lokale Fernwärmenetz. Die Energie dafür wird direkt vor Ort durch regional produzierte Hackschnitzel gewonnen. Damit setzt die Gliederung ein deutliches Zeichen für eine nachhaltige Energieversorgung im ländlichen Raum.
Warum dieses Projekt Vorbildcharakter hat:
- Echte Kreislaufwirtschaft: Die verwendeten Hackschnitzel bestehen aus Holzresten nachhaltig bewirtschafteter Wälder der Region. Im Gegensatz zu Heizöl ist dieser Rohstoff erneuerbar und schont endliche Ressourcen.
- Effizienz durch Gemeinschaft: Ein zentrales Heizwerk versorgt mehrere Haushalte gleichzeitig. Diese kollektive Lösung arbeitet deutlich effizienter als viele kleine Einzelkessel – das spart Energie und senkt die Emissionen nachhaltig.
- Starke Unabhängigkeit: Regionale Energieversorgung macht uns krisensicher. Durch den Verzicht auf internationale Lieferketten stärken die Malteser in Fürholz die lokale Wertschöpfung und gewinnen energetische Autonomie.
Das Fazit der Jury: Ein herausragendes Beispiel dafür, wie aus einer notwendigen Sanierung ein strategisches Statement für den Umweltschutz werden kann – und das an einer ehrenamtlichen Gliederung!
Mit PV-Power und Stromspeicher in die Elektromobilität
In Sigmaringen setzen die Malteser konsequent auf Eigenversorgung. Durch die Installation einer Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 27,7 kWp und einem 19 kW starken Stromspeicher wird die Dienststelle zum eigenen Kraftwerk.
Warum dieses Projekt wegweisend ist:
- Sonne im Tank: Über eine intelligente Anbindung an die Wallbox-Infrastruktur fließt der grüne Strom direkt in den lokalen Fuhrpark.
- Maximale Eigennutzung: Dank des großen Speichers kann die produzierte Energie genau dann genutzt werden, wenn die Elektrofahrzeuge oder die Dienststelle sie benötigen – auch wenn die Sonne gerade nicht scheint.
- Vorbild für den Katastrophenschutz: Eine autarke Stromversorgung stärkt die Resilienz der Dienststelle.
Das Fazit der Jury: Die Malteser in Sigmaringen zeigen eindrucksvoll, wie die Verzahnung von Gebäudeenergie und Fuhrparkmanagement in der Praxis funktioniert.
Ein klares Aus für fossile Brennstoffe: Oldenburg verabschiedet sich von der Gasheizung
Wo früher Gas verbrannt wurde, arbeitet heute modernste Technik. Durch den Austausch der alten Gasheizung gegen eine hocheffiziente Luft-Wärmepumpe leistet die Bezirksgeschäftsstelle Oldenburg einen direkten Beitrag zur Dekarbonisierung. Damit zeigen die Malteser vor Ort, dass der Umstieg auf erneuerbare Energien auch im Gebäudebestand möglich und sinnvoll ist.
Das macht den Heizungstausch so wertvoll:
- Tschüss CO₂: Durch den Verzicht auf Erdgas sinken die betriebsbedingten Emissionen der Dienststelle massiv. Gepaart mit grünem Strom aus unserem Rahmenvertrag wird das Heizen in Oldenburg nahezu klimaneutral.
- Effizienzwunder: Die Wärmepumpe nutzt die Energie der Umgebungsluft. Aus einer Kilowattstunde Strom wird ein Vielfaches an Wärmeenergie gewonnen – ein unschlagbarer Wirkungsgrad im Vergleich zu fossilen Brennstoffen.
- Zukunftssicher: Während die Preise für fossile Brennstoffe durch die CO₂-Bepreisung steigen, setzt Oldenburg auf eine krisenfeste Heizungsvariante.
Das Fazit der Jury: Ein starkes Signal für den Klimaschutz. Die Wärmepumpe spart gegenüber der alten Gasheizung über 80% der CO₂-Emissionen ein.
Die Gewinnerprojekte aus der neuen Direktprämie 2025
Smarte Lösungen für eine nachhaltige Infrastruktur
Effizienz ist der erste Schritt zum Klimaschutz. In diesen Kategorien zeichnen wir Maßnahmen aus, die den Energieverbrauch unserer Standorte senken und unsere Immobilien zukunftsfähig machen. Damit zahlen diese Projekte direkt auf unser Ziel der Klimastrategie ein: die Emissionen im Fokusfeld „Immobilien“ spürbar zu reduzieren.
Das wurde 2025 bewegt:
- Lichtkonzepte mit Köpfchen: Durch den Einsatz von LED-Panels und -Röhren sowie Präsenzmeldern in Gemeinschaftsräumen wird Energie nur noch dort verbraucht, wo sie wirklich gebraucht wird.
- Intelligente Gebäudesteuerung: Smarte Heizungsthermostate und optimierte Fensterbeschattungen (Sonnenschutzfolien & externe senkrechte Fensterbeschattung) sorgen für ein effizientes Raumklima zu jeder Jahreszeit.
- Nachhaltige Bausubstanz: Von der nachträglichen Gebäudedämmung über den Einsatz von regionalem Holz als Baustoff bis hin zur Eigenstromversorgung durch PV-Anlagen wurden einige unserer Standorte ökologisch aufgewertet.
- Ressourcenschonender Betrieb: Neben dem Austausch alter Elektrogeräte gegen hocheffiziente Modelle wurde 2025 z.B. auch die nachhaltige Dieselalternative HVO100 beschafft.
Klimafreundlich unterwegs – auf zwei und auf vier Rädern
Wie kommen wir zur Arbeit und wie bewegen wir unsere Einsatzfahrzeuge? In dieser Kategorie prämieren wir lokale Initiativen, die den Weg zur Dienststelle neu denken oder unsere Fahrzeugflotte effizienter machen. Jede eingesparte Tonne CO₂ im Fokusfeld „Fuhrpark“ bringt uns unseren Klimazielen ein Stück näher.
Ausgezeichnete Beispiele aus unseren Gliederungen:
- Teamgeist auf dem Sattel: Mehrere Standorte motivierten ihre Mitarbeitenden zur Teilnahme am kommunalen „Stadtradeln“ oder organisierten interne Fahrrad-Challenges, um den Umstieg aufs Rad attraktiv zu gestalten.
- Strom statt Kraftstoff: Prämiert wurden unter anderem der Aufbau moderner Ladeparks für Elektrofahrzeuge sowie die gezielte Beschaffung von E-Fahrzeugen für den Fahrdienst.
- Bewusstsein am Steuer: Ein kreativer Ansatz war der Ausruf eines Verbrauchswettbewerbs im Krankentransport. Auch der Einsatz eines innovativen Systems, das dem Fahrpersonal in Echtzeit Rückmeldung zur Nachhaltigkeit der eigenen Fahrweise gibt, wurde ausgezeichnet.
Das Fazit: Diese Projekte zeigen, dass die Mobilitätswende vor Ort beginnt – durch clevere Technik, sportlichen Ehrgeiz und ein neues Bewusstsein für jeden gefahrenen Kilometer.
In diesen Kategorien zeichnen wir Standorte aus, die Abfall nicht nur besser trennen, sondern ihn gar nicht erst entstehen lassen. Durch clevere Mehrwegsysteme, digitale Prozesse und kreatives Upcycling setzen die Malteser ein starkes Zeichen für einen bewussten Umgang mit Ressourcen. Indem wir Stoffkreisläufe vor Ort schließen, reduzieren wir unseren ökologischen Fußabdruck drastisch.
Ausgezeichnete Ansätze aus unserer Gemeinschaft:
- Vom Verbrauch zum Kreislauf: Viele Standorte setzen auf Wiederverwendung – etwa durch den Aufbau eines Kleiderpools für Einsatzkleidung, Food-Sharing-Systeme in der Dienststelle oder Upcycling-Projekte mit Freiwilligen.
- Intelligente Materialnutzung: Wir sparen Ressourcen direkt an der Quelle. Dazu gehören innovative Aufbewahrungsmethoden für Erste-Hilfe-Materialien und die Zweitverwertung von Ausbildungsutensilien in Schulen oder Kitas. Auch das Sammeln abgelaufener Verbandskästen aus lokalen Unternehmen ist ein tolles Beispiel für gelebte Nachhaltigkeit.
- Papier & Einweg im Visier: Durch digitale Lösungen für Dokumente und den gezielten Austausch von Einwegbechern durch Mehrwegalternativen wurde die Abfallmenge in den Dienststellen merklich reduziert.
- Bewusstsein schaffen: Die Einführung einer zentralen Abfallsammelstation unterstützt Malteser vor Ort mit klaren Anleitungen dabei, Abfall konsequent und korrekt zu trennen.
Das Fazit: Diese Projekte beweisen, dass Nachhaltigkeit im Malteser Alltag nicht kompliziert sein muss. Mit einer Mischung aus moderner Technik, organisatorischem Geschick und einem wachen Blick für das, was eigentlich „Abfall“ ist, lassen sich große Erfolge erzielen.
Gemeinsam stark für das Klima: Nachhaltigkeit im Malteser Alltag leben
Nachhaltigkeit ist kein Einzelprojekt, sondern eine gemeinsame Aufgabe. In dieser Kategorie zeichnen wir Initiativen aus, die unsere Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen mitnehmen, informieren und motivieren. Ob durch kreative Aktionen oder die Verankerung nachhaltiger Werte in unserer Ausbildung – diese Projekte schaffen ein gemeinsames Verständnis dafür, was es bedeutet, als Malteser Verantwortung für unsere Schöpfung zu übernehmen. Gemeinschaftsaktionen und Sensibilisierungsmaßnahmen können querschnittsartig Emissionen in allen Klimabilanzkategorien vermindern. Dazu machen sie Spaß und haben einen Teambuilding-Charakter.
Ausgezeichnete Beispiele aus 2025:
- Nachhaltigkeit als Identität: Von der Integration der Nachhaltigkeit in die Malteser-Grundausbildung bis hin zur Gründung regionaler „Green-Teams“, die aktiv an lokalen Lösungen arbeiten – der Umweltschutz kommt jedes Jahr mehr bei uns an.
- Erlebnisse, die verbinden: Nachhaltiger Teamgeist lässt sich wunderbar erleben – sei es bei gemeinsamen Müllsammelaktionen, einem klimafreundlichen Betriebsausflug oder durch die Umgestaltung trister Schotterplätze in lebendige, grüne Spielwiesen für die lokale Jugendgruppe.
- Wissen teilen und mobilisieren: Wir begeistern über den eigenen Tellerrand hinaus. Ob mit Fahrradkursen für Sprachcafé-Besuchende, gezielten Sensibilisierungskampagnen für ein energieeffizientes Büro oder eine nachhaltige Mitarbeitendenmobilität: Unsere Teams zeigen, wie der Umstieg auf nachhaltiges Verhalten im Arbeitsalltag gelingt.
- Kleine Änderungen, große Wirkung: Auch der bewusste Wechsel auf nachhaltige Reinigungsmittel ist ein Schritt in die richtige Richtung, der zeigt, dass jeder Beitrag zählt.
Wenn wir unsere Ziele gemeinsam verfolgen, macht Klimaschutz nicht nur Sinn, sondern auch richtig Spaß.
Genuss mit gutem Gewissen: Unser Beitrag auf dem Teller und im Glas
Was wir essen und trinken, hat einen gewaltigen Einfluss auf unsere Umwelt. In dieser Kategorie prämieren wir Maßnahmen, die zeigen, wie lecker und einfach Klimaschutz in der Verpflegung sein kann. Ob bei der täglichen Arbeit in der Dienststelle oder bei besonderen Anlässen – nachhaltige Ernährung spart große Mengen an Emissionen ein und schont unsere Ressourcen.
Ausgezeichnete Beispiele unserer Standorte:
- Sprudelnd zum Klimaziel: Ein echter Effizienz-Meister ist der Umstieg auf Wassersprudelsysteme. Durch die Nutzung von aufbereitetem Leitungswasser in Karaffen sparen wir im Vergleich zu Flaschenwasser über 90 % des ausgestoßenen CO₂ ein. Mehrere Dienststellen haben diesen Schritt 2025 erfolgreich umgesetzt.
- Kreativität in der Küche: Der „Zero-Waste-Kochwettbewerb“ einer Freiwilligendienstgruppe zeigte, wie man hochwertige Mahlzeiten zubereitet und dabei Abfälle konsequent vermeidet.
Sie möchten noch mehr Engagement kennenlernen? Dann schauen Sie hier, welche Maßnahmen in den vergangenen Jahren mit einer Klimaprämie ausgezeichnet worden sind: