Krankenhäuser brauchen offene Fehlerkultur

Um den Aufenthalt von Patienten im Krankenhaus und den Erfolg der Therapien zu verbessern, setzen die Malteser in ihrem Krankenhausverbund verstärkt auf zusätzliche Maßnahmen. „Wir wollen kranke Menschen heilen oder ihre Leiden lindern. Je besser wir das machen und je weniger Fehler wir machen, umso besser. Dazu lernen wir von jedem Patienten, wie wir unsere Abläufe von der Aufnahme bis zur Entlassung ständig weiterentwickeln können“, sagt Dr. Franz Graf von Harnoncourt, Geschäftsführer im Bereich Medizin und Pflege der Malteser Deutschland. Ob es darum geht, Druckgeschwüre durch langes Liegen zu vermeiden, sich das gesamte Team vor einer Operation über den Eingriff bespricht oder konkrete Beschwerden von Patienten und Angehörigen ausgewertet werden: Das Krankenhaus verbessert mit jedem Patienten seine Abläufe. Damit das gelingt, werden die Daten dokumentiert und genau ausgewertet. Fehler, auch wenn Patienten nicht zu Schaden kamen, werden benannt und zwischen den Fachleuten aus unterschiedlichen Themenfeldern besprochen. „Grundlage für mehr Sicherheit ist es, dass jeder offen ist, über Mängel und Verbesserungen zu sprechen und sich schnell mit neuen Verfahrensweisen vertraut macht“, sagt Harnoncourt.

Weitere Maßnahmen: In den acht Krankenhäusern des Malteser Verbundes wird ein großer Teil der Patienten sofort auf multiresistente Keime (MRSA) getestet. Zudem gibt es regelmäßige Kampagnen zur Vermeidung von Keimen und spezielle Schulungen für die Mitarbeiter. In allen Malteser Krankenhäusern erhalten Patienten bei der Aufnahme ein individuelles Armband, sodass Verwechselungen nicht möglich sind und Patienten auch dann eindeutig identifizierbar sind, wenn sie gerade nicht ansprechbar sind (z.B. unter Narkose). Darüber hinaus werden Maßnahmen zur Sturzvorbeugung eingesetzt, die von der WHO empfohlenen OP-Checklisten abgearbeitet und unter anderem aus dem Lob- und Beschwerdemanagement kontinuierliche Verbesserungen abgeleitet.

In den acht Malteser Krankenhäusern betreuen etwa 4.500 Mitarbeiter jährlich mehr als 87.000 stationäre und 145.000 ambulante Patienten.

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