Hospizarbeit

Überall in Deutschland entlasten die ehrenamtlichen  Hospizbegleiter der Malteser Angehörige von schwerstkranken Kindern und Erwachsenen. 

In unseren Hospizdiensten ist es uns besonders wichtig, dass der schwerkranke Mensch bis zuletzt in Würde leben kann. Die Hoffnung auf Genesung hat seinen Platz. Dabei nehmen wir den schwerstkranken und sterbenden Menschen mit all seinen Wünschen wahr und begleiten ihn und seine Familie in dieser intensiven und oft schweren Lebenszeit. 

Den Tagen mehr Leben schenken

Magdalena mit ihrer Hospizbegleiterin Kirsten

Magdalena kam mit nur 24 Wochen viel zu früh auf die Welt. „Sie wog nicht einmal so viel wie zwei Päckchen Butter,“ erzählt Magdalenas Mutter Bianca P. „Nach dem Schock überkam mich eine Welle der Angst, denn die Ärzte hatten kaum Hoffnung, dass meine kleine Tochter überleben würde. Aber Magdalena wollte leben!“

Heute ist Magdalena 14 Jahre alt. Sie liebt Tiere, schwimmen und Musik hören. Aber durch ihre geistige und körperliche Behinderung ist sie stark eingeschränkt und niemand weiß, wie viel Lebenszeit ihr noch bleibt. Ihre Mutter kümmert sich rund um die Uhr um Magdalenas Pflege und Betreuung. Ihren Job musste die Alleinerziehende deshalb aufgeben. Zeit für sich selbst findet sie kaum.

Doch zum Glück hat Magdalena eine ganz besondere Freundin, die der Familie hilft: Jedes Wochenende wartet das Mädchen schon mit leuchtenden Augen auf Kirsten K. Die 62-jährige ehrenamtliche Malteserin ist dann für ein paar Stunden nur für Magdalena da. Gemeinsam verbringen sie wertvolle Zeit, spielen oder machen Ausflüge. 

Auch Magdalenas Mutter schätzt Kirsten und ihr freiwilliges Engagement sehr: „Ich bin froh und dankbar darüber, dass Kirsten uns mit vollem Herzen unterstützt. Der Hospizdienst der Malteser ist eine sehr große Entlastung.“

Trauerbegleitung im Alltag

Fabienne schnitzt einen Stern in einen Baumstamm - als Andenken an ihren Bruder Leon

Selbstverständlich begleiten die ehrenamtlichen Hospizbegleiter die Angehörigen auch nach dem Verlust eines geliebten Menschen.

Mutter Daniela und Vater André haben ihren kleinen Sohn Leon verloren. Leon wurde nicht einmal drei Jahre alt. 

Der Hospizdienst der Malteser begleitet Leons Eltern und seine ältere Schwester Fabienne in dieser schweren Zeit. Gemeinsam lernt die Familie in der Trauerbegleitung mit Leons Tod umzugehen. 

Fabienne besucht regelmäßig eine unserer Trauergruppen für Kinder. Gemeinsam mit der Hilfe der Malteser findet die Familie kreative Wege, ihren Schmerz zu verarbeiten und zu lernen, wie der kleine Leon auch nach seinem Tod immer Teil ihres Lebens sein kann. Mit einem ehrenamtlichen Trauerbegleiter, der gelernter Tischlermeister ist, hat die Familie begonnen, Sterne als Andenken an Leon in Holz  zu schnitzen. Daniela und André erzählen uns: "Leon war und ist unser Stern. In seinem Zimmer hängt immer noch ein Stern, der jeden Tag leuchtet - ihn hat er zur Weihnachtszeit bekommen, als es ihm immer schlechter ging. Der Stern ist eine Verbindung zu Leon und soll deswegen in den Stamm."

Schenken Sie schwerkranken Menschen mit Ihrer Spende schöne Momente!

Die ehrenamtlichen Hospizbegleiter der Malteser engagieren sich deutschlandweit für schwerstkranke Menschen und deren Angehörige. Für diese wichtige Aufgabe müssen sie gut ausgebildet werden. Bitte unterstützen Sie den Hospizdienst der Maltseer mit Ihrer Spende!

Monika ist an Krebst erkrankt. Sie wird bald an ihrer Krankheit sterben. Im Interview erzählt sie, wie es ist, mit dieser Gewissheit zu leben und welche Rolle der ambulante Hospizdienst in ihrem Leben spielt.