Wechsel im Amt des Bundesseelsorgers der Malteser

Eine Menschengruppe geht hinter dem Kreuz. Foto: Jochmann
Während der Rom-Wallfahrt für Menschen mit Behinderung in Rom 2025 trägt Bundesseelsorger Bischof Heinrich Timmerevers das Kreuz vorweg. Foto: Jochmann
Vier Männer im Gespräch. Foto:Lux
Bischof Timmerevers im Gespräch mit drei Maltesern. Foto: Lux

Die Malteser danken Bischof Heinrich Timmerevers für seinen langjährigen, engagierten und segensreichen Dienst. Seit seiner Übernahme des Amtes im September 2013 hat er die geistliche Entwicklung des Verbandes entscheidend geprägt und begleitet. „Bischof Heinrich Timmerevers hat sich um die Malteser wahrlich verdient gemacht. Über viele Jahre hinweg ist eine enge und vertrauensvolle Verbindung gewachsen. Er war nicht nur unser Bundesseelsorger, sondern ein verlässlicher Wegbegleiter, Ratgeber und Seelsorger für haupt- und ehrenamtlich Engagierte im gesamten Malteser Verbund“, erklärt der Präsident des Malteser Hilfsdienstes, Martin Schelleis.

Ein nahbarer Seelsorger mit engem Bezug zu den Maltesern

Schon vor seiner Ernennung zum Bundesseelsorger war Heinrich Timmerevers den Maltesern eng verbunden. Seit 2011 ist er Mitglied im Malteserorden. Als Weihbischof und Offizial im Offizialatsbezirk Oldenburg pflegte er freundschaftliche Beziehungen zum Verband. Als er 2016 zum Bischof von Dresden-Meißen ernannt wurde, blieb er weiterhin Bundesseelsorger der Malteser. Regelmäßig nahm er an Sitzungen des Präsidiums teil, begleitete Einkehrtage und Exerzitien, unterstützte Beratungs- und Führungsprozesse und stand dem Verband in wichtigen ethischen, pastoralen und kirchenpolitischen Fragen mit Rat und Tat zur Seite. „Dabei hat er nie den unmittelbaren Kontakt zu den Menschen verloren. Ob bei Wallfahrten, Katholikentagen, Führungskräftekongressen oder Besuchen in den Gliederungen: Die Begegnung mit den Helferinnen und Helfern sowie den hauptamtlichen Mitarbeitenden war ihm stets ein besonderes Anliegen“, ergänzt Schelleis. „Bischof Timmerevers ist uns über die Jahre zu einem Freund geworden. Wir sind dankbar für seine seelsorgliche Begleitung und seine menschliche Nähe. Und wir freuen uns, dass er uns auch künftig verbunden bleiben wird.“ Bischof Timmerevers wurde unlängst mit dem Verdienstorden „Pro Piis Meritis“ ausgezeichnet. Es ist die höchste Ordens-Auszeichnung, welche die Malteser an Geistliche verleihen. 

Bischof Timmerevers war Anfang September von seinem Amt als Bischof von Dresden-Meißen zurückgetreten. Zu seinem Nachfolger als Bundesseelsorger des Malteser Hilfsdienstes e.V. hat die Deutsche Bischofskonferenz am 1. Oktober 2026 Dr. Udo Markus Bentz, seit 2024 Erzbischof von Paderborn, berufen. Erzbischof Bentz wurde zudem zum Vorsitzenden der neuen Kommission für gesellschaftliche und karitative Fragen der Deutschen Bischofskonferenz gewählt. In dieser Funktion ist er künftig Vorsitzender der Bischöflichen Arbeitsgruppe Europa und der Delegierte der Deutschen Bischofskonferenz bei der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union in Brüssel. 

Auch Erzbischof Bentz kennt die Malteser bereits aus seiner Zeit als Weihbischof und Generalvikar in Mainz gut. 2022 wurde er in den Malteserorden aufgenommen. Es ist ihm persönlich ein wichtiges Anliegen, sich – zusätzlich zu seinen vielfältigen Aufgaben – noch stärker bei den Maltesern zu engagieren. „Das freut uns besonders.“, sagt Martin Schelleis, „Wir sehen der Zusammenarbeit mit großer Freude entgegen und wollen gemeinsam mit Erzbischof Bentz die christliche Identität des Verbandes weiterentwickeln und stärken.“ 

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