Während des 104. Deutschen Katholikentages mussten die Malteser insgesamt nur relativ wenige Menschen erstversorgen. 113 Besucherinnen und Besuchern wurden behandelt. Acht Patienten davon wurden zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken als Veranstalter sprach von 74.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. „Wir erleben eine Großveranstaltung, die trotz der vielen Besucher wenige Einsätze erfordert. Das wechselhafte, eher kühle Wetter sorgt dafür, dass Probleme wie Kreislaufschwächen kaum vorkommen. Das weitflächige Gelände und gute Verkehrswege tragen zu der ohnehin angenehmen und entspannten Atmosphäre bei“, hatte Malteser Einsatzleiter Markus Bensmann schon als Zwischenbilanz gezogen und konnte das auch am Sonntagmittag resümieren.
Über einen voll besetzten Dom freuten sich die Malteser am Samstagnachmittag. Zusammen mit dem Bonifatiuswerk hatten sie das Pontifikalamt gestaltet. Bundesseelsorger Heinrich Timmerevers, Bischof von Dresden-Meißen, leitete zusammen mit weiteren Bischöfen und dem Generalsekretär des Bonifatiuswerks, Msgr. Georg Austen, den Gottesdienst. Der Bundesseelsorger und ehren- wie hauptamtliche Mitarbeitende beider Organisationen schilderten persönliche Zeugnisse aus ihrer Tätigkeit. Anschließend lud der Präsident des Malteser Hilfsdienstes, Georg Khevenhüller, zu einem Empfang unter freiem Himmel. Unter den Gästen aus Kirche, Politik und Hilfsorganisationen war auch der bayerische Innenminister Joachim Herrmann.
Am Samstagmorgen hatten sich Präsidiumsvertreter auf den Weg gemacht, um die unterschiedlichen Angebote der Malteser sowie den Einsatzstab auf dem Katholikentag zu besuchen. Reichlich Interesse hatte auch der Stand der Malteser auf der Kirchenmeile hervorgerufen. Mit Angeboten wie Herzdruckmassage, dem Vorstellen von Hunden aus dem Begleitungsdienst, einer Miniaturlandschaft mit selbstgebastelten Malteser Lego-Personen oder Informationen über den Integrationsdienst zog der Stand die Besucherinnen und Besucher an. Die konnten sich zum Thema Resilienz informieren. Dabei ging es zum Beispiel darum, wie Vorräte angelegt werden sollen oder was zur mentalen Vorbereitung gehört. Bundeskanzler Merz hatte den Malteser Stand am Freitag besucht und sich Zeit genommen, um mit den Maltesern ins Gespräch zu kommen und ihre Wünsche zu hören.
Auf hohe Nachfrage war das Angebot des Fahrdienstes gestoßen, das Menschen mit Beeinträchtigung zum gewünschten Veranstaltungsort brachte. 160 Fahrten für bis zu sechs Personen fanden zwischen Mittwoch und Sonntagmittag statt. Zur Mobilität trugen auch fünf Fahrradrikschas bei, die mehr als 200 Gäste beförderten. Die Malteser Jugend begleitete immer wieder Personen mit Behinderungen. Außerdem konnte die Malteser Jugend viele junge Besucherinnen und Besucher an ihrem Stand unter dem Motto „zwischen Blaulicht und Lagerfeuer“ begeistern.
Für eine gute Nacht und einen guten Start in den Morgen von fast 4.400 Katholikentagsbesuchern haben die Malteser in sechs Gemeinschaftsunterkünften gesorgt. Auch hier gab es während der gesamten Tage und Nächte keine besonderen Vorkommnisse.
Die Helferinnen und Helfer waren in der modernen staatlichen Feuerwehrschule in Würzburg untergebracht. Dort arbeitet auch der einsatzkoordinierende Stab. Für den Einsatz hatten die Malteser 80 Fahrzeuge im Einsatz.
Fotos zum Download finden Sie hier: https://malteser.eyebase.com/view/pinAkNBqp9p