Woche der Demenz: Eine Demenz kann auch Jüngere betreffen – Malteser bieten Unterstützung

Ein Mann und eine Frau sitzen auf einer Bank. Foto: Kirchner/Malteser
Der Malteser Tagestreff (MalTa) bietet Menschen mit einer beginnenden Demenz ein Zuhause auf Zeit. Viele Angehörige, die für einen Menschen mit Demenz sorgen, sind berufstätig oder haben regelmäßige Verpflichtungen. Sie brauchen Entlastung im Alltag und das Wissen, dass ihre Angehörigen in guten Händen sind. Copyright (auch IPTC):Lena Kirchner/fuenf6

„In seltenen Fällen kann eine Demenz bereits ab einem Alter von etwa 50 Jahren auftreten. Häufiger sind jedoch Menschen um die 60 Jahre betroffen, die noch mitten im Berufsleben stehen und familiäre Verantwortung tragen“, sagt Nina Basteck, Leiterin der Fachstelle Demenz der Malteser. Oft sind auch ihre Partnerinnen und Partner noch berufstätig, während die Kinder noch zur Schule gehen oder sich in der Ausbildung befinden. „Für die Angehörigen bedeutet diese Mehrfachbelastung durch Familie, Beruf und Pflege eine besondere Herausforderung“, sagt Basteck. Viele Unterstützungsangebote für Menschen mit Demenz richten sich vor allem an ältere Betroffene   und entsprechen daher nicht immer den Bedürfnissen jüngerer Menschen. Entsprechend hoch ist häufig die Hemmschwelle, Gruppenangebote in Anspruch zu nehmen. „Für jüngere Betroffene bietet sich daher eine individuelle Begleitung in unseren Besuchs- und Entlastungsdiensten an. Vorausgehen sollte zunächst ein Gespräch mit der hauptamtlichen Koordinatorin des Dienstes. Qualifizierte Ehrenamtliche können dann die Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen zu Hause unterstützen. Aber auch in unserem Café Malta, einer Nachmittagsbetreuung für Menschen mit Demenz, können wir auf die Bedürfnisse jüngerer Betroffener eingehen“, so Nina Basteck.

Die Malteser appellieren an Betroffene und Angehörige, Unterstützung frühzeitig anzunehmen.

So können finanzielle und rechtliche Fragen rechtzeitig geklärt und passende Hilfsangebote organisiert werden. Außerdem trägt frühe Unterstützung dazu bei, die Selbstbestimmung möglichst lange zu erhalten. Wer früh Hilfe erhält, kann länger aktiv an Entscheidungen über den eigenen Alltag, die Wohnsituation und die medizinische Versorgung mitwirken.

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