Klimastrategie des Malteser Hilfsdienstes

Hitze, Ernterückgänge, Trinkwassermangel, Überflutungen, Artensterben – all das ist bereits jetzt Realität. Schon heute sind mehr als 20 Millionen Menschen auf der Flucht vor den Auswirkungen des Klimawandels. 

Auch wir Malteser tragen durch die Art, wie wir leben und arbeiten, zu den Problemen bei, die wir eigentlich lösen wollen. Schließlich ist es seit mehr als 900 Jahren unser Auftrag, Menschen zu helfen. Deshalb müssen wir handeln.

Video zur Klimastrategie

Malteser Klimabilanz

Unser Ziel ist klar: Wir wollen als Verbund klimaneutral werden. Dafür müssen wir erst mal wissen, wie viele klimaschädliche Emissionen wir tatsächlich verursachen.

Die erste Malteser Klimabilanz im Jahr 2020 hat uns gezeigt, wie sich unsere klimaschändlichen Emissionen zusammensetzen und wo wir ansetzen müssen. Im Jahr 2021 haben wir die Bilanzierung auf alle Standorte des Malteser Hilfsdienstes ausgeweitet. Dadurch wissen wir auch, wie hoch unser CO2-Fußabdruck insgesamt ist.

Zur Malteser Klimabilanz

Klimaneutral - wie funktioniert das?

Vermeiden, Reduzieren, Kompensieren – das ist der Dreiklang, mit dem wir Klimaneutralität erreichen. In den nächsten fünf Jahren wird der Malteser Hilfsdienst seine klimaschädlichen CO2-Emissionen um mindestens 15% reduzieren. Das schaffen wir unter anderem durch die Umstellung auf Ökostrom, weniger Dienstreisen, den Umstieg auf E-Mobilität und durch die Pilotierung von Eigenstromproduktion. Alle Standorte des Malteser Hilfsdienstes erhalten außerdem bis 2022 ihre eigene Klimabilanz. So können vor Ort gezielte Maßnahmen umgesetzt werden.

Trotz aller Bemühungen lassen sich nicht alle CO2-Emissionen reduzieren oder vermeiden. Um so schnell wie möglich klimaneutral zu werden, nutzen wir von Anfang an die Kompensation. Dabei werden alle übrig gebliebenen CO2-Emissionen durch Kompensationsprojekte ausgeglichen, die genau unsere Mengen an verursachtem CO2 an anderer Stelle einsparen. 

Damit die Emissionseinsparung und der damit verbundene Klimaschutzeffekt garantiert ist, greifen wir nur auf Goldstandard-zertifizierte Projekte zurück. Bei der Auswahl von Kompensationspartnern und Klimaschutzprojekten spielt für uns auch der soziale Aspekt der Projekte eine wichtige Rolle, also die Verbesserung der Lebenssituation von Menschen in Notsituationen. Wir arbeiten mit Klimaschutzprojekten im globalen Süden zusammen, weil dort die Auswirkungen des Klimawandels bereits heute am stärksten zu spüren sind.

Klimaschutz - ein Auftrag an alle

Weil wir uns austauschen und voneinander lernen wollen, werden in der Teamsgruppe „Malteser Heute für Morgen“ Ideen und erfolgreich umgesetzte Maßnahmen geteilt. Die Malteser Zentrale unterstützt bei der Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen vor Ort und in vielen Regionen innerhalb des Malteser Hilfsdienstes haben sich mittlerweile eigene Klimaschutzstrukturen etabliert. Schließlich ist Klimaschutz ist ein Auftrag an alle - also auch konkret an alle Malteser.

Um alle Haupt- und Ehrenamtlichen des Malteser Hilfsdienstes in die Ausgestaltung der klimafreundlichen Entwicklung einzubinden, wurde 2022 die Malteser Klimaprämie ins Leben gerufen. Sie honoriert besonders erfolgreiche und innovative Klimaschutzmaßnahmen.

Allianz für Entwicklung und Klima

Die Klimakrise ist kein ökologisches, sondern immer auch ein soziales Problem. Um mehr Menschen für diesen Zusammenhang zu sensibilisieren, sind wir der Allianz für Entwicklung und Klima beigetreten und setzen uns so dafür ein, Klimaschutz und Entwicklungshilfe zusammen zu denken.