Für eine langfristige Perspektive

AVR Caritas: Tarif, Arbeitszeit und Vergütung bei den Maltesern einfach erklärt

Tarifverträge sind oft sehr kompliziert und ausführlich, da ist es schwer den Überblick zu behalten. Deshalb erklären wir hier in Kürze, worum es bei den AVR Caritas geht. In der Vergütung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter richten sich die Malteser nach den AVR Caritas. Die Richtlinien für Arbeitsverträge in den Einrichtungen des Deutschen Caritasverbandes (AVR Caritas) sind ein Regelwerk, das die Gehälter in allen Verbänden der Caritas festlegt sowie Rechte, Pflichten für Arbeitgeber und Arbeitnehmer und Bestimmungen zur Arbeitszeit.  

Die AVR Caritas ist an den TVöD (Tarifvertrag öffentlicher Dienst) angelehnt und bietet vergleichbare Konditionen für die Beschäftigten. 

Überblick:

Für wen gelten die AVR?

Die AVR-Caritas gelten für alle Fachverbände, die sich dem deutschen Caritasverband angeschlossen haben. Bis auf wenige Ausnahmen (zum Beispiel leitende Angestellte oder in den Tochtergesellschaften) profitieren alle Mitarbeitenden dieser Organisationen von dem Regelwerk. Das ist auch bei den Maltesern so.

Wie berechnet sich das Gehalt der Mitarbeitenden?

Wie in jedem Tarifwerk richtet sich die Vergütung zunächst nach der Vergütungsgruppe oder auch Entgeltgruppe. Davon gibt es – je nach Tätigkeitsbereich – zwischen 6 und 12. Wie Mitarbeitende eingruppiert sind, hängt im Wesentlichen von der Aufgabe ab, die man bei den Maltesern übernimmt, und von Qualifikation sowie der Verantwortung. Rettungssanitäter sind zum Beispiel der Vergütungsgruppe 7 zugeordnet, die höher qualifizierten Notfallsanitäter in der Vergütungsgruppe 5c.

Neben der Vergütungsgruppe entscheidet die so genannte Erfahrungsstufe über die Höhe des Gehalts. Grundsätzlich ist es so, dass neue Mitarbeitende in der Erfahrungsstufe 1 einer Vergütungsgruppe einsteigen und dann nach festen Zeiträumen hochgestuft werden. Für die Mitarbeitenden heißt das: das Gehalt steigt automatisch und planbar. Haben Mitarbeitende bereits einschlägige Vorerfahrungen aus vorherigen Tätigkeiten, die für ihre aktuelle Aufgabe relevant sind, können sie auch in einer höheren Erfahrungsstufe beginnen.

Wie funktionieren die Erfahrungsstufen und welchen Einfluss haben Sie auf das Gehalt?

Wie der Name bereits sagt, bilden die Erfahrungsstufen die beruflichen Erfahrungen des Mitarbeitenden ab. Weil mit zunehmender Erfahrung auch der Beitrag der Mitarbeitenden für das Unternehmen wertvoller wird, erhalten sie ein entsprechend höheres Gehalt.

Die Erhöhung des Gehalts beträgt alle zwei Jahre durchschnittlich ca. 3 Prozent; für Mitarbeitende in der Pflege (Anlage 31 und 32) im Durchschnitt ca. 4,5 Prozent jeweils zum Gehalt der vorherigen Erfahrungsstufe.

Von diesem planmäßigen Anstieg des Gehalts unterscheidet sich der Effekt von Gehaltssteigerungen durch Tariferhöhungen, die analog zum Tarif im öffentlichen Dienst auch für Beschäftigte im Geltungsbereich der AVR Caritas regelmäßig verhandelt werden.

Welche Vorteile bietet die AVR?

Die AVR bietet zahlreiche Vorteile, die auf den ersten Blick vielleicht gar nicht so ersichtlich sind:

  • Urlaubstage: Mitarbeitende haben grundsätzlich einen Anspruch auf 30 Arbeitstage Erholungsurlaub (bei Vollzeitstellen).
  • Altersvorsorge: Mitarbeitende erhalten eine arbeitgebergeförderte Altersvorsorge, die nahezu vollständig durch den Arbeitgeber finanziert wird. Das ist angesichts des sinkenden Niveaus der gesetzlichen Rente schon für junge Menschen wichtig und zahlt sich aus.
  • Krankheit: Je nach Betriebszugehörigkeit stockt der Arbeitgeber das Krankengeld für die Dauer von 6 Monaten bis zum vollen Nettogehalt auf.
  • Als Mitarbeiter oder Mitarbeiterin kann man vermögenswirksame Leistungen in Anspruch nehmen.

Wie lange ist die wöchentliche Arbeitszeit?

Die durchschnittliche regelmäßige Arbeitszeit in der Woche beträgt 39 Stunden. In einigen Bundesländern kann die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit auch 40 Stunden oder 38,5 Stunden betragen.

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Was sind Dienstbezüge?

Als Dienstbezüge bezeichnet man eigentlich die Gehälter von Beamtinnen und Beamten. Darin sind zusätzliche Leistungen, die zur vereinbarten Vergütung gezahlt werden, enthalten. Hierzu gehören Kinderzulagen und sonstige Zulagen. Die AVR - Caritas zahlen eine ganze Reihe solcher zusätzlichen Leistungen.

Haben Mitarbeitende in der AVR Caritas Anspruch auf Weihnachtsgeld?

Prinzipiell haben Mitarbeitetende aller Entgeltgruppen Anspruch auf Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld, sofern die Mindestkriterien erfüllt sind. Für manche Berufsgruppen wird stattdessen aber auch eine Jahressonderzahlung gezahlt.

Erhalten Beschäftigte in der AVR Caritas Urlaubsgeld?

Das Urlaubsgeld ist in §13 oder Anlage 14 der AVR geregelt. Dieses wird in der Regel im Monat Juli ausgezahlt, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Einige Berufsgruppen erhalten stattdessen eine Jahressonderzahlung.

Ist das Gehalt bundesweit gleich?

Die Bestimmungen variieren nach Bundesland und Region. Da sich die Lebenshaltungskosten von beispielsweise Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen oder Berlin teils erheblich unterscheiden, sind hier analog zum Öffentlichen Dienst andere Entgelte und Leistungen für Mitarbeiter festgelegt. Welches Gehalt je nach Bundesland gezahlt wird, kann hier beim Lambertus Gehaltsrechner berechnet werden.

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