Flüchtlingshilfe – so engagierst du dich

Getrennt von der Familie, in einem fremden Land mit fremder Sprache. Wie geht es weiter? Diese Frage stellen sich allein in Deutschland tausende Geflüchtete. Schön, wenn man in so einer Situation Hilfe erhält. Wir zeigen dir, wie du dich in der Flüchtlingshilfe engagieren kannst.

Darum geht's:


Flüchtlingshelfer

Die erste Station für die meisten Geflüchteten sind die Unterkünfte. Davon gibt es in ganz Deutschland hunderte. Viele werden von gemeinnützigen Organisationen betreut, wie zum Beispiel der Zentralen Unterbringungseinrichtung der Malteser in Wickede-Wimbern in der Nähe von Dortmund. Dort leben etwa 200 Geflüchtete – Erwachsene, Kinder und Senioren. 50 ehrenamtliche, aber auch hauptamtliche Helfer unterstützen die Bewohner zum Beispiel bei Behördengängen oder Arztbesuchen und sorgen dafür, dass sie eine gute Zeit haben, sich sicher und wohl fühlen. Einer der Helfer ist Jakob. Der 23-Jährige spielt in seiner Freizeit mit den Jungs Fußball oder Billard, begleitet Ausflüge oder macht Stimmung bei Disco-Abenden.

An mehr als 100 Standorten in ganz Deutschland arbeiten die Malteser in der Flüchtlingshilfe. Ehrenamtliche Helfer sind jederzeit herzlich willkommen. Es gibt ganz unterschiedliche Bereiche, in denen die Geflüchteten Unterstützung gebrauchen können. Du kannst beispielsweise den Kindern bei ihren Hausaufgaben helfen, ihnen vorlesen, mit ihnen basteln oder spielen. Du kannst bei Ausflügen dabei sein, Gesprächsrunden der Erwachsenen begleiten, im Frauencafé oder beim Mutter-Kind-Treff unterstützen. Hier findest du einen Überblick und Ansprechpartner für alle Regionen. Sicherlich findest du auch eine Unterkunft oder eine Anlaufstelle in deiner Nähe. Oder du fragst in der nächsten Kirchengemeinde oder der nächsten Dienststelle einer gemeinnützigen Organisation an. Ob Malteser, Caritas, Deutsches Rotes Kreuz oder andere – alle engagieren sich in der Flüchtlingshilfe und alle sind dankbar für die Unterstützung durch Ehrenamtliche.

Integrationslotse

Jana aus Berlin hat eine ganz besondere Patenschaft übernommen. Die 20-jährige Medizinstudentin ist Patin für einen jungen Mann aus Afghanistan und unterstützt ihn dabei, ein selbstbestimmtes Leben in Deutschland zu führen. Das macht sie ehrenamtlich bei den Maltesern als sogenannte Integrationslotsin. Sie steht ihrem Schützling zur Seite bei Behördengängen, Arztbesuchen und hilft beim Deutschlernen. Ihr schönstes Geschenk ist, wenn ihr Schützling lächelt, denn er musste viel mitmachen. Krieg, Gewalt und Verlust – Dinge, die ein 20-jähriger eigentlich nicht erleben sollte. Das kann auch für die Ehrenamtlichen eine ganz schöne Herausforderung sein. Immerhin kann man nicht alles besprechen, wenn man nicht die gleiche Sprache spricht. Damit die Ehrenamtlichen das bewältigen können, gibt es bei den Maltesern alle möglichen Schulungen, Aus- und Fortbildungen. So werden sie auf verschiedene Situationen vorbereitet und entwickeln ein noch besseres Gefühl für die Herausforderungen und Bedürfnisse von Geflüchteten.

Du möchtest Integrationslotse werden?

Dann solltest du

  • offen sein für andere Kulturen und Verhaltensweisen,
  • Teamgeist und Organisationstalent haben,
  • hilfsbereit sein,
  • gerne mit Menschen arbeiten
  • und die persönlichen Grenzen anderer respektieren.


Alle Infos zum Integrationslotsen findest du hier.

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