Erste-Hilfe-Tag in Essen: Neues Kursangebot für Unternehmen

Wiederbelebungstraining
Foto: Malteser / Steffen Keller

Beim „Erste-Hilfe-Tag“ erhielten die Mitarbeitenden der Essener GNS – Gesellschaft für Nuklear-Service mbH die Gelegenheit, innerhalb einer Stunde die wichtigsten Erste-Hilfe-Fähigkeiten in ihrer Firma an fünf Stationen einzuüben. Um den Ansporn zu erhöhen, wurden die Teilnehmenden in Teams eingeteilt, die an jeder Station Punkte für korrekt erbrachte Erste-Hilfe-Leistungen sammeln konnten.
 
Der Wettkampf begann an der ersten Station mit einer kurzen Einleitung. Doch plötzlich ist der Erste-Hilfe-Trainer zusammengebrochen. Wer von den Teilnehmenden weiß, was zu tun ist? Für eine korrekte Bewusstseinsüberprüfung und stabile Seitenlage mit Kopfüberstrecken gab es bereits die ersten Punkte. An der zweiten Station wurde zunächst die Herzlungenwiederbelebung und die Nutzung eines AEDs (automatischer externer Defibrillator) demonstriert. Danach mussten die Teilnehmer zeigen, dass auch sie wissen, was zu tun ist, wenn sie auf eine bewusstlose Person ohne Atmung treffen. An der dritten Station bekam jeder Teilnehmer eine Wiederbelebungspuppe zugewiesen, die er oder sie vier Minuten lang reanimieren mussten. Die Puppe war jeweils mit Sensoren ausgestattet, sodass ein Computer erkennen konnte, ob die Kompressionen richtig und im gleichbleibenden Rhythmus durchgeführt wurden. Wer den Rhythmus gut halten konnte, bekam die meisten Punkte – inklusive brennende Oberarme. An der vierten Station wurde das richtige Anlegen von Verbänden erklärt. Von der klassischen Schnittwunde am Finger bis zur Versorgung lebensbedrohlicher Verletzung mittels Druckverband wurden die Teilnehmenden mit den Inhalten eines Erste-Hilfe-Kastens und der entsprechend korrekten Verwendung vertraut gemacht. Das Highlight des Tages war jedoch die letzte Station. Denn zum Abschluss wurde das richtige Verhalten bei einem Verkehrsunfall mit einer Virtual-Reality-Brille geübt. Obwohl es von außen eher wie ein Computerspiel wirkte, ermöglichte die VR-Brille den Teilnehmenden, sich in die Ausnahmesituation eines Verkehrsunfalls hineinzuversetzen. Und so vergaßen im simulierten Stress auch nicht wenige wichtige Kleinigkeiten, wie vorm Verlassen ihres Autos einen Schulterblick zu machen. Doch genau deswegen ist die Erste-Hilfe-Ausbildung so wichtig: Besser im Kurs Fehler machen, aber im Ernstfall wissen, wie es richtig geht.

„ein tolles neues Modul [...], um effizient über 100 Mitarbeitende für spontane Erste Hilfe zu schulen.“

Am Ende des Erste-Hilfe-Tages waren sowohl die Teilnehmenden als auch die Erste-Hilfe-Trainer sehr zufrieden. Trotz des ernsten Themas hat der Wettkampfaspekt und das gemeinsame Lernen in Kleingruppen vielen Spaß gemacht. „Die Sicherheit und die Gesundheit unserer Mitarbeitenden steht bei uns von jeher an erster Stelle“, erklärte Dr. Martin Berthold, Leiter der Stabsstelle für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz der GNS. „Mit dem erstmals durchgeführten Erste-Hilfe-Tag haben wir zusätzlich zum bestehenden System der Ersthelfer ein tolles neues Modul etabliert, um effizient über 100 Mitarbeitende für spontane Erste Hilfe zu schulen. Die flexible und kompetente Unterstützung durch die Malteser war hervorragend und ist auch bei den Teilnehmenden bestens angekommen.“