#unten – eine Initiative gegen soziale Benachteiligung

Markenklamotten? Zu teuer! Das neueste iPhone? Vergiss es! Studium im Ausland? Keine Chance! Keine Chance haben - so geht es leider vielen Menschen in Deutschland. Dabei sollte das in einem Land, dem es wirtschaftlich gut geht, kaum möglich sein. Und trotzdem: Soziale Benachteiligung ist leider ein riesiges Thema bei uns. Wer arm ist, bleibt arm und hat geringere Bildungschancen. Und woran liegt das? Viele denken, wer arm ist, ist zu faul zum Arbeiten. Die Initiative #unten will mit diesen Vorurteilen aufräumen. Wir stellen dir die Initiative vor und Möglichkeiten, was du gegen soziale Benachteiligung machen kannst.

Darum geht's:

 


Darum geht’s bei #unten

Der Journalist Christian Baron wagt sich in seinem Artikel an das heikle Thema, denn er gehörte früher selbst zu den sozial Benachteiligten. Er schreibt von beleidigenden Sprüchen des Jugendamtmitarbeiters und von dem Rat eines Karriereberaters, zur Bundeswehr zu gehen, denn „Gerade für mich als Arbeiterkind, sagte er, sei die Offizierslaufbahn lukrativ“. Christian startet mit seinem Artikel die Initiative #unten. Alle Betroffenen sollen sich zu Wort melden. Traurig, aber wahr. Auf den Social-Media-Kanälen werden die Vorurteile ganz deutlich: Wer arm ist, ist faul. Wer Hilfe vom Staat in Anspruch nimmt, ist ein Sozialschmarotzer. Mit #unten will die Initiative gegen diese Vorurteilen vorgehen.

Was es heißt, sozial benachteiligt zu sein

Wer einen niedrigen Status in der Gesellschaft hat, zum Beispiel aufgrund von Einkommen, Bildung, Herkunft, Geschlecht, Alter oder körperlicher und geistiger Handicaps, hat häufig geringere Chancen, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben oder etwas in der Gesellschaft zu erreichen. Sozialwissenschaftler sprechen auch von sozialer Ungleichheit. Der Bildungsforscher Klaus Klemm hat in einer aktuellen Studie herausgefunden: Kinder aus sozial starken Familien bekommen viermal  häufiger eine Empfehlung für das Gymnasium, als Kinder aus Arbeiterfamilien und das trotz vergleichbarer Schulleistungen. Beim Studium geht die Ungleichbehandlung weiter. 80 Prozent der Akademiker-Kinder fangen an zu studieren. Wenn ein Elternteil Abitur und einen Berufsabschluss hat, dann studieren 48 Prozent der Kinder.

Hier gibt es Unterstützung

Vom Staat gibt es hauptsächlich finanzielle Hilfe, wie das BAFÖG für die Schul- und Berufsausbildung und das Studium. Damit soll theoretisch jeder jede Ausbildung bekommen. Die staatliche Hilfe ist wichtig, aber leider sehr bürokratisch organisiert. Unterstützung gibt es auch von vielen gemeinnützigen Vereinen und Organisationen. Ob für Alte, Kranke, Migranten und Geflüchtete, Menschen mit Handicap oder sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche –n Unterstützung finden sie z.B. bei den Maltesern.

So kannst du helfen

Das Wichtigste: hilf dabei, die Vorurteile abzubauen. Überdenke deine eigenen und mache dich stark gegen dumme Sprüche. Unterstütze gemeinnützige Organisationen in ihrer Arbeit und mache zum Beispiel ein Jugendcamp für sozial benachteiligte Kinder möglich. Ansonsten werden immer ehrenamtliche Helfer gesucht. Es gibt so viele Projekte, bei denen du dich engagieren kannst. Ob als Jugendgruppenleiter, Einkaufsbegleiter für Senioren und Kranke, Tandempartner für Geflüchtete oder als Mentor für sozial benachteiligte Kinder – deine Hilfe ist immer willkommen. Alles, was du für deine ehrenamtliche Aufgabe brauchst, bekommst du in Aus- und Weiterbildungen in den Vereinen und Organisationen.


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