Welttag der Armen – ein Zeichen setzen!

Wieviel Geld hast du im Monat zur Verfügung? Wer in Deutschland weniger als 900 Euro für Miete, Strom, Internet, Essen und alles, was man sonst noch zu Leben braucht zu Verfügung hat, gilt als armutsgefährdet. 15 Millionen Menschen sind bei uns von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen. Zum Welttag der Armen am 18. November haben tausende freiwillige Helfer und Ehrenamtliche ein Zeichen gesetzt. Wir zeigen dir, welche Aktionen es gab und wie du, über diesen Tag hinaus, helfen kannst.

Darum geht's:


Darum geht's beim Welttag der Armen

„Hört ihnen wirklich zu!“, das ist die Botschaft von Papst Franziskus zum zweiten Welttag der Armen. 2017 hatte er diesen Tag als Gedenktag der katholischen Kirche eingeführt. Anlass war das Jahr der Barmherzigkeit. Immer am zweiten Sonntag vor dem ersten  Advent soll der Armen nicht nur gedacht werden, sondern auch aktiv etwas gegen Armut getan werden. Viele gemeinnützige Vereine und Organisationen folgen der Aufforderung des Papstes und begehen diesen Tag mit besonderen Aktionen.

Was machen orangefarbenen Schals in Bäumen?

Unter dem Motto „Hamburg etwas wärmer machen“ begeht das Freiwilligen Zentrum Hamburg den Welttag der Armen. Wochenlang haben Helfer und Ehrenamtliche orangefarbene Schals gestrickt. Am 18. November wurden diese dann im Stadtteil St. Georg an Bäumen und Laternen verteilt. Jeder durfte sich einen Schal nehmen, egal ob arm oder reich, denn der Schal soll ein Symbol für Solidarität und Wärme sein. Ziel ist es, Berührungsängste gegenüber Obdachlosen, Armen und auch Reichen abzubauen. Die Idee geht auf eine Aktion der Kirche in Norwegen zurück. Dort werden seit 2012 orangefarbene Schals gestrickt und an Obdachlose verteilt, um ihnen im Winter etwas Wärme zu spenden. 2017 wurden ganze 15.000 Schals in Norwegen verteilt.

So wird Armut berechnet

Sechs Millionen Menschen in Deutschland bekommen staatliche Hilfe zum Lebensunterhalt. Zwei Millionen davon sind Kinder und Jugendliche. Sie gelten als arm. Über Kinderarmut wird in Deutschland ungerne gesprochen, aber es gibt sie! Besonders häufig betroffen sind Kinder und Jugendliche, wenn Mutter oder Vater alleinerziehend sind oder sie mehr als zwei Geschwister haben. Die Europäische Union definiert: Wer in Deutschland mit 60 Prozent des mittleren Einkommens in Höhe von 1.750 Euro auskommen muss, gilt als armutsgefährdet. Wer weniger als 50 Prozent hat, ist arm.

Lebensmittelausgaben oder Kleiderspenden - so kannst du dich engagieren!

In vielen großen Städten gibt es Suppenküchen für Bedürftige. Dafür werden immer ehrenamtliche Helfer gesucht, die bei der Essensausgabe helfen. Frag nach in deiner Kirchengemeinde oder wende dich direkt an eine gemeinnützige Organisation in deinem Kiez oder deinem Ort. Es gibt viele Projekte und Möglichkeiten, sich zu engagieren. Du schenkst ein wenig deiner Zeit und machst anderen Menschen eine sehr große Freude.


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