Das Herz ist grün: Die Malteser engagieren sich fürs Klima
Am Mittelmeer wüten Brände, Teile Deutschlands kämpfen mit Hochwasser. Der Klimawandel wird immer häufiger auch in Europa sichtbar. Darum engagieren sich die Malteser für ein gutes Klima. Seit 2020 haben die Malteser eine Klimaschutzstrategie und setzt sich dafür ein, die eigenen CO₂-Emissionen zu reduzieren.
Darum geht’s:
Die Klimaziele der Malteser
So mancher leugnet noch immer die menschgemachte Klimaerwärmung. Die Fakten, die unter anderem im Sachstandsbericht des Weltklimarates (IPCC) dargelegt werden, sind jedoch eindeutig. Wir Menschen sind als Teil der Natur ebenfalls betroffen, wenn es immer heißer wird, Eisberge schmelzen und Tierarten aussterben. Und weil wir ja auch Verursacher dieser Krise sind, liegt es an uns, die globale Erwärmung zu stoppen. Steigen die Durchschnittstemperaturen nur um weitere 1,5 Grad an, werden wir noch mehr Überschwemmungen, Dürreperioden und Natursterben erleben. Um dem entgegenzuwirken, haben die Malteser verschiedene Klimaziele verabschiedet. Diese bestehen im Wesentlichen aus zwei Schritten:
- Klimaschädliche Emissionen vermeiden und reduzieren
- Über die Finanzierung von Klimaschutzprojekten im globalen Süden Verantwortung für die eigenen unvermeidlichen Emissionen übernehmen. Schauen wir uns mal an, wie das umgesetzt werden soll.
Mithilfe einer Klimabilanz messen die Malteser ihre klimaschädlichen Emissionen in den Bereichen Kraftstoff (Diesel und Benzin), Mitarbeitenden-Mobilität, Energie (Gas und Strom) sowie verschiedener Verbrauchsgüter. Die Ergebnisse dieser Messungen zeigen immer wieder, dass vor allem die Fahrzeugflotte und der Energieverbrauch der Malteser Immobilien einen hohen Emissionsausstoß generieren. Deshalb geht es bei den Klimazielen der Malteser vor allem darum, die eigenen schädlichen Emissionen in diesen Feldern zu vermeiden und zu reduzieren.
Damit das möglich ist, ist es notwendig, dass an den rund 700 Standorten der Malteser in Deutschland kontinuierlich Projekte zur Reduktion von CO₂ umgesetzt werden und die allgemeine Umstellung auf einen klimafreundlicheren Betrieb voranschreitet.
Klimaschutz im Arbeitsalltag
Elektrofahrzeuge und der Aufbau einer Ladeinfrastruktur, Energieeffizienz in Gebäuden (zum Beispiel über verbesserte Dämmung, neue Heizungsanlagen oder die Installation von LED-Beleuchtung und Bewegungsmeldern), Digitalisierung statt Papier, Video-Calls statt Dienstreisen, Ökostrom und verbessertes Recycling sind wichtige Stützpfeiler des Malteser Klimaschutzes. Der Pflegedienst in Berlin und Potsdam beispielsweise verzichtet weitestgehend auf das Auto. Die Pflegekräfte fahren mit Leasing-Fahrrädern. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern hält auch fit und gesund. Für schlechtes Wetter gibt es wetterfeste Jacken und –wenn Radfahren gar nicht möglich ist –auch noch Pflegedienst-Autos.
Bei der Tafel in Frankenthal konnten dank eines Sponsors neue Computer angeschafft werden. Damit wird die Lebensmittelausgabe für Bedürftige nicht nur professioneller und schneller, sondern auch ressourcenschonender durch die Digitalisierung einiger Prozesse. Damit wird weniger gedruckt und es kann Papier gespart werden. Und wenn die Malteser doch einmal unbedingt etwas ausdrucken müssen, dann auf recyceltem Papier. Dazu ist es ebenfalls wichtig, den Müll noch sorgfältiger zu trennen, damit aus dem Altpapier neues, umweltfreundlicheres Druckerpapier hergestellt werden kann. Es ist ja alles ein Kreislauf. Das wissen die Malteser und haben sich daher auf die Fahne geschrieben, Müll zu vermeiden und noch effizienter zu recyceln. In Augsburg haben die Malteser beim Bau eines neuen Hauses gleich eine Regenwasserzisterne integrieren lassen. Damit wird das Regenwasser aufgefangen und für die Toilettenspülung genutzt. So wird kein Trinkwasser mehr verschwendet. Generell achten die Malteser bei allen Gebäuden darauf, ressourcenschonend zu handeln. Dazu gehört auch, mit Solaranlagen eigenen Strom herzustellen und zu nutzen.
Übrigens, nicht nur intern setzen sich die Malteser ein: Als Mitglied der Allianz für Entwicklung und Klima sind sie Teil einer großen Initiative, in der sich Unternehmen und Organisationen für mehr Klimaschutz zusammengetan haben.
Natur- und Klimaschutz zum Mitmachen
Durch Maßnahmen wie Stromsparen, effizientes Heizen und häufigere Fahrten mit Bahn oder Fahrrad können wir alle einen kleinen Beitrag fürs Klima leisten. Du willst mehr machen und dich im Naturschutz oder bei Klimaschutzprojekten ehrenamtlich engagieren? Auch das ist möglich.
Insekten zählen, Müll sammeln oder Bäume pflanzen sind nur einige der Engagements, die du ergreifen kannst.
Der NABU (Naturschutzbund Deutschland) sucht regelmäßig Freiwillige, die Tiere zählen. Damit hilfst du dabei, den Vogel- und Insektenbestand zu erfassen. Immer im Mai werden Vögel gezählt. Und beim sogenannten Insektensommer geht es darum, die Insekten in deiner Umgebung zu zählen. Dazu reicht es, wenn du dich eine Stunde auf den Balkon oder in einen Park setzt und alles zählst, was um dich herumschwirrt. Mit den gewonnenen Daten können Expertinnen und Experten Rückschlüsse zum Klimawandel ziehen.
Vielleicht ist Insektenzählen nicht dein Ding und es zieht dich mehr ans Wasser? Einen schönen Strand oder lauschigen Park lieben wir doch alle, oder? Leider sehen viele Strände und Parks übel aus, vor allem nach einem Wochenende mit schönem Wetter. Da lassen Menschen ihren Müll liegen, der Tiere und Pflanzen gefährdet und auch nicht schön aussieht. In Deutschland und der ganzen Welt gibt es unzählige „Müll-Initiativen“, die Parks und Strände von Unrat befreien, wie die K.R.A.K.E. in Köln. Freiwillige treffen sich regelmäßig, um das Rheinufer vom Müll zu befreien. Kreise dir am besten den 16. September in deinem Kalender ein. Das ist der World Cleanup Day, die größte weltweite Bürgerbewegung gegen Umweltverschmutzung. Im Jahr 2022 haben fast 15 Millionen Menschen aus 190 Ländern mitgemacht. Den gibt es jetzt übrigens auch digital. Der Digital Clean Up Day wurde ins Leben gerufen, damit du daran erinnert wirst, dass auch digitaler Müll Ressourcen verbraucht. Wenn du also während einer langweiligen Bahnfahrt etwas Zeit hast, sortiere doch mal deine alten Downloads oder doppelte Fotos aus und lösch sie von deinem Handy. Auch die SoCura, IT-Dienstleister und Tochtergesellschaft der Malteser, setzt in Sachen Hard- und Software im Übrigen auf nachhaltige Optionen und umweltfreundliche Technologien.
Darüber hinaus sind leider auch viele Wälder verschmutzt. Zudem gibt es immer weniger Waldflächen auf der Welt, dabei sind doch gerade Bäume unsere liebsten Helfer beim Abbau von CO₂. Es gibt viele Projekte für die Rettung der Wälder und du kannst dazu beitragen. Beispielsweise kannst du Bäume pflanzen, also beim Aufforsten von Wäldern helfen. Das muss natürlich strategisch und sinnvoll gemacht werden. Du solltest also nicht einfach irgendwo Bäume pflanzen. Dafür gibt es Organisationen und Vereine, denen du dich als tatkräftige Helferin oder Helfer anschließen kannst.
Aber auch Spenden sind eine große Hilfe. Damit werden unter anderem die Setzlinge für die Aufforstung gekauft.
Dein klimafreundlicherer Alltag
Es gibt viele Möglichkeiten, das Klima zu schonen – sozusagen nebenbei im Alltag. Das fängt an beim Einkaufen, geht über die richtige Art der Mülltrennung bis hin zu deiner Balkonbepflanzung. Hilfreiche Tipps zu diesem Thema gibt es zum Beispiel vom WWF.