Tanzen für Seniorinnen und Senioren: Freude und Bewegung

In Gemeinschaft sein, sich bewegen, Musik hören: Tanzen vereint gleich mehrere Dinge, die uns guttun. Und das Beste ist: In Bezug auf das Alter sind dieser Sportart keine Grenzen gesetzt. Wie Sie vom Tanzen profitieren und welche Angebote Sie wahrnehmen können, erfahren Sie hier.

So positiv wirkt sich Tanzen im Alter aus

Tanzen im Alter hat gleich mehrere positive Eigenschaften. Es…

  • … stärkt die Muskulatur, die Koordinationsfähigkeit, die Beweglichkeit und den Gleichgewichtssinn. Damit schützt es auch langfristig vor Verletzungen.
  • … fördert als klassischer Ausdauersport die Fitness und unterstützt das Herz-Kreislauf-System.
  • … regt das Gehirn an, stärkt die Konzentrationsfähigkeit und soll sogar Demenz vorbeugen können.
  • … soll altersbedingten Krankheiten entgegenwirken und Rückenschmerzen, Arthrose und sogar Parkinson lindern können.
  • … fördert die Gemeinschaft und hilft gegen Einsamkeit. Menschen, die sozial aktiv sind, leiden zudem weniger unter depressiven Verstimmungen.
  • … verbrennt Kalorien – etwa 350 kcal im Schnitt in der Stunde. Auch bei einem langsamen Walzer sind es immerhin noch circa 200 kcal.
  • … soll Stress mindern können und macht vor allem Spaß.

Außerdem gibt es beim Tanzen in der Regel nur ein geringes Verletzungsrisiko – auch das macht die Sportart ideal für Seniorinnen und Senioren.

Tanzen lernen – hier geht es

Zahlreiche Tanzschulen bieten spezielle Kurse für Seniorinnen und Senioren an, auch Sportvereine, Tanzsportvereine und Seniorentreffs haben altersgerechte Angebote, bei denen die Teilnehmenden wieder die jeweiligen Grundschritte lernen und moderat an den Tanzsport herangeführt werden. In vielen Städten gibt es auch Tanztees – kleine Tanzveranstaltungen – für verschiedene Altersgruppen oder auch Senioren-Discos. Dafür sollten die Tänzerinnen und Tänzer aber etwas Routine haben. 

Tanzen für Seniorinnen und Senioren – spezielle Angebote

Ob Foxtrott, Cha-Cha-Cha oder Walzer – viele Seniorinnen und Senioren fangen nach längeren Pausen wieder an zu tanzen. Sich im Rhythmus der meist auch vertrauten Musik mit der Tanzpartnerin oder dem Tanzpartner übers Parkett zu bewegen, verbindet und macht gute Laune. Und der vielleicht größte Vorteil ist: Es gibt kaum Einschränkungen. Denn es existieren inzwischen zahlreiche Angebote – nicht nur für ältere, sondern auch für körperlich eingeschränkte Tänzerinnen und Tänzer. Darüber hinaus erinnern die melodischen Klänge auf dem Tanzparkett einige Seniorinnen und Senioren auch an frühere Zeiten und lassen sie in Erinnerungen schwelgen.

  • Beim Rollator-Tanz, der in Holland erfunden wurde, fungiert die Gehhilfe als Tanzpartner.
  • Wem der traditionelle Paartanz nicht zusagt, findet passende Angebote – etwa beim Linedance. Hier tanzt jeder oder jede für sich, aber dennoch in der Gruppe.
  • Nicht ausschließlich für Seniorinnen und Senioren etabliert, haben sich Rollstuhltänze. Dabei bewegt sich die Rollstuhlfahrerin oder der Rollstuhlfahrerin in der Gruppe zur Musik. Auch die Malteser bieten so etwas an: Der Rollstuhltanz ist im Rahmen der Rom-Wallfahrt immer ein ganz besonderes Highlight für Pilgerinnen und Pilger.
  • Eine spezielle Tanzart für Seniorinnen und Senioren ist auch das Tanzen im Sitzen. Es eignet sich vor allem für ältere Menschen, die in ihren Bewegungsabläufen eingeschränkt sind.

Doch egal, für welches Angebot Sie sich entscheiden: Es kommt in erster Linie auf den Spaß an. Tanzen macht einfach gute Laune und das ist die beste Motivation, um sich regelmäßig zu bewegen; wenn Sie es nicht übertreiben. Denn beim Sport im Alter gilt grundsätzlich: Es sollte nicht um Leistungsdruck, sondern um die Freude an der Bewegung gehen. Deshalb sollte der Tanzsport anfangs auch moderat ausgeführt und gegebenenfalls erst langsam gesteigert werden.

Die Sitztanz-Angebote der Malteser

Bei dieser Art des Tanzes sitzen die Seniorinnen und Senioren in der Regel auf einem Stuhl im Kreis und bewegen sich rhythmisch zur Musik. Das macht Spaß, schult die Bewegungsabläufe, fördert die Durchblutung des Kreislaufsystems und kann langfristig auch Beweglichkeit und Körperkoordination steigern. Gerade für hochbetagte Menschen ist diese Form der Bewegung ideal geeignet. Denn Sitztanzen kombiniert spielerisch vertraute Musik mit einfachen Bewegungen. Da Sitztanzen vor allem in Gruppen angeboten wird, fördert es das Gemeinschaftsgefühl und die Kommunikation unter den Teilnehmenden. Auch die Malteser bieten zahlreiche Sitztanz-Angebote an.

Noch mehr Infos zum Seniorentanz

Der Bundesverband Seniorentanz e.V. (BVST) bringt jede Woche etwa 200.000 Menschen zum Tanzen. Auf der Website  gibt es viele Infos und spezielle Tänze. Auch Tanzreisen für Seniorinnen und Senioren werden angeboten. Außerdem fördert der Verband grundsätzlich den Seniorentanz und engagiert sich für die Aus- und Weiterbildung spezieller Tanzleiterinnen und Tanzleiter.


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