Notruf-Apps: Mit dem Smartphone auf der sicheren Seite

Medizinischer Notfall, Vergiftung, Unwetter – schnell und unerwartet können wir in eine Notsituation geraten. In einer solchen Lage kann das Smartphone Leben retten. Vorausgesetzt, du hast die entsprechenden Apps installiert. Wir stellen die besten Notruf-Apps vor.

Darum geht's:


Notruf-App Echo112: Weltweiter Notdienst

Notfall! Wähle ich die 112? Oder doch die 110? In einer extremen Situation vergessen wir schnell die grundlegendsten Dinge. Erst recht während eines Auslandsaufenthalts.

Die Notruf-App Echo112 will sicherstellen, dass du immer und in jeder Lage die richtige Notdienstnummer zur Hand hast – weltweit! Echo112 erkennt deinen Standort und zeigt die korrekte Notrufnummer an. Ein Tippen auf die entsprechende Taste startet automatisch den Notruf, die Nummer musst du nicht wählen. Gleichzeitig übermittelt die App den Notfallkräften deine genaue Position. Ist keine mobile Internetverbindung möglich, schickt Echo112 den Rettern eine SMS. Gut: Eine Testfunktion ermöglicht es dir, dich im Vorwege mit den Features der Anwendung vertraut zu machen.

Erhältlich ist die Notruf-App für Android und iPhone (gratis).

Warnung vor Katastrophen: NINA

Aus dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) kommt NINA, die Notfall-Informations- und Nachrichten-App. Die Software informiert im Gefahren- und Katastrophenfall – warnt also etwa vor Stürmen, Hochwasser, Großbränden oder sich ausbreitenden Gefahrstoffen.

Du kannst die Warnungen regional eingrenzen, beispielsweise auf deinen Wohnort. Daneben bietet die App Expertentipps und Verhaltenshinweise für eine Reihe von möglichen Notfallsituationen.

Erhältlich ist die Notruf-App für Android und iPhone (gratis).

Deine Medizin-Daten: Notfall-ID

Blutgruppe, Krankheiten, Allergien – wenn ein Notarzt bei dir schnell die nötigen Schritte einleiten muss und du nicht ansprechbar bist, ist ein medizinisches Profil mit den grundlegenden Gesundheitsinformationen wichtig. Ansonsten kann schnell wichtige Zeit verstreichen. Schlimmstenfalls trifft der Arzt sogar aufgrund fehlender Infos die falsche Entscheidung.

Die App Notfall-ID speichert deine medizinischen Daten und wichtige Kontaktinformationen. Im Notfall können Rettungskräfte auch über den gesperrten Handybildschirm auf die App zugreifen.

Zusätzlich verfügt die App über eine Notfall-Alarmfunktion, über die du mit einem Fingertipp eine Notruf-SMS oder Sprachnachricht zusammen mit dem aktuellen Standort an festgelegte Kontakte versenden kannst.

Erhältlich ist die Notruf-App für Android (gratis).

Eine Notruf-App ersetzt keinen Arzt!

Klar, Notruf-Apps sorgen für mehr Sicherheit. Aber nur auf die Software zu vertrauen, ist fahrlässig! Wirst du also Zeuge eines medizinischen Notfalls, versuche nicht, den Helden zu spielen und Betroffene allein zu retten. Natürlich solltest du Erste Hilfe zu leisten. Verzichte aber niemals darauf, gleichzeitig Rettungskräfte und Ärzte zu alarmieren. Wenn du dies unterlässt, spielst du mit dem Leben eines Menschen!

Nachschlagewerk: Vergiftungsunfälle bei Kindern

Vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) kommt die Notruf-App Vergiftungsunfälle bei Kindern. Gerade Kinder sind anfällig für Vergiftungen – Medikamente und Reinigungsmittel sind schnell verschluckt, ebenso können bis dato unbekannte allergische Reaktion auf einen Insektenstich auftreten. Wie du einer Vergiftung vorbeugst und was im Notfall zu tun ist, sagt dir die BfR-App.

Zudem kannst du direkt aus der App heraus eins der neun deutschen Giftinformationszentren (GIZ) anrufen. Hast du die Ortungsfunktion deines Smartphones aktiviert, wird automatisch eine Verbindung mit dem für dich zuständigen GIZ hergestellt.

Erhältlich ist die Notruf-App für Android und iPhone (gratis).

Auf der sicheren Seite mit Erste-Hilfe-Kurs

Jede noch so gute App hat im Notfall einen Haken: Sie kann keine Erste Hilfe leisten. Wenn du dir unsicher bist, wie du reagieren kannst, frische dein Wissen auf und besuche einen Erste-Hilfe-Kurs in deiner Nähe.

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