FSJ-Voraussetzungen im Überblick

Ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) ist ein Freiwilligendienst für Jugendliche und junge Erwachsene. Du möchtest nach der Schule etwas Gutes tun, Menschen helfen, erste Berufserfahrungen im sozialen Bereich sammeln? Ein Freiwilliges Soziales Jahr ist an Voraussetzungen geknüpft. Erfahre hier mehr.

Darum geht's:


Was dich im Freiwilligen Sozialen Jahr erwartet

In sozialen, medizinischen und kulturellen Einrichtungen sind helfende Hände immer willkommen. Die Einsatzbereiche für ein Freiwilliges Soziales Jahr reichen von der Kinder- und Jugendarbeit in Kindergärten und Sportvereinen über Sozialdienste, Behindertenbetreuung und Tätigkeiten in Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern – zum Beispiel bei den Maltesern.

Deine Aufgaben: Du unterstützt und hilfst anderen Menschen in Alltag und Freizeitgestaltung, bist einfach für sie da. Tipp: FSJlerin Ayse erzählt hier, wie ihre Tätigkeit in einer Einrichtung für junge Pflege aussieht.

Ein FSJ lohnt sich, es ist mehr als ein Praktikum. Du erhältst eine fachkundige Betreuung, wirst weitergebildet und kannst dich beruflich orientieren, indem du erste praktische Joberfahrung sammelst. Du kannst die Wartezeit auf Ausbildung oder Studium sinnvoll überbrücken. Der Zeitraum des Freiwilligendienstes wird dir als Wartesemester angerechnet.

Junger autistischer Mann mit Begleitung in einem Kuhstall beim Füttern
Mit dem FSJ die Wartezeit auf Ausbildung sinnvoll überbrücken.

Verdienst, Urlaub, Unterkunft und Versicherungen

Du erhältst für dein FSJ eine Aufwandsentschädigung für deine geleistete Tätigkeit von rund 40 Wochenstunden. Die Höhe deines Taschengeldes legt der Träger der Einrichtung fest. In der Regel bekommst du um die 500 Euro im Monat.

Der Kindergeldanspruch bleibt bestehen, es gibt 26 Urlaubstage und weitere Ermäßigungen. Die Einsatzstelle übernimmt die Kosten für Kranken-, Renten-, Pflege-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung.

Formale Voraussetzungen fürs Freiwillige Soziale Jahr

Du musst dich auf eine freie Stelle bewerben, die die Voraussetzungen an einen Freiwilligendienst erfüllt. Vorerfahrungen benötigst du keine. Schau dich gleich mal auf der Malteser-Platzbörse um, hier findest du freie Stellen vor Ort.

Die Bewerbung ist unabhängig von Abschluss und Schulnoten. Es spielt keine Rolle, ob du eine Ausbildung oder ein Studium angefangen und abgebrochen hast. Auch geflüchtete oder ausländische Menschen können sich bewerben. Die deutsche Staatsbürgerschaft ist nicht erforderlich, eine Arbeitserlaubnis wird allerdings benötigt. Gute Deutschkenntnisse sind selbstverständlich auch von Vorteil. Die Details regelt das FSJ-Gesetz.

Voraussetzung für ein FSJ ist, dass du mindestens 15 und maximal 26 Jahre alt bist, deinen Lebensmittelpunkt in Deutschland hast oder einen Großteil deines Lebens in Deutschland gelebt hast. Freiwilligendienste im Ausland sind ab 18 Jahren möglich. Bist du älter, kannst du auch einen Bundesfreiwilligendienst leisten. Das FSJ dauert mindestens sechs Monate, in der Regel zwölf Monate und längstens 18 Monate. Nur in Ausnahmefällen sind auch zwei Jahre möglich.

FSJ und BFD: Der Unterschied

Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) ist dem FSJ nahezu gleichgestellt, bei den Leistungen gibt es kaum Unterschiede. Die Freiwilligen heißen BFDler und absolvieren ein „Bufdi“. Es gibt keine Altersbegrenzung nach oben, das Engagement in Teilzeit möglich. In der Regel dauert der Bundesfreiwilligendienst sechs bis 18 Monate.

Freiwilliges Soziales Jahr: Diese Voraussetzungen solltest du mitbringen

In erster Linie musst du Lust haben, dich zu engagieren. Beim FSJ oder BFD wirst du neue Seiten an dir kennenlernen und herausfinden, ob die soziale Tätigkeit wirklich zu dir passt. Das Gute ist, dass du in dieser Zeit intensiv begleitet und angeleitet wirst. Überlege dir im Vorfeld gut, worauf du wirklich Lust hast. Wir empfehlen dir, vor einem Freiwilligen Sozialen Jahr mindestens einen Tag zu hospitieren und so reinzuschnuppern. Hier eine Liste mit Eigenschaften die du mitbringen solltest:

  • gute gesundheitliche Verfassung
  • Engagement
  • Lernbereitschaft
  • Offenheit, Kontaktfreude und Lust auf Austausch
  • Hilfsbereitschaft und Empathie
  • Einsatzbereitschaft und Durchhaltevermögen
  • Verantwortungsbewusstsein
  • mentale Stärke und Stressresistenz
  • Lust auf eine intensive Zeit mit vielen Herausforderungen

Wenn ein FSJ nichts für dich ist, ist vielleicht ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) die Alternative: Du bist im Umweltschutz tätig oder engagierst dich anderweitig und hilfst ehrenamtlich.


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