Friedensdienst: Tatkraft für Frieden und Hoffnung

Du möchtest dabei helfen, Frieden zu schaffen, und Leidtragende von Krieg und Krisen aktiv unterstützen? Überall auf der Welt engagieren sich Ehrenamtliche für andere Menschen und für den Frieden – zum Beispiel bei den Malteser Volunteers.

Darum geht's:


Was versteht man unter Friedensdienst?

Nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine war bei der Berichterstattung über freiwillige Helferinnen und Helfer vermehrt von „Friedensdienst“ die Rede. Im Rahmen eines solchen Dienstes engagieren sich Ehrenamtliche weltweit – insbesondere in Krisenregionen – und unterstützen Organisationen und Initiativen an den jeweiligen Orten dabei, die Grundlagen für einen nachhaltigen Frieden zu schaffen und den gewaltfreien Umgang mit Konflikten und Konfliktpotenzialen zu fördern. Zu den Aufgaben und Ansatzpunkten des internationalen Friedensdienstes gehören unter anderem:

  • Vermittlung in Konflikten und Beratung und Ausbildung zu Methoden und Konzepten ziviler Konfliktbearbeitung
  • Erinnerungs- und Versöhnungsarbeit
  • Einsatz für die Völkerverständigung
  • Rechtssicherheit in den Krisenregionen stärken
  • Für Menschenrechte eintreten und eine Öffentlichkeit für die Anliegen benachteiligter Menschen schaffen
  • Begleitung ehemaliger Soldaten auf ihrem Weg zurück ins zivile Leben
  • Hilfe für Opfer von Gewalt und Arbeit mit traumatisierten Menschen
  • Unterstützung von Geflüchteten bei ihrer Reintegration
  • Aufbau von Kooperations- und Dialogstrukturen
  • Aktionen gegen Aufrüstung und Militarisierung
  • Stärkung der Informations- und Kommunikationsstrukturen, die den Ursachen und Auswirkungen gewaltsamer Konflikte auf den Grund gehen (zum Beispiel die Förderung von Friedensjournalismus, Vernetzung von Friedensorganisationen)
  • Friedenspädagogik betreiben
  • Feindbilder abbauen

Warum ist der Friedensdienst so wichtig?

Die schockierenden Bilder aus der Ukraine führen uns derzeit wieder täglich vor Augen, dass Gewalt keine nachhaltige Maßnahme zur Lösung von Konflikten ist. Um echte gesellschaftliche Veränderungsprozesse in Gang zu setzen, braucht es andere Mittel und vor allem: Menschlichkeit. Die wird beim Friedensdienst gelebt. Die Möglichkeiten, sich zu engagieren, sind vielfältig – Leonie zum Beispiel war zum Sozialen Friedensdienst im Ausland in der Ukraine und hat dort unter anderem in einer Suppenküche für Bedürftige und in einem Kinderheim gearbeitet.

Unterstütze auch du die Menschen in der Ukraine

Auch wenn du nicht selbst vor Ort sein kannst, kannst du den Menschen in der Ukraine helfen. Die Malteser sind in der Ukraine und den angrenzenden Ländern aktiv und unterstützen zum Beispiel die Schutzsuchenden und entsenden Hilfstransporte. Mit einer Spende kannst du ihre Arbeit in der Ukraine unterstützen.

Für erfahrene Fachkräfte: Ziviler Friedensdienst (ZFD)

Der Zivile Friedensdienst (ZFD) wurde 1999 gegründet und wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert. Neun deutsche Friedens- und Entwicklungsorganisationen führen den ZFD gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen durch. Der ZFD entsendet weltweit Fachkräfte mit Berufs- und Lebenserfahrung (Mindestalter: 25 Jahre) in Krisengebiete. Aktuell engagieren sich rund 370 internationale ZFD-Fachkräfte in 44 Ländern in Afrika, Lateinamerika, Asien, im Nahen Osten und in Europa.

Das „Malteser Volunteers“-Programm Dein Einsatz im Ausland!

Eine großartige Möglichkeit für junge Menschen, sich ehrenamtlich im Ausland zu engagieren, ist das „Malteser Volunteers“-Programm. Ein Programm des Auslandsdienstes der Malteser, das es seit 2018 gibt – damals noch unter dem Namen Skilled Volunteers. Für eine begrenzte Zeit unterstützt du vor Ort die ausländischen Partnerorganisationen der Malteser. Ob Leitung eines Erste-Hilfe-Kurses, Schulungen zur psychosozialen Arbeit oder die Mitarbeit in sozialen Projekten: Die Einsatzgebiete und -arten sind ganz unterschiedlich – was genau du leistest, entscheidet der Bedarf vor Ort. Die meisten Projekte gibt es in Mittel- und Ost-Europa. Henriette hat zum Beispiel als Malteser Volunteer vier Wochen in Litauen gelebt und die dortigen Malteser bei der häuslichen Pflege unterstützt. Ihr Fazit: „Ich durfte internationalen Malteser-Spirit erleben – mehr ‚als Malteser ist man nicht allein‘ geht nicht.“

Werde auch du ein Malteser Volunteer!

Du möchtest auch Partnerschaft erleben, gemeinsam Nächstenliebe schenken und dein Knowhow in einem anderen Land einbringen? Einsatzmöglichkeiten, Einsatzorte sowie die Bewerbungsmöglichkeiten für die Malteser Volunteers findest du hier.


Bewerte diesen Artikel

 
 
 
 
 
 
6
1
5
3.65