Trier-Ehrang. Im Rahmen seiner Sommertour besuchte Staatsminister Marcus Klein das Trierer Hilfsprojekt „Herz+Hand“, das sich seit fast zwei Jahrzehnten für bedürftige, einsame und geflüchtete Menschen einsetzt. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Wolfram Leibe informierte er sich über die Arbeit der rund 20 Ehrenamtlichen und tauschte sich mit ihnen über die Herausforderungen und Bedürfnisse des Ehrenamts aus.
Empfangen wurden die Gäste von Pastor Paul Diedrichs, Gemeindereferent Robert Friedrich und Pastorin Vanessa Kluge. Projektleiter Jürgen Schmitt, ehemaliger Diözesangeschäftsführer der Malteser in Trier, stellte die Arbeit von „Herz+Hand“ vor: Aktuell versorgt die Initiative 54 Haushalte mit rund 102 Menschen regelmäßig mit Lebensmitteln. Darüber hinaus unterstützen die Ehrenamtlichen bei Behördengängen, Wohnungsproblemen und anderen Herausforderungen des Alltags.
„Wenn wir die Lebensmittel ausliefern, erfahren wir oft von weiteren Sorgen und Nöten der Familien. Dann versuchen wir, auch dort Unterstützung zu leisten“, berichtet Schmitt.
Beeindruckt zeigte sich Staatsminister Klein von der gelebten Solidarität vor Ort. Im Gespräch mit den Ehrenamtlichen nahm er zahlreiche Anregungen mit, wie freiwilliges Engagement künftig durch weniger Bürokratie und bessere Rahmenbedingungen gestärkt werden kann.
Auch Oberbürgermeister Wolfram Leibe betonte die Bedeutung verlässlicher Unterstützung für das Ehrenamt: „Ehrenamt braucht die Unterstützung hauptamtlicher Strukturen. Diese sind nicht kostenlos zu haben, sondern müssen dauerhaft gesichert werden.“
Dass „Herz+Hand“ seit vielen Jahren erfolgreich arbeiten kann, verdankt das Projekt dem Einsatz der zahlreichen Ehrenamtlichen, der Unterstützung der Malteser und vielen Spenderinnen und Spendern. Jürgen Schmitt dankte daher ausdrücklich seinem Nachfolger im Amt, dem Diözesangeschäftsführer, Werner Sonntag, der dem Projekt jederzeit gewogen sei und unkompliziert helfe. Schmitt betonte, dies habe sich insbesondere nach der Flutkatastrophe im Jahr 2021 gezeigt, als das Auslieferungsfahrzeug des Projekts ersetzt werden musste.
Der Besuch machte deutlich, welche wichtige Rolle Projekte wie „Herz+Hand“ für den gesellschaftlichen Zusammenhalt spielen. Hier wird Nächstenliebe nicht nur diskutiert, sondern jeden Tag ganz praktisch gelebt.