Speyer. Der Malteser Hilfsdienst in der Diözese Speyer hat in diesem Jahr erneut die Osterkerze für den Speyerer Dom gestiftet. Diözesanleiter Prof. Dr. Christopher Wolf und sein Stellvertreter Matthias Geist übergaben die Kerze feierlich an Domkapitular Peter Schappert, der im Domkapitel für die Liturgie verantwortlich ist.
„Die Osterkerze ist für uns das Zeichen, dass das Licht über die Dunkelheit siegt. Wir verbinden damit die Hoffnung auf eine friedlichere Welt“, betonten Wolf und Geist bei der Übergabe. Friedensarbeit sei ein elementarer Bestandteil des maltesischen Dienstes – gerade angesichts der anhaltenden Konflikte in der Ukraine, im Sudan und im Nahen Osten.
Domkapitular Schappert dankte für die Spende der Kerze, die traditionell im Speyerer Karmel gefertigt wird: „Die Osterkerze steht für Christus, der auferstanden ist und jedem Menschen Leben und ewiges Leben verspricht. Ich wünsche mir, dass unser Glaube daran auch dort, wo es heute dunkler ist, Hoffnung und Zuversicht fördert.“
Hintergrund: Die Bedeutung der Osterkerze
In der Osternacht wird die neue Osterkerze als einziges Licht in den dunklen Dom getragen. Beim feierlichen Einzug erklingt dreimal der Ruf „Lumen Christi“ – „Licht Christi“ –, auf den die Gemeinde mit „Deo gratias“ antwortet. Anschließend wird das Licht der Osterkerze an die Kerzen der Gläubigen weitergegeben und erhellt den gesamten Kirchenraum.
Die Kerze steht auf dem Leuchter im Altarraum als Symbol für den auferstandenen Christus. Ihre weiße Farbe verweist auf Hoffnung und neues Leben. Liturgische Kerzen müssen traditionell einen bestimmten Anteil an Bienenwachs enthalten – Ausdruck der Wertschätzung edler Materialien in der Liturgie.
Über den Malteser Hilfsdienst
Mit über einer Million Mitgliedern und Förderern gehört der Malteser Hilfsdienst zu den großen caritativen Dienstleistern in Deutschland. Seit der Gründung 1953 durch den Malteserorden und den Deutschen Caritasverband stehen der Dienst am Nächsten und die Hilfe für Bedürftige im Mittelpunkt.
In der Diözese Speyer engagieren sich mehr als 2.000 Haupt- und Ehrenamtliche an 15 Standorten in der Pfalz und Saarpfalz – im Katastrophenschutz, Sanitätsdienst, in der Erste-Hilfe-Ausbildung, der Jugendarbeit sowie in vielfältigen sozialdienstlichen Angeboten. Der Auslandsdienst unterstützt weltweit Partnerorganisationen und entsendet Fachkräfte in Krisengebiete.