Apps für Seniorinnen und Senioren: Alltagshelfer auf dem Smartphone

Smartphones sind heute Teil des Alltags – und das zunehmend auch für Seniorinnen und Senioren. Was die Geräte im Alltag erst so nützlich und vielseitig macht, sind die darauf installierten Apps. Wir möchten Ihnen hier einige besonders lohnenswerte Applikationen, kurz Apps, vorstellen.

Wie Apps den Alltag erleichtern

Inzwischen stehen Millionen von Apps in den virtuellen Läden der verschiedenen Anbieter zum Herunterladen bereit. Viele dieser Programme dienen allein der Unterhaltung, andere können uns jedoch in allen erdenklichen Bereichen des Lebens unterstützen. Eine besonders wichtige Funktion ist sicher die Kommunikation – sei es mit Freunden, der Familie oder auch Arztpraxen und Notdiensten. Ebenfalls gerade für Seniorinnen und Senioren interessant: das Thema Medikamente. Hier helfen Apps bei der Einhaltung von Dosierungen und erinnern an die richtigen Zeiten zur Einnahme. Und falls Fragen auftreten, ist die nächste Arztpraxis oder Apotheke mit der passenden App schnell gefunden. 

Apps sind Einkaufszettel und Schnäppchen-Finder im Supermarkt, rufen ein Taxi, sagen uns, wie das Wetter wird, sind Wegweiser, persönlicher Fitness-Coach, Übersetzer oder Schach-Gegner. Das Gute: viele Alltags-Apps sind kostenlos. Wer möchte, kann sie also nach Lust und Laune ausprobieren. Wichtig ist jedoch, den Überblick zu wahren, sodass die wirklich relevanten Apps auf dem Smartphone nicht erst lange gesucht werden müssen. Hinter dem nachfolgenden Link haben wir übrigens weitere Informationen rund um das Thema Smartphones für Seniorinnen und Senioren zusammengetragen.

Empfehlenswerte Apps für Seniorinnen und Senioren

WhatsApp

WhatsApp ist eine der meistgenutzten und bekanntesten Messenger-Apps – und damit ideal, um mit Freunden und Verwandten in Kontakt zu bleiben. Mit WhatsApp können unkompliziert Textnachrichten, Bilder und Videos an eine oder mehrere Personen (zum Beispiel die ganze Familie) verschickt werden. Besonders praktisch sind Sprachnachrichten: Statt lange Texte mühsam einzutippen, startet man die Aufnahmefunktion und redet einfach los. 

Mein Notruf

Diese App kann im Ernstfall Leben retten. Ein Knopfdruck genügt, um einen Notruf abzusetzen. Die genaue Position des Absenders wird per Satellitenortung ermittelt. So können die vom Betreiber alarmierten Rettungskräfte schnell helfen, selbst wenn die betroffene Person nicht mehr in der Lage ist, entsprechende Angaben zu machen. Mein Notruf ist eine kostenpflichtige App, aber gerade für alleinlebende Seniorinnen und Senioren ein Plus an Sicherheit. Diese App ersetzt natürlich nicht die Sicherheit in den eigenen vier Wänden, die ein Hausnotrufgerät, beispielsweise von den Maltesern, bietet. Ein Hausnotruf-Service übernimmt je nach Vertrag und Verfügbarkeit den eigenen Haustürschlüssel, ist über die Vorerkrankungen informiert und kann im Fall der Fälle schnell und unkompliziert Hilfe leisten – bei den meisten Stürzen in der eigenen Wohnung auch mit eigens qualifiziertem Personal und ohne den Einsatz des Rettungswagens. Wenn Betroffene allerdings auf die Hilfe des Rettungsdienstes angewiesen sind, wird natürlich sofort ein Notruf abgesetzt.

Apothekenfinder

In der Heimat hat jeder seine Stamm-Apotheke. Aber was ist, wenn man auf Reisen ist oder die Familie besucht? Mit der Apothekenfinder-App bekommt man alle Adressen in der Umgebung angezeigt und kann sich über die Routen-Funktion den schnellsten Weg dorthin berechnen lassen. Angezeigt wird auch, welche Apotheke gerade Notdienst hat. Zu jeder Adresse kann die entsprechende Telefonnummer direkt angewählt werden. Die App gibt es für die Betriebssysteme iOS und Android.

MyTherapy

Mit dem Alter kommen die kleinen und größeren Beschwerden – und damit einhergehend entsprechend viele Medikamente, an die man denken muss. Mit MyTherapy kann man sich sicher sein, die nötige Medikation stets einzuhalten. Die kostenlose App erinnert zuverlässig an Einnahmezeit und Dosis von Tropfen, Tabletten und Pillen, aber auch an die Messung von Blutdruck oder Blutzucker. Diese Werte können direkt in der App eingetragen und später zum Beispiel mit der Hausärztin oder dem Hausarzt geteilt werden. Prinzipiell gilt natürlich, dass keine App einen Arztbesuch ersetzen kann. Die Helfer auf dem Smartphone sollen vielmehr unterstützend wirken. 

Speechnotes

Gerade auf dem Smartphone oder Tablet kann das Tippen längerer Texte eine echte Herausforderung sein. Abhilfe schafft hier Speechnotes. Die App wandelt Gesprochenes in Text um. Dieser kann einfach als Dokument gespeichert und per E-Mail verschickt werden.

BIG Launcher

Größere Schrift, bessere Übersicht und einfache Bedienbarkeit sind die Vorteile spezieller Senioren-Smartphones. Mit BIG Launcher kann man diese Punkte auf jedes Standard-Smartphone übertragen. Die App modifiziert die Benutzeroberfläche des Gerätes. Symbole und Schriften werden vereinfacht und größer dargestellt und auch die Einstellungen leichter gemacht. Als Bonus gibt es eine Vorlesefunktion, welche die jeweilige Anwendung hinter den Symbolen beschreibt oder auch die Uhrzeit ansagt. Je nach Smartphone beziehungsweise Betriebssystem können spezielle Bedien- und Eingabehilfe auch ohne Apps genutzt werden. Eine Anleitung findet sich beispielsweise hier.

Neuronation

Wer sich fit im Kopf hält, hat im Alter weniger Probleme. Und gerade wichtige geistige Fähigkeiten wie das Gedächtnis lassen sich trainieren. Dabei helfen Apps wie Neuronation. Spielerische Übungen stärken die Konzentration, logisches Denken und das Erinnerungsvermögen. Persönliche Fortschritte werden dokumentiert – und motivieren, sich weiter zu verbessern. 

IT-Kurse für Seniorinnen und Senioren

Der Umgang mit PC, Tablets, Smartphones und deren zahlreichen Funktionen erfolgt bei jungen Menschen heute intuitiv und alltäglich. Für Seniorinnen und Senioren ist die neue Technologie längst nicht so zugänglich – angefangen bei der Steuerung über einen Touchscreen bis hin zum Erstellen, Speichern und Versenden von Dateien wie Bildern, Texten oder Videos. Hilfestellungen kann natürlich immer die jüngere Verwandtschaft, Angehörige oder Bekannte geben. Wer sich aber selbständig und intensiver mit dem Thema beschäftigen will, findet auch professionelle Angebote. 

Eine gute Anlaufstelle bieten die lokalen Volkshochschulen mit entsprechenden Kursen für Einsteiger und Fortgeschrittene. Auch die Malteser bieten Unterstützung – mit den IT-Lotsen oder lokalen IT-Treffs für Seniorinnen und Senioren. Zudem gibt es auch immer mehr private Initiativen oder auch Computerclubs, die sich auf Hilfe für Seniorinnen und Senioren spezialisiert haben. Mit etwas fachkundiger Unterstützung bei der Recherche im Internet findet jeder schnell das passende Angebot für sich.


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