Dinkelsbühl. Nach vier Festivaltagen Summer Breeze Open Air ziehen die Malteser eine positive Bilanz ihres Sanitätsdienstes. Insgesamt versorgten die Einsatzkräfte während des Festivals 2.434 Patientinnen und Patienten. Damit bewegte sich das Einsatzaufkommen im erwarteten Rahmen für eine Veranstaltung dieser Größenordnung.
„Hinter uns liegen intensive Tage mit unterschiedlichen Einsatzlagen und großer Hitze. Dank der hervorragenden Vorbereitung und des großen Engagements unserer Helferinnen und Helfer konnten wir die medizinische Versorgung jederzeit sicherstellen“, erklärt Einsatzleiter Thomas Haas von den Maltesern in Bayern.
Die meisten Hilfeleistungen entfielen auf typische Festivalbeschwerden wie Kreislaufprobleme, Dehydrierungen, Insektenstiche, Sonnenbelastungen sowie kleinere Schnitt-, Sturz- oder Gelenkverletzungen. Insgesamt mussten 82 Patientinnen und Patienten vom öffentlichen Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser transportiert werden.
„Unser Ziel ist es, die Besucherinnen und Besucher möglichst direkt auf dem Gelände zu versorgen, damit sie ihren Festivalaufenthalt fortsetzen können. Das gelingt in den allermeisten Fällen sehr gut“, sagt Stefan Simon, stellvertretender Einsatzleiter der Malteser aus Baden-Württemberg. „Die Festivalgäste haben außerdem erneut gezeigt, dass Rücksichtnahme und gegenseitige Unterstützung ein wichtiger Teil der Summer-Breeze-Kultur sind.“
Insbesondere die Witterungsbedingungen stellten die Einsatzkräfte zeitweise vor Herausforderungen. „Die Tagen unter großer Hitze mit teils deutlich über 30 Grad, die Party im Infield, die Wiesenwege zu den Schlafplätzen und der obligatorische Mangel an Schlaf bei einem Festival machen sich bei den Festivalbesuchern natürlich bemerkbar. Die meisten gesundheitliche Beschwerden konnten unsere Teams jedoch schnell und professionell vor Ort behandeln“, so Haas.
Meist stehen die Beschwerden im direkten Zusammenhang mit der großen Hitze. Simon: „Dehydrierungen, Sonnenstiche, allergische Reaktionen - das sind die häufigsten Behandlungen heuer. Dazu kommen auch Gelenkverletzungen, wenn man auf dem Gelände umknickt oder mal stürzt." Damit es für erkrankte Fans schnell zurück zu den Konzerten gehen kann, sorgten sich immer zwischen 300 und 350 Helferinnen und Helfern in einem 24/7-Schichtbetrieb für die sanitätsdienstliche Absicherung. Neben Sanitäterinnen und Sanitätern engagierten sich zahlreiche Kräfte in den Bereichen Logistik, Verpflegung, Fernmeldedienst, Technik, Verwaltung und Einsatzführung.
„Ein Einsatz dieser Größenordnung funktioniert nur, wenn viele unterschiedliche Fachbereiche Hand in Hand arbeiten. Das sieht man auf dem Festivalgelände oft nicht, ist aber die Grundlage dafür, dass die medizinische Versorgung rund um die Uhr funktioniert“, erklärt Bernd Schiele, Leiter des Stabes der Einsatzleitung.
Um schnelle Hilfe auf dem gesamten Festivalgelände sicherzustellen, betrieben die Malteser neben dem zentralen Medical Center mehrere Unfallhilfsstellen und sanitätsdienstliche Anlaufpunkte. Ergänzt wurde das Versorgungskonzept durch mobile Erstversorgungstrupps, die direkt auf dem Gelände unterwegs waren.
„Unsere Teams waren jederzeit dort präsent, wo sie gebraucht wurden. Gerade die mobilen Einsatzkräfte sorgen dafür, dass Hilfe oft innerhalb weniger Minuten bei den Patientinnen und Patienten ankommt“, so Haas.
Auch organisatorisch fällt das Fazit positiv aus. „Das Summer Breeze ist jedes Jahr ein besonderer Einsatz. Die Zusammenarbeit mit dem Veranstalter, den Behörden, den Rettungsdiensten und allen beteiligten Organisationen war erneut sehr professionell und partnerschaftlich“, betont Simon.
Ein besonderer Dank gilt aus Sicht der Einsatzleitung den zahlreichen Ehrenamtlichen. „Unsere Helferinnen und Helfer investieren einen großen Teil ihrer Freizeit in diesen Einsatz. Sie übernehmen Verantwortung, arbeiten oft lange Schichten und leisten dabei hochprofessionelle Arbeit. Darauf können wir sehr stolz sein“, sagt Haas.
Nach dem Abbau und der Rückreise steht für die meisten Einsatzkräfte nun zunächst Erholung auf dem Programm. Die Malteser ziehen dennoch bereits jetzt ein positives Fazit: „Das Summer Breeze 2026 war ein friedliches Festival mit einer tollen Atmosphäre. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten, den Behörden und unseren Partnern für die gute Zusammenarbeit. Insbesondere den Besucherinnen und Besuchern gehört für ihr umsichtiges Verhalten ein großes Kompliment ausgesprochen. Genau solche Veranstaltungen zeigen, was Gemeinschaft und Ehrenamt leisten können“, resümiert Simon.
Malteser-Sanitätsdienst beim Summer Breeze 2026
- 400 Helferinnen und Helferim Einsatz (inkl. Logistik, Unterkunft und Verpflegung)
- 2.434 medizinische Versorgungen
- 82 Transporte in umliegende Krankenhäuser, davon 36 im Krankentransport, 36 im Rettungsdienst und 10 mit Notarzt
- Rund-um-die-Uhr-Betrieb über die Festivaltage
- Medical Center als zentrale Versorgungsstelle, zusätzlich 2 Unfallhilfsstellen (UHS) hinter der Main- und der T-Stage, 1 UHS beim Camping, sowie ständig mobile Erstversorgungstrupps auf dem Gelände
- Gemeinsamer Einsatz von Maltesern aus Bayern und Baden-Württemberg