Wie umgehen mit Todeswünschen?

zwischen Steinen im Wasser wächst eine kleine grüne Pflanze
Eine kostenlose Schulung zum Umgang mit Todeswünschen bietet Malteser Projektleiterin Claudia Hanrieder in Bad Reichenhall an. (Foto:mrtvolka666-Pixabay)

Bad Reichenhall/Berchtesgadener Land. Suizid und Todesgedanken sind ein Tabuthema in unserer Gesellschaft. Die Malteser möchten das Thema in den Blick nehmen, zur Enttabuisierung beitragen und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Todeswünschen vorstellen. Denn wer im privaten oder beruflichen Umfeld mit Todeswünschen konfrontiert wird, möchte in der Regel gerne helfen. In einer kostenlosen Schulung am Montag, 02. März 2026, gibt es dazu hilfreiche Informationen. Die Referentin Claudia Hanrieder, Leiterin des Malteser Projekts, wird sowohl Hintergründe zum Thema Suizid und assistierter Suizid beleuchten als auch konkrete Handlungsempfehlungen für den Umgang mit geäußerten Todeswünschen geben. Dazu gehören auch die Selbstreflexion (was es in einem selbst auslöst, wenn man von Todeswünschen erfährt) sowie ein Exkurs zum Thema Angst. Außerdem stellt sie rechtliche Aspekte und die Auswirkungen des Urteils des Bundesverfassungsgerichts zu § 217 StGB vom 26.02.2020 vor.

Die Schulung beginnt um 17 Uhr im Malteserhaus in Bad Reichenhall, Teisendorfer Str. 8, und dauert etwa drei Stunden. Es fallen keine Kursgebühren an, aber eine Anmeldung bis zum 26.02.2026 ist erforderlich.

Weitere Informationen und Anmeldung telefonisch (Montag, Dienstag) unter der Nummer 08031 – 80 957–255 oder 0170 – 96 62 527, per Mail an claudia.hanrieder@malteser.org oder über die Webseite www.malteser-bgl.de.

Hintergrund:

Claudia Hanrieder ist Heilpraktikerin für Psychotherapie mit dem Schwerpunkt Gesprächstherapie, Mediatorin und Juristin und leitet seit zwei Jahren das Malteser Projekt „Todeswünschen im Gespräch begegnen“. Menschen mit Todeswunsch, insbesondere schwer erkrankte, auf Dauer pflegebedürftige oder einsame Personen, sowie Menschen aus deren Umfeld können individuelle Gesprächstermine vereinbaren oder die monatliche Sprechstunde besuchen. Das Projekt wird unterstützt durch den Erzbischöflichen Hospiz- und Palliativfonds.

Die Malteser sind Mitglied der Hospiz- und Palliativregion Berchtesgadener Land & Landkreis Traunstein.


Zurück zu allen Meldungen