Traunstein/Altötting. 20 Pilgerinnen und Pilger aus dem Raum Traunstein haben am dritten Julisonntag an der 54. überregionalen Altötting-Wallfahrt der Malteser teilgenommen. Zwölf ehrenamtliche Malteser begleiteten acht Pilgernde mit und ohne Unterstützungsbedarf nach Altötting. Trotz kräftigen Regens gleich zu Beginn der Prozession vom Altöttinger Dultplatz hinauf zum Domplatz mit der Basilika St. Anna wurde der Tag für die Gruppe zu einem eindrucksvollen Erlebnis von Gemeinschaft und gelebtem Glauben und verlässlicher Hilfe.
Seit 1970 pilgern Malteser aus Bayern, Österreich und der Schweiz gemeinsam mit Kranken, Menschen mit Behinderung und weiteren Teilnehmenden zur Muttergottes von Altötting. Die Wallfahrt stand in diesem Jahr unter dem Motto „Transitus – Übergang“ und erinnerte anlässlich des 800. Todestages des heiligen Franziskus an Hoffnung, Wandel und Vertrauen. Das festliche Pontifikalamt, zelebriert von Bischof Dr. Manfred Scheuer aus Linz, bildete für die Pilgernden den spirituellen Höhepunkt der Wallfahrt.
Im Anschluss bot das gemeinsame Mittagessen Gelegenheit zur Begegnung, zum Austausch und auch zum Schmunzeln. Peter Botros, der zum ersten Mal als Helfer bei der Wallfahrt dabei war, brachte die entspannte Stimmung augenzwinkernd auf den Punkt: „Es gibt ja sogar Pilger-Bier.“ Den Abschluss bildete eine Andacht vor der Kapelle der Muttergottes, bei der auch Andenken gesegnet wurden.
Für die Malteser aus Traunstein ist die Altötting-Wallfahrt jedes Jahr ein besonderer Termin. Sie zeigt, wie wichtig ehrenamtliche Begleitung für Menschen sein kann, die nicht ohne Weiteres an einer solchen Pilgerfahrt teilnehmen könnten. Die Helferinnen und Helfer holten die Teilnehmenden bei Bedarf zuhause ab, unterstützten bei der Fahrt, beim Weg zur Basilika und überall dort, wo eine helfende Hand gebraucht wurde.
„Gerade solche Tage machen deutlich, worum es uns Maltesern geht: Menschen zusammenzubringen, Teilhabe zu ermöglichen und füreinander da zu sein“, erklärt Klaus Bierdimpfl, Gruppenleiter Soziales Ehrenamt bei den Traunsteiner Maltesern.