Fahrräder für Rumänien gesucht

Beim letzten Hilfstransport der Malteser ins rumänische Baraolt war ein Fahhrad an Bord – jetzt werden noch viele weitere Fahrräder gesucht. (Foto: Michael Soldanski/Malteser)
In der strukturschwachen Gegend um das rumänische Baraolt, die seit fünf Jahren Ziel der Malteser Hilfstransporte ist, sind neben den gesuchten Fahrrädern Pferdefuhrwerke noch immer ein wichtiges Transportmittel. (Foto: Michael Soldanski/Malteser)

Bad Reichenhall/Traunstein. Die Malteser suchen für ihre Projektpartner in der rumänischen Kleinstadt Baraolt dringend fahrtaugliche gebrauchte Fahrräder. „Das Fahrrad ist dort für viele Menschen das wichtigste Fortbewegungsmittel, denn nicht jeder hier hat ein Auto und der öffentliche Personennahverkehr ist völlig unzureichend“, berichtet Michael Soldanski, Kreisgeschäftsführer und Leiter der Auslandshilfe bei den Maltesern im Berchtesgadener Land. Nun bitter er um Spenden aus der Bevölkerung, um diese beim nächsten Transport im Herbst mitzunehmen. „Wenn ich überlege, wie viele Fahrräder bei uns zuhause mal waren - die jetzt alle in Baraolt sind -, dann denke ich, dass viele andere Leute auch ein ungenutztes Fahrrad zu Hause stehen haben“, hofft Soldanski. Wer ein solches Fahrrad, das auch leicht reparaturbedürftig sein darf, für den guten Zweck abgeben möchte, kann es nach telefonischer Vereinbarung unter der Nummer 08651 - 762 60 70 in der Teisendorferstraße 8 vorbeibringen. Spenden nehmen auch die Malteser in Traunstein, Axdorfer Str. 3a, an, wenn dies zuvor unter der Nummer 0861 - 98 66 00 vereinbart wurde.
Seit fünf Jahren unterstützen die Malteser aus dem Berchtesgadener Land und dem Chiemgau die Malteser in Baraolt und das Laura-Haus, eine Tagesstätte für Kinder und Jugendliche mit Behinderung. Erst im Juli brachte Soldanski im maltesereigenen Lkw elf Tonnen Hilfsgüter in die knapp 1300 Kilometer entfernte rumänische Kleinstadt, die in einer sehr armen, strukturschwachen Gegend liegt. Auf Bitten der rumänischen Partner hatte Soldanski diesmal zwei landwirtschaftliche Geräte – einen Schwader und einen Heuwender – organisiert. Ansonsten standen neben Kleidung, Mobiliar und weiteren Alltagsgegenständen auch Rollstühle, Rollatoren und Krücken auf der Ladeliste. Soweit die Mitarbeiter des Laurahauses gespendete Gegenstände nicht selbst benötigen, geben sie und die rumänischen Malteser diese an bedürftige Menschen weiter. „Manche, die ein paar rumänische Lei übrighaben, geben diese freiwillig um das Laura-Haus zu unterstützen“, erklärt Soldanski.
 


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