Mit dem Malteser Herzenswunschkrankenwagen noch einmal die Heimatstadt München mit ihren Traditionen erleben

Ein Mann im nRollstuhl imitten von Maltesern und anderen Zuschauern auf dem Münchner Marienplatz.
Prof. Wolfgang Plitz in der ersten Reihe beim Tanz der Schäffler am Münchner Marienplatz mit Initiatorin der Fahrt Petra Tischendorf und Malteser-Team aus Gröbenzell Johann Balz und Heinz Sturz. (Foto: Dr. Thilo Neumann)

Gröbenzell / München / Oberau. Einen Tag lang noch einmal die Heimat, vertraute Menschen und geliebte Traditionen erleben: Diesen Herzenswunsch erfüllten die ehrenamtlichen Malteser aus dem Erzbistum München und Freising dem Münchner Prof. Dr. med. habil. Dr.-Ing. Wolfgang Plitz (82). Der ehemalige technische Leiter des Labors für Biomechanik und Experimentelle Orthopädie an der LMU München hat über Jahrzehnte die Forschung mit seinen wegweisenden Beiträgen geprägt – insbesondere in der Entwicklung von Implantat Modellen, OP-Werkzeugen und biomechanischen Verfahren. Heute lebt er in einem Pflegeheim in Oberau. Enge Freunde des 82‑Jährigen hatten sich an das Team des Malteser Herzenswunsch Krankenwagens gewandt. Ihr Anliegen: Wolfgang Plitz sollte noch einmal „sein München“ erleben – und die Menschen treffen, die seinen beruflichen Weg begleitet haben. Am 2. Februar – passend zu Maria Lichtmess – wurde der Wunsch Wirklichkeit.

Vom Bergland nach München: Ein Tag voller Nähe und Erinnerungen
Die ehrenamtlichen Helfer Johann Bals und Heinz Sturz der Malteser Kreisgliederung Gröbenzell machten sich gemeinsam mit einem langjährigen Freund von Herrn Plitz auf den Weg nach Oberau. In dem neu ausgestatteten Herzenswunsch Krankenwagen fuhren sie den 82‑Jährigen nach München – zu Orten, die für ihn lebenslange Bedeutung haben. Am Marienplatz erwartete sie bereits die Ehefrau seines Freundes. Gemeinsam erlebten sie den traditionsreichen Tanz der Schäffler – aus der ersten Reihe. Unter weiß-blauem Himmel blühte Wolfgang Plitz sichtbar auf. Die vertraute Münchner Atmosphäre weckte Erinnerungen, die lange unberührt geschienen hatten. Anschließend ging es weiter zum Stammtisch im Hofbräuhaus, wo vier ehemalige Kolleginnen und Kollegen auf ihn warteten. Aufgrund eines Streiks konnten weitere Weggefährten leider nicht teilnehmen. Dennoch war die Wiedersehensfreude groß: bei einem Rindergulasch, kleinen Gesten der Vertrautheit und dem gemeinsamen Schwelgen in Erinnerungen. Immer wieder versuchte Wolfgang Plitz zur Musik zu pfeifen – ein Ausdruck seiner lebenslangen Liebe zur bayerischen Volksmusik. Beim abschließenden Besuch des Viktualienmarkts, seinem Herzensort voller Farben, Düfte und Geschichten, strahlte er wie das Münchner Kindl selbst. Tief bewegt trat Wolfgang Plitz die Rückfahrt nach Oberau an. Mit einem herzlichen „Passt scho“ verabschiedete er sich von den Malteser Ehrenamtlichen – ein Satz, der für Münchner weit mehr bedeutet als Zustimmung. Es war das stille, aber klare Zeichen: Es war genau so, wie ich es mir gewünscht habe. Dieser Moment berührte auch das gesamte Herzenswunsch-Team. „Wenn etwas wirklich gut ist, braucht es keine großen Worte“, sagt Johann Bals. „Ein leises ‚passt scho‘ ist manchmal das größte Kompliment.“

Letzte Herzenswünsche ermöglichen – gemeinsam Gutes tun
Die letzten Wünsche schwerstkranker Menschen sind so einzigartig wie ihre Lebensgeschichten. Doch oft geht es um Menschen, Orte und Erinnerungen, die tief verankert sind. Die Malteser im Erzbistum München und Freising erfüllen diese Wünsche kostenfrei – allein durch Spenden finanziert.

Kontakt für Herzenswunsch-Anfragen:
Malteser Hilfsdienst e. V., Erzbistum München und Freising
Telefon: 089 / 43608‑120
E-Mail: herzenswunsch.muenchen@malteser.org

Spenden für das Projekt:
Online unter: https://www.malteser.de/spenden-und-helfen/online-spenden.html


Zurück zu allen Meldungen