Malteser Experten Tipps für die kommende Hitzewelle

Ein Mann in rettungsdienstlicher Bekleidung im Inneren eines RTW blickt freundlich in die Kamea.
Christoph Kaiser ist Malteser Notfallsanitäter und weiß, was bei Hitze am besten hilft (Foto Julia Krill).

Bezirk München. Die Wetterdienste warnen: In den kommenden Tagen wird Bayern von einer intensiven Hitzewelle erfasst. Besonders betroffen sind vulnerable Gruppen wie ältere Menschen, Menschen mit Behinderung, Kinder sowie chronisch Kranke. Für sie kann große Hitze schnell zu einer ernsten gesundheitlichen Belastung werden – etwa durch Kreislaufprobleme, Flüssigkeitsmangel oder Überhitzung. 
Christoph Kaiser ist stellvertretender Leiter der Malteser Rettungswache München Land in Gräfelfing und gibt wichtige Tipps, wie besonders gefährdete Menschen besser geschützt werden können und wie alle sicher und gesund durch die heißen Tage kommen.

 1. Viel trinken – aber richtig:
Trinken Sie regelmäßig, auch wenn Sie keinen Durst verspüren. Ideal sind Wasser, ungesüßte Tees oder verdünnte Fruchtsäfte. Vermeiden Sie Alkohol und koffeinhaltige Getränke.

 2. Leichte Kost bevorzugen:
Essen Sie mehrere kleine, leichte Mahlzeiten am Tag. Obst und Gemüse mit hohem Wassergehalt wie Melonen, Gurken oder Tomaten sind besonders empfehlenswert.

 3. Wohnung kühl halten:
Lüften Sie in den frühen Morgen- und späten Abendstunden. Tagsüber sollten Fenster und Rollläden geschlossen bleiben, um die Hitze draußen zu halten.

 4. Aktivitäten anpassen:
Verlegen Sie körperliche Aktivitäten in die kühleren Morgen- oder Abendstunden. Vermeiden Sie Anstrengungen in der Mittagshitze. Achten Sie bei Kindern auf regelmäßige Pausen im Schatten und darauf, dass sie niemals unbeaufsichtigt in aufgeheizten Räumen oder Fahrzeugen bleiben. Menschen mit Behinderung und ältere Menschen benötigen bei hohen Temperaturen oft besondere Unterstützung im Alltag.

 5. Auf Warnzeichen achten:
Achten Sie auf Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder Verwirrtheit – dies können Anzeichen für einen Hitzschlag oder eine Dehydrierung sein. Suchen Sie im Zweifel ärztliche Hilfe und rufen den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116117 oder im akuten Notfall die 112.

 6. Nachbarn und Angehörige unterstützen:
Schauen Sie besonders auf ältere oder alleinlebende Menschen, Kinder und Menschen mit Behinderung in Ihrem Umfeld. Ein kurzer Anruf, ein Besuch oder praktische Hilfe – etwa beim Einkaufen, Trinken bereitstellen oder beim Abdunkeln der Wohnung – kann im Ernstfall entscheidend sein. 


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