Auch in Krisen stark und zukunftssicher

Bildunterschrift: Vertreter des Landratsamtes und der Malteser trafen sich zu einem intensiven Abstimmungsgespräch vor Ort bei den Gröbenzeller Maltesern in der Wildmoosstraße. (Personen von links nach rechts:  Gerald Helminger, Malteser Kreisgeschäftsführer, Carl Philipp von Weitzel-Mudersbach Malteser Kreisbeauftragter, Markus Vilhar, Leiter Malteser Einsatzdienste und vom Landratsamt Dieter Klenz, Katastrophenschutzsachbearbeiter und Kreisrat Gottfried Obermair, Referent für Feuerwehren und techn. Hilfe im Landkreis FFB.). Foto: Susanne Eismann

Gröbenzell/Fürstenfeldbruck. Um die Schlagkraft des Katastrophenschutzes im Landkreis Fürstenfeldbruck weiter zu erhöhen und ihn für kommende Herausforderungen zu rüsten, trafen sich am Montag Vertreter des Landratsamtes und der Malteser zu einem intensiven Abstimmungsgespräch über den Haushaltsplan 2027 und zur Diskussion eines strategischen Förderkonzepts für die Hilfsorganisation in den kommenden 3 Haushaltsjahren.

Die Malteser aus Gröbenzell sind mit ihren professionellen Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG) Transport, Betreuung und Verpflegung sowie dem Krisen-Interventionsteam (KIT) ein unverzichtbarer Pfeiler des regionalen Bevölkerungsschutzes im Landkreis Fürstenfeldbruck. Im Gespräch mit Kreisrat Gottfried Obermair, Referent für Technische Sicherheit und Feuerwehren, sowie Dieter Klenz, Katastrophenschutzsachbearbeiter vom Landratsamt Fürstenfeldbruck, wurde deutlich, dass die Malteser ihre Fähigkeiten gezielt in Richtung Krisen-Resilienz weiterentwickeln.

 Ein Kernstück dieser Strategie ist die kontinuierliche Transformation der Rettungswache Gröbenzell zu einer sogenannten „Leuchtturmwache“. Dieses Konzept sieht vor, die Wache bei großflächigen Krisen, wie länger anhaltenden Stromausfällen, als autarken und krisenfesten Ankerpunkt für Bürger aufrechtzuerhalten. Die Malteser verfügen bereits über eine stationäre Hauseinspeisung und mobile Diesel-Tanks, um die Notstromversorgung und die Einsatzfähigkeit für einen definierten Zeitraum zu gewährleisten. Zudem wird an krisensicheren Kommunikationsstrukturen gearbeitet, um auch bei Ausfall regulärer Netze eine Anbindung an die Integrierte Leitstelle (ILS) und eine stationäre Erstversorgung vor Ort zu ermöglichen.

 Der Kreisbeauftragte der Malteser, Carl Philipp von Weitzel-Mudersbach, hob die Qualität des Austauschs hervor: „Ein besonderer Dank gilt Herrn Kreisrat Obermair für seinen exzellenten fachlichen Input. Man merkt an jedem Punkt der Diskussion seine langjährige Praxiserfahrung als Feuerwehrkommandant. Dieses fundierte Wissen direkt aus dem Einsatzalltag ist für die strategische Abstimmung unserer Konzepte enorm wertvoll.“ 

„Wir sind sehr dankbar für die Expertise und die konstruktive Unterstützung durch Herr Obermair, Herr Wanninger und Herr Klenz“, betonte Gerald Helminger, Kreisgeschäftsführer der Malteser. „Das Vertrauen des Landratsamtes ermöglicht es uns, gezielt in nachhaltige Fähigkeiten zu investieren, die dem gesamten Landkreis zugutekommen.“

 Markus Vilhar, Leiter der Einsatzdienste, führte die Delegation durch die Fahrzeughallen und erläuterte die Einsatzkonzepte. Im Mittelpunkt stand der weitere Ausbau des Gerätewagens Akut (GW-Akut). Er soll die Malteser in Gröbenzell dabei unterstützen, schnell, strukturiert und flexibel auf größere und dynamische Einsatzlagen zu reagieren. Für das neuentwickelte Einsatzkonzept und dessen Umsetzung ist maßgeblich Stefan Vogel, Zugführer und Leiter des GW-Akut verantwortlich.

Das von den Maltesern vorgelegte strategische Förderkonzept 2027–2029 bietet dem Landkreis Vorteile durch planbare Haushalte und einen gezielten Fähigkeitsaufbau. Es stärkt nicht nur die Sicherheit der Bürger, sondern auch die Bindung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte durch eine hohe Ausbildungs- und Ausstattungsqualität.


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