Unser Ehrenamt

90 Ehrenamtliche schenken Zeit, Nähe und Menschlichkeit. Sie begleiten Menschen in einer sensiblen Lebensphase, hören zu, halten aus und schaffen Momente der Nähe. Ihr Einsatz ist weit mehr als Unterstützung — er ist ein Geschenk an die Menschen, die wir begleiten dürfen. Jede einzelne Stunde, jeder Besuch, jedes offene Ohr macht einen Unterschied. Unser Hospizdienst wäre ohne dieses außergewöhnliche Engagement nicht das, was er ist: ein Ort der Zuwendung, der Wärme und des Lebens, wo Menschen - ganz im Sinne von Cicely Saunders, der Gründerin der Hospizbewegung - bis zum letzten Augenblick ihres Lebens eine Bedeutung haben.

 

Hospizkurs 2025 - Einblicke von Teilnehmenden

Stephan Röhrig
Neuer Ehrenamtlicher im Ambulanten Kinderhospiz- und Familienbegleitdienst

Lea Arnold
Neue Ehrenamtliche im Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst

- Warum hast du dich dafür entschieden den Qualifizierungskurs zu machen? -

Stephan: Ich habe das Bedürfnis Menschen zu helfen und zu unterstützen, die den Weg gehen müssen, den ich leider auch gehen musste. Als betroffener Vater weiß ich was es bedeutet sein Kind auf dem letzten Lebensweg zu begleiten und mit dieser Erfahrung würde ich gerne helfen.

Lea: Ich wollte gerne ein Ehrenamt übernehmen, bei dem ich etwas Sinnstiftendes tun kann. Die Aussicht, bei dem Qualifizierungskurs Neues zu lernen und wertvolle Impulse zu erhalten, fand ich einfach spannend. Selbst wenn ich das Ehrenamt später aus irgendeinem Grund doch nicht hätte antreten wollen, wäre der Kurs für mich eine Bereicherung – denn dazugelernt habe ich auf jeden Fall.

- Was war dein Highlight im Kurs? -

Stephan: Die Vielfältigkeit der Themen war super und der Kurs war sehr informativ und interessant aufgebaut. Der Kurs hat einfach Lust auf mehr gemacht. Ein absolutes Highlight war aber die Zusammensetzung von uns Kursteilnehmern. Ich habe selten erlebt das Menschen, auch mal durchaus kritisch, so auf Augenhöhe miteinander kommunizieren und aufeinander eingehen können. So hat es selbst die schwersten Themen leicht gemacht.

Lea: Es gab so viele tolle Momente, da ist es schwer sich zu entscheiden. Ich glaube unser Besuch beim Bestattungsamt in Eberstadt war eins meiner Highlights. Einmal in einem Sarg zu liegen und zu erfahren wie er sich anfühlt – das ist eine Erfahrung, die ich niemals vergessen werde. 

- Was wünschst du dir für dein Ehrenamt? -

Stephan: Ich wünsche mir Menschen/Familien zu unterstützen und entlasten zu können und meinen Beitrag dazu zu leisten, dass diese Menschen den Weg nicht alleine gehen müssen. Ich wünsche mir einen angenehmen Austausch mit anderen Ehrenamtlichen, um gemeinsam Menschen zu unterstützen.

Lea: Ich wünsche mir Begegnungen; Momente voller Freude und Offenheit. Ich wünsche mir Raum für Lachen und ebenso für Tränen, für alles, was ein Miteinander ausmacht. 

Der nächste Kurs startet Anfang 2027

Infoflyer

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Ansprechpartnerinnen für den Hospizkurs

Selina Kohl

Selina Kohl
Koordinatorin

Susanne Wassmer

Susanne Wassmer
Koordinatorin

Hospizdienst eine Herzensangelegenheit

Portrait von Stefan Tex

Stefan Tex

Kein Mensch sollte den letzten Lebensweg alleine gehen müssen. Angehörige sollten auf diesem herausfordernden Weg Unterstützung erhalten. Dafür möchte ich mich auch aus persönlichen Erfahrungen heraus gerne einsetzen. Dafür habe ich mit dem Malteser Hospizteam Darmstadt eine wundervolle Organisation gefunden, die mich wiederum darin unterstützt und fördert, diese Ziele zu erreichen. Das schönste Geschenk, dass ich dann in meinem Ehrenamt erleben darf, ist der dankbare Händedruck in einer Begleitung oder die in der Stimme spürbare Entlastung eines Telefonats in der Lockdown-Situation von Corona, das ich mit Angehörigen führte. Es sind oft diese scheinbar kleinen Dinge, die ich in dieses Ehrenamt einbringen kann. Und doch kann ich damit einen (kleinen) Unterschied machen zur Ehre Gottes.

Portrait von Carla Beck

Carla Beck

Meine Motivation war zu helfen, da ich von Kind an erfahren durfte, wie hilfreich Unterstützung ist, wenn jemand im Sterben lag oder gestorben ist. Dann kommt dazu, dass ich erkrankt war und das große Glück hatte, wieder gesund zu werden, und da wollte ich aus Dankbarkeit was zurückgeben. Voraussetzungen für die Tätigkeit sind Zuhören, Geduld, Stille ertragen, Einfühlsamkeit und Zeit. Es ist ein gutes Gefühl, denen beizustehen, denen es
nicht so gut geht und die sich auf ihrem letzten Weg befinden. Dass der Mensch jemand an seiner Seite hat und nicht alleine ist. Einfach für Menschen da sein, für die keiner mehr da ist oder Zeit hat.

Portrait von Brigitte Danulat

Brigitte Danulat

Meine Erfahrung, von meinen Eltern nicht wirklich Abschied genommen zu haben, keine letzten Worte, kein letzter Händedruck, zu spät gekommen zu sein, bewog mich 2016 am Seminar für Hospizbegleitung teilzunehmen.
Anfang und Ende, Geburt und Tod und das ganze pralle Leben dazwischen; immer noch wird das Thema Tod möglichst ausgeklammert, dabei sollte es meines Erachtens dazugehören und so viel Lebensqualität erfahren wie die anderen Lebensphasen auch. Mein Anliegen ist es, »Da-Zu-Sein« für Menschen an ihrem Lebensende und deren Angehörige. Das klingt zunächst einfach, ist aber eine sehr vielfältige, anspruchsvolle, erfüllende und
empfehlenswerte Aufgabe.

Portrait von Jutta Tex

Jutta Tex

Als ich mich für ein Ehrenamt im Hospizdienst entschieden habe, stand für mich sehr schnell fest, dass ich im Bereich Kinderhospiz tätig sein möchte. Mir ist es ein Anliegen Kinder zu begleiten, die von einem Familienmitglied Abschied nehmen müssen. Abschied nehmen und Loslassen ist ein Prozess, der uns allen ein Leben lang immer wieder begegnet und wenn ich einen kleinen Teil dazu beitragen darf, dass dieser Abschied gestaltet und erlebt werden kann, dann erfüllt mich das wirklich mit Freude und Dankbarkeit.

Portrait von Susanne Klann

Susanne Klann

Meine Motivation für die ambulante Hospizarbeit war und ist, etwas im Leben zurück zu geben und Menschen auf diesem ganz besonderen Weg begleiten zu dürfen. Mein schönster Moment in dieser Tätigkeit war die Begrüßung »Ei mei Mädsche!« meiner ersten Begleitung, die sich als alte Bekannte meines verstorbenen Schwieger-Opas herausstellte. Wir hatten schnell einen sehr engen, vertrauten Umgang miteinander. Was man für diese Tätigkeit braucht? Ein offenes Herz, Vertrauen in die eigene Intuition und Mut, den ersten Schritt zu gehen!

Portrait von Hans Maschmann

Hans Maschmann

Bücher der Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross haben mir diese Thematik eröffnet. Hilfsbereitschaft wollte ich nicht dem Zufall überlassen. Die junge Frau, mit der ich wöchentliche Spaziergänge unternehme, kann zwar nicht mit Worten kommunizieren, aber immer wieder nimmt sie mich wahr und strahlt – das sind wunderbare, geschenkte Momente! Wer überlegt, ehrenamtlich tätig zu werden, sollte Interesse und Liebe für Menschen besitzen, keine genaue Vorstellung vom Verlauf einer Begleitung haben (jede Begleitung und jeder Tag ist anders) und sollte wissen, dass wir alle sehr viel mehr zurückbekommen, als wir geben!

Portrait von Annemarie Schwarck

Annemarie Schwarck

Der Mensch und seine Einzigartigkeit stehen im Mittelpunkt. Sich die Zeit zu nehmen, einem Menschen zuzuhören und ernst zu nehmen. Es zählt nicht gestern, heute oder morgen, es zählt genau der Moment jetzt! Im beruflichen Alltag muss man sich die freie Zeit manchmal erkämpfen, aber wenn man für jemanden da sein kann, hat man das Gefühl, genau hier richtig zu sein. Zu den schönsten Momenten in der Hospizarbeit zählt, wenn man merkt, dass man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Da zu sein ist mehr wert, als man manchmal glaubt.

Spenden für die Hospizarbeit der Malteser

Unsere Hospizbegleiter engagieren sich ehrenamtlich. Trotzdem entstehen Kosten – zum Beispiel durch die Aus- und Fortbildung der Ehrenamtlichen, Fahrten zu den Begleitungen und Büromaterial.

Die Finanzierung unseres Dienstes stützt sich auch auf Spenden.
Mit Ihrer Spende tragen Sie dazu bei, dass wir Menschen am Ende ihres Lebens und in einer Phase tiefen Schmerzes helfen können.

Malteser Hilfsdienst e.V.
IBAN: DE43 5085 0150 0000 7519 95
BIC: HELADEF1DAS
Sparkasse Darmstadt