Schwer erkrankten Menschen einen letzten besonderen Wunsch erfüllen: Dafür setzt sich der Malteser Herzenswunsch-Krankenwagen ein. Unterstützt wird das Projekt jetzt von Motorradfreunden aus dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld, die gemeinsam 4.000 Euro für das Angebot gesammelt haben.
Ausgangspunkt der Spendenaktion war eine Sommerparty der Roughnecks East Bike Division aus Barby. Dort wird im Rahmen einer Geburtstagsparty im Sommer schon seit Jahren immer wieder Geld gesammelt, um besondere Projekte zu unterstützen. Dabei helfen viele weitere Engagierte: Daniel Hardtke etwas, aus Pömmelte, stellte den Motorradfreunden kostenfrei einen Bierwagen für die Feier zur Verfügung. Und auch Mitglieder und Freunde der Loghsman_LEMC_Germany beteiligten sich mit einer Sammlung während ihres jährlichen National Runs. Das zusammengetragene Geld wurden anschließend von Matthias Glaw, Geschäftsführer der Wallintin Ausbau- und Fassaden GmbH aus Magdeburg, verdoppelt.
„Es ist uns allen ein Bedürfnis, denen, die zu den schwächsten der Gesellschaft gehören und leider viel zu oft vergessen werden, schöne Momente zu schenken“, sagt Motorradfreund Christian Matz. Jeder Helfende habe seine eigene Motivation, Menschen in schwierigen Lebenslagen zu unterstützen. Eines aber verbinde alle Beteiligten: der Wunsch, ohne Gegenleistung zu helfen.
Bei der offiziellen Übergabe erhielt der Malteser Herzenswunsch-Krankenwagen zunächst einen Spendenscheck über 3.480 Euro. Doch dabei blieb es nicht. Noch vor Ort entschied sich ein Motorradfreund spontan, die Summe auf insgesamt 4.000 Euro aufzustocken.
Mit dem Herzenswunsch-Krankenwagen ermöglichen die Malteser Menschen mit schweren oder lebensverkürzenden Erkrankungen besondere Erlebnisse. Ehrenamtliche Mitarbeitende aus Rettungsdienst und Katastrophenschutz begleiten die Fahrten und erfüllen Herzenswünsche, die ohne Unterstützung oft unerreichbar wären. Das kann ein Besuch am Meer sein, die Teilnahme an einem Familienfest oder die Rückkehr an einen persönlichen Lieblingsort. Für die Betroffenen und ihre Angehörigen entstehen dabei keine Kosten.
Wie wertvoll solche Ausflüge für schwer kranke Menschen sein können, erlebt Gundula Heyn, Referentin für den Ambulanten Hospiz- und Trauerbegleitungsdienst der Malteser in Zerbst, immer wieder. „Es ist für viele Menschen kaum vorstellbar, wie so ein Erlebnis trägt, wenn jemand viele Wochen schwerkrank im Bett liegt und dann so einen Wunsch erfüllt bekommt. Wenn dieser Mensch einfach aus diesem Krankenalltag herauskommt“, berichtet sie. Besonders freue sie sich darüber, dass das rein ehrenamtlich getragene Projekt durch die Spende unterstützt werden kann.
Die Aktion zeigt, wie vielfältig bürgerschaftliches Engagement sein kann. Durch das Zusammenspiel von Motorradfreunden, Unterstützern und Sponsoren kommen Mittel zusammen, die schwer erkrankten Menschen unvergessliche Momente ermöglichen. Ein gemeinsames Zeichen für Zusammenhalt, Mitmenschlichkeit und gelebte Solidarität.