First Responder / Helfer-vor-Ort (HvO) der Stadtgliederung Aalen
Qualifizierte Erste-Hilfe im Notfall in Ebnat-Waldhausen, Essingen, Hüttlingen, Oberkochen, Wasseralfingen und Westhausen
Die Helfer vor Ort (kurz HvO, international oft als First Responder bezeichnet) sind ehrenamtliche, qualifizierte Ersthelferinnen und Ersthelfer, die bei medizinischen Notfällen parallel zum Rettungsdienst alarmiert werden. Sie rücken von Zuhause, von der Arbeit oder aus dem Alltag aus, um die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungswagens oder Notarztes zu überbrücken. Dieser Zeitraum wird auch „therapiefreies Intervall“ genannt – und genau hier setzt ihre lebenswichtige Tätigkeit an.
Die Stadtgliederung der Malteser in Aalen engagiert sich im Rahmen ihres ehrenamtlichen Engagements auch in diesem Bereich und ergänzt so die professionelle Notfallversorgung vor Ort.
Schnelles Eintreffen beim Notfall
Im ländlichen oder halbstädtischen Raum – wie rund um Aalen – kann es manchmal mehrere Minuten dauern, bis ein Rettungswagen oder Notarzt vor Ort ist. Die Helfer vor Ort können meist früher eintreffen, da sie bereits in der Nähe wohnen oder arbeiten.
Sobald sie am Einsatzort sind, übernehmen sie qualifizierte Erste-Hilfe-Maßnahmen. Dazu gehören unter anderem:
- Herz-Lungen-Wiederbelebung bei Kreislaufstillstand
- Anwendung eines automatisierten externen Defibrillators (AED)
- Versorgung von Blutungen und Schockzuständen
- Sicherung der Vitalfunktionen (Atemwege, Atmung, Kreislauf)
- Kommunikation und Betreuung von Patient und Angehörigen
- Rückmeldung an die Leitstelle und Einweisung des Rettungsdienstes bei dessen Eintreffen
Gerade bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit pro Minute ohne Wiederbelebung um etwa 10 %, und irreversible Hirnschäden treten schon nach etwa 6–8 Minuten ohne Sauerstoffversorgung auf. Deshalb zählt bei Reanimationen jede einzelne Minute – und genau hier ist die frühe Hilfe durch HvO-Teams von unschätzbarem Wert.
Ehrenamtliches Engagement lebt von Spenden
Der Dienst der Helfer vor Ort ist nicht durch Krankenkassen finanziert, sondern wird rein ehrenamtlich und unentgeltlich von den Helfern selbst getragen — oft unterstützt durch Spenden und Fördermittel der jeweiligen Gliederung.
Das bedeutet: Diese Menschen setzen ihre Freizeit und ihr Wissen ein, um anderen in kritischen Momenten zu helfen — ohne Bezahlung und freiwillig.
Die Ausrüstung für den Dienst der Helfer vor Ort wird von der Stadtgliederung gestellt. Die Stadtgliederung Aalen finanziert sich die Ausrüstung besonders von Spenden.