Holzkirchen. Der Schulsanitätsdienst der Oberland Realschule Holzkirchen wird ab dem kommenden Schuljahr offiziell von den Maltesern Rosenheim-Miesbach begleitet. Die Zusammenarbeit besteht bereits seit längerer Zeit und wird nun weiter vertieft. Lehrkraft Leonie Benkel, die den Schulsanitätsdienst an der Schule betreut, ist zugleich Ausbilderin für Erste Hilfe bei den Maltesern und damit eine wichtige Verbindung zwischen Schule und Hilfsorganisation.
Im kommenden Schuljahr gehören 25 Schülerinnen und Schüler zum Schulsanitätsdienst, darunter acht neue Mitglieder. 13 Mädchen und zwölf Jungen übernehmen damit Verantwortung für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler. Die Ausbildung beginnt ab der 7. Jahrgangsstufe; der aktive Dienst erfolgt in der Regel von der 8. bis zur 10. Jahrgangsstufe. Die Arbeitsgemeinschaft Schulsanitätsdienst trifft sich normalerweise einmal pro Woche.
Die Malteser führen einmal jährlich einen großen Erste-Hilfe-Kurs für die aktiven beziehungsweise neuen Mitglieder des Schulsanitätsdienstes durch. Ergänzend dazu finden mehrmals im Jahr weiterführende Schulungen und Fortbildungen statt. So erwerben die Jugendlichen zusätzliche Sicherheit im Umgang mit Verletzungen, akuten Erkrankungen und Notfallsituationen im Schulalltag.
Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter sind Schülerinnen und Schüler, die in Erster Hilfe und im Umgang mit hilfsbedürftigen Menschen ausgebildet werden. Während des Unterrichts, in den Pausen und bei Schulveranstaltungen sind sie zur Stelle, wenn sich jemand verletzt, plötzlich erkrankt oder Unterstützung benötigt. Sie versorgen kleinere Verletzungen, betreuen Betroffene bis zum Eintreffen weiterer Hilfe und alarmieren – in Abstimmung mit der Schule – bei Bedarf den Rettungsdienst. Darüber hinaus tragen Schulsanitätsdienste zu mehr Sicherheit und Verantwortungsbewusstsein an Schulen bei. Zu den Aufgaben gehören auch die regelmäßige Kontrolle und Ergänzung von Erste-Hilfe-Material, die sanitätsdienstliche Begleitung von Sportfesten und Schulveranstaltungen sowie die Mitwirkung bei Projekttagen oder Übungen. Die Jugendlichen lernen dabei nicht nur medizinische Grundlagen, sondern auch Teamarbeit, Zuverlässigkeit und Zivilcourage.
„Ich freue mich sehr, dass wir die Oberland Realschule Holzkirchen künftig noch enger begleiten dürfen. Der Schulsanitätsdienst ist ein starkes Beispiel dafür, wie junge Menschen Verantwortung übernehmen und im richtigen Moment helfen können“, sagt Wilhelm Bothar, Leiter Ausbildung der Malteser Rosenheim-Miesbach. Bothar ist auch für die Schulsanitätsdienste der Malteser in den Landkreisen Rosenheim und Miesbach verantwortlich und wird in Abstimmung mit Leonie Benkel einzelne Fortbildungen selbst übernehmen.
Für die Schule ist der Schulsanitätsdienst ein Gewinn: Er stärkt die Handlungssicherheit im Notfall, entlastet Lehrkräfte und fördert eine Kultur des Hinschauens und Helfens. Für die beteiligten Schülerinnen und Schüler bietet das Engagement die Möglichkeit, praktische Erste-Hilfe-Erfahrung zu sammeln, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv für die Schulgemeinschaft einzusetzen.