Gräfelfing/München-Land. Damit im Notfall jeder Handgriff sitzt und alle Beteiligten wissen, was zu tun ist, organisierten die Malteser am 10. Oktober 2026 eine groß angelegte Rettungsdienstübung. Übungsort war der noch im Bau befindliche neue U-Bahnhof Planegg-Martinsried, in dem die Rettung verletzter Personen nach einem Unfall geprobt wurde. Neben den Maltesern nahmen die Freiwilligen Feuerwehren aus Planegg und Großhadern, die Feuerwehr München und das Bayerische Rote Kreuz Ismaning teil. Insgesamt waren mehr als 70 Einsatzkräfte beteiligt.
Im Mittelpunkt der Übung standen die Auszubildenden im Rettungsdienst. Sie lernten die Abläufe eines größeren Einsatzes unter möglichst realistischen Bedingungen kennen und trainierten neben der medizinischen Versorgung insbesondere die Abstimmung, Führung und Kommunikation zwischen Rettungsdienst und Feuerwehr.
„Unsere Auszubildenden lernen in der Schule sehr viel und üben dort vor allem die Versorgung einzelner Patientinnen und Patienten. Die Möglichkeit, bei einem großen Einsatz dabei zu sein, lässt sich nur schwer sicherstellen, weil solche Lagen glücklicherweise sehr selten vorkommen. Umso wichtiger ist es, sie realitätsnah zu üben. So wissen unsere Auszubildenden, was zu tun ist, wenn der Ernstfall doch einmal eintritt“, erklärt Praxisanleiter Victor Hauschild, der als Wachleiter der Malteser Rettungswache in Gräfelfing einer der Organisatoren der großen Landkreisübung war.
Bei der Übung kam eine große Anzahl an Rettungsmitteln zum Einsatz: Die Rettungsdienste stellten sechs Rettungswagen (RTW), zwei Krankentransportwagen (KTW), drei Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF), sechs Fahrzeuge der Unterstützungsgruppe, ein Einsatzleitwagen (ELW) sowie ein Gerätewagen Rettungsdienst (GW-Rett) zur Verfügung. Die Freiwillige Feuerwehr Planegg beteiligte sich mit einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF), einer Drehleiter (DLK), die freiwillige Feuerwehr München Abteilung Großhadern mit einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF).