Herausfordernder Einsatz

Malteser stehen vor Eingang zum Summer Breeze

Eichstätt/Ingolstadt/Dinkelsbühl. Insbesondere die Witterungsbedingungen stellten die Einsatzkräfte zeitweise vor Herausforderungen: „Die Tage unter großer Hitze mit deutlich über 30 Grad und der obligatorische Mangel an Schlaf bei einem Festival machen sich nicht nur bei den Festivalbesuchern bemerkbar. Aber lieber Hitze als Kälte, Regen und Matsch“, sind sich Stefan Degen und Armin Köhler einig.

Die beiden waren vergangene Woche gemeinsam mit insgesamt 400 Malteserinnen und Maltesern aus ganz Bayern und Baden-Württemberg auf dem Summer-Breeze-Open-Air in Dinkelsbühl im Einsatz. 350 Sanitäterinnen und Sanitäter, dazu Ehrenamtliche in den Bereichen Logistik, Technik und Verpflegung, sind nötig, um ein Festival dieser Größe betreuen zu können, denn untergebracht waren die Malteser in der örtlichen Grundschule, wo sie in den Klassenzimmern auf Feldbetten nächtigten und von einer Feldküche versorgt wurden.

Degen und Köhler gehörten zu einem zehnköpfigen Team der Einsatzdienste Ingolstadt-Eichstätt, das die sanitätsdienstliche Absicherung des Open Airs heuer durch Patiententransporte, im Medical Center und als mobile Erstversorgungstrupps unterstützte. Das Medical Center ist die zentrale Versorgungsstelle auf dem Festivalgelände, wo rund um die Uhr die Bereiche „Intensiv“, „Chirurgie“ und „Internistische Notfälle“ betreut wurden. Zusätzlich gab es an den beiden großen Bühnen sowie im Campingbereich Unfallhilfsstellen (UHS). „Die Krankentransporte innerhalb des Festivalgeländes sind immer dann notwendig, wenn an einer UHS ein Notfall auftritt, der die Verlegung des Patienten zum Medical Center erforderlich macht“, erklärt Stefan Degen. „Dann werden wir per Funk alarmiert.“

Insgesamt versorgten die Malteser-Einsatzkräfte während des Festivals 2.434 Patientinnen und Patienten. Damit bewegte sich das Einsatzaufkommen im erwarteten Rahmen für eine Veranstaltung dieser Größenordnung. Die meisten Hilfeleistungen entfielen auf typische Festivalbeschwerden wie Kreislaufprobleme, Dehydrierungen, Insektenstiche, Sonnenbelastungen sowie kleinere Schnitt-, Sturz- oder Gelenkverletzungen. Insgesamt mussten 82 Patientinnen und Patienten vom öffentlichen Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser transportiert werden. „Die meisten gesundheitliche Beschwerden konnten unsere Teams jedoch schnell und professionell vor Ort behandeln“, so Degen.

Mehrere Tage ehrenamtlich arbeiten, wenn 48.000 Menschen um einen herum ausgelassen feiern – Achim Köhler erklärt, warum er das macht: „Zum einen lernt man viel, weil man halt viele Patienten zu betreuen hat. Und auch die Stimmung ist auf dem Summer Breeze immer super, zwischen den Einsatzkräften, aber auch mit den Besuchern hier vom Festival, das ist einfach genial. Alle sind freundlich, nett und hilfsbereit – das ist schon ein besonderes Erlebnis.“


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