Lernen, für Krisenzeiten vorzusorgen

Gruppenfoto: Teilnehmende und Ausbildungsteam des internen Resilienztrainings
Gut vorbereitet für einen Blackout und andere Krisensituationen: Elf Ehrenamtliche aus dem Katastrophenschutz der Malteser Traunstein nahmen am Training unter der Leitung von Kreisgeschäftsführer Andreas Eder (7.v.l.), Leiterin Ausbildung Lisa Schmaus (6.v.l.) und Leiter Einsatzdienste Thomas Geischeder (2.v.l.) teil. (Foto: Malteser)

Traunstein. Der jüngste großflächige Stromausfall in Berlin hat erneut gezeigt, wie verletzlich moderne Infrastrukturen sind und welche zentrale Rolle ein leistungsfähiger Katastrophen- und Bevölkerungsschutz für die Gesellschaft spielt. Angesichts zunehmender Extremwetterereignisse, veränderter Sicherheitslagen in Europa und der sogenannten „Zeitenwende“ rückt auch die zivile Verteidigung wieder stärker in den Fokus. Als anerkannte Hilfsorganisation im Bevölkerungsschutz sowie als Träger im Sozial- und Gesundheitswesen bereiten sich die Malteser konsequent auf diese Herausforderungen vor.

Um sowohl Ehrenamtliche als auch interessierte Bürgerinnen und Bürger besser auf mögliche Krisensituationen vorzubereiten, haben die Malteser ein neues Schulungsangebot entwickelt. Der fünfstündige Kurs „Sicherheit in Krisenzeiten – Training und individuelle Notfallvorsorge“ vermittelt praxisnahes Wissen zur Vorbereitung auf Stromausfälle, Trinkwasserengpässe oder Kommunikationsstörungen. Teilnehmende lernen unter anderem, wie sinnvolle Notvorräte angelegt werden und wie sie auch bei einem länger andauernden Blackout handlungsfähig bleiben. Das Training verbindet theoretische Grundlagen mit praktischen Übungen.

Bereits dreimal wurde der Kurs in Traunstein erfolgreich für die Öffentlichkeit angeboten. Nun schulten die Malteser erstmals auch die eigenen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Insgesamt nahmen elf Mitglieder aus dem Katastrophenschutz teil, darunter Einsatzkräfte der Schnelleinsatzgruppen Betreuung, Verpflegung und Technik.

Durchgeführt wurde die Schulung von einem erfahrenen Dozententeam: Kreisgeschäftsführer Andreas Eder, Ausbildungsleiterin Lisa Schmaus sowie der Leiter der Einsatzdienste, Thomas Geischeder. Inhaltlich standen neben grundlegenden Informationen zum Thema Blackout auch Aspekte der Wasser- und Hygienevorsorge, Notfallgepäck, alternative Licht- und Heizquellen sowie ein praktischer Teil zum sicheren Entzünden und Löschen von Feuer auf dem Programm. Ziel ist es, die Ehrenamtlichen bestmöglich auf ihren Einsatz im Krisenfall vorzubereiten.
„Die Schulung war ein voller Erfolg und hat gezeigt, wie wichtig fundierte Vorbereitung für den Ernstfall ist“, betonte Geischeder im Anschluss an die Veranstaltung.

Weitere öffentliche Kurse finden am 25. April 2026 und am 6. Juni 2026, jeweils von 9 bis 14 Uhr in Traunstein-Axdorf statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 89 Euro.
Informieren und anmelden können sich Interessierte online unter www.malteser-traunstein.de, per E-Mail an ausbildung.traunstein@malteser.org oder telefonisch unter 0861 98660-710.

Bereits am 27. März 2026 von 14 - 19 Uhr findet ein Kurs „Sicherheit in Krisenzeiten – Training und individuelle Notfallvorsorge“ in Bad Reichenhall statt. Informationen und Anmeldung unter www.malteser-bgl.de, per E-Mail an Ausbildung.BerchtesgadenerLand@malteser.org oder telefonisch unter 08651 7626070.

 


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