Mit der feierlichen Inbetriebnahme der neuen Rettungswache in Harzgerode ist ein großer Schritt für den Rettungsdienst in der Region geschafft: Die Wache ist ein wichtiger Baustein für die sichere, schnelle und qualitativ hochwertige Notfallversorgung im Landkreis Harz. Vertreterinnen und Vertreter aus Landes‑ und Kommunalpolitik, dem Rettungsdienst sowie von Hilfsorganisationen würdigten das Engagement aller Beteiligten – und vor allem der Menschen, die hier rund um die Uhr für andere im Einsatz sind. Die neue Wache steht für moderne Einsatzbedingungen – mit modernen Räumen, kurzen Wegen und funktionalen Abläufen. Vor allem aber steht sie für die Menschen, die hier Tag für Tag für andere da sind.
Innenministerin Dr. Tamara Zieschang betonte die zentrale Bedeutung eines leistungsfähigen Rettungsdienstes für die Sicherheit der Bevölkerung – unabhängig vom Wohnort: „Wir sind angewiesen auf einen funktionierenden Rettungsdienst bei uns im Land – und da sind die Hilfsorganisationen ein unverzichtbarer Bestandteil.“ Gerade mit Blick auf die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse sei es entscheidend, dass notfallmedizinische Hilfe überall in gleicher Qualität verfügbar sei: „Es muss völlig irrelevant sein, ob man in einer Großstadt oder im ländlichen Raum lebt – der Rettungsdienst muss in gleichem Maße funktionieren.“
„Mit der Einweihung dieser Malteser‑Rettungswache wird ein starkes Zeichen für Sicherheit und Fürsorge in unserer Region gesetzt“, betonte Susann Arnhold-Wind als Vertreterin des Landkreises. Allein im Jahr 2025 sei das Team der Wache in Harzgerode zu mehr als 1500 Einsätzen ausgerückt. Das sei eine enorme Leistung, für die den Mitarbeitenden großer Dank gebühre.
Harzgerodes Bürgermeister Marcus Weise sprach von einem besonderen Tag für die Stadt. Die neue Rettungswache sei Ausdruck einer funktionierenden Partnerschaft zwischen Kommune, Landkreis und Hilfsorganisationen: „Das Haus ist in Rekordzeit gebaut worden. Baubeginn war im April 2025, im Dezember waren wir fertig.” Insgesamt seien rund 1,5 Millionen Euro investiert worden, mit dem vorrangigen Zeil, optimale Arbeitsbedingungen für die Einsatzkräfte zu schaffen.
Optimale Arbeitsbedingungen seien der Kern eines guten Rettungsdienstes, stellte Anke Brumm, Diözesan- und Bezirksgeschäftsführerin heraus. Sie betonte aber auch: „Die wichtigste Ausstattung in jeder Rettungswache sind nicht die Räume und nicht die Technik – es sind die Menschen, die hier Dienst tun.“ Diese Mitarbeitenden träfen Entscheidungen unter hohem Druck, oft innerhalb weniger Sekunden: „Sie sind fachlich stark und gleichzeitig menschlich – und das in Situationen, die belastend und manchmal lebensentscheidend sind.“
Zum Abschluss richtete sie einen persönlichen Wunsch an das Team der neuen Rettungswache: „Mögen alle nach jedem Einsatz gesund zurückkehren – auf diese Wache und zu den Menschen, die zu Hause auf sie warten.“