Velden. Bei einer Hilfsorganisation sind die ständige Aus- und Fortbildung, auch der ehrenamtlichen Helfer, eine Voraussetzung für ihre Einsatzbereitschaft. Deshalb absolvierten bereits Anfang letzten Jahres 13 Mitglieder der örtlichen Malteser den Lehrgang zum Einsatzsanitäter und Rettungsdiensthelfer. Sechs der engagierten Helfer nahmen die Herausforderung an und beschritten den Ausbildungsweg zum Rettungssanitäter.
Im ersten 80-stündigen Ausbildungsabschnitt, der Ausbildung zum Einsatzsanitäter, lernten die Teilnehmer bereits alle wichtigen Grundlagen für den Sanitätsdienst kennen. Aufbauend auf die Schulung zum Einsatzsanitäter opferten zehn der frisch ausgebildeten Malteser nochmals zahlreiche Wochenenden und Übungsabende. Nach weiteren 80 Ausbildungsstunden wurde die Prüfung zum Rettungsdiensthelfer absolviert. Auf den Lehrgang zum Einsatzsanitäter aufbauend wurden hier die Grundlagen des Sanitätsdienstes vertieft und die Ausbildungsthemen speziell auf die Behandlung von Notfallpatienten erweitert. In diesem zweiten Ausbildungsabschnitt wurde den Teilnehmern schon das komplette theoretische Wissen für den späteren Einsatz als Rettungssanitäter vermittelt. Neben dem Aufbau und der Funktion sowie Anatomie und Physiologie des Menschlichen Körpers standen Themen der Inneren Medizin und auch der Gynäkologie auf dem Lehrplan. Mit der medizinischen Gerätekunde und der Medikamentenlehre wurde das Grundwissen für viele notfallmedizinischen Maßnahmen gelegt. Auch dieser Ausbildungsabschnitt wurde wieder mit einer theoretischen, praktischen und mündlichen Prüfung abgeschlossen.
Vor dem nächsten Schritt, der Prüfung zum Rettungssanitäter waren von den Teilnehmern aber noch 160 Stunden Praktikum in einer Klinik zu absolvieren. In den Bereichen Notaufnahme, Intensivstation und Anästhesie sowie pflegerischen Abteilungen wurden weitere medizinische Maßnahmen wie die Assistenz bei der Intubation, Umgang mit Medikamenten und Patientenüberwachung erlernt.
Mit weiteren 160 Praktikumsstunden auf einer Lehrrettungswache wurden mit dem Einsatz als Praktikant auf einem Rettungswagen die praktischen Erfahrungen im Umgang, Versorgung und Überwachung von Notfallpatienten erweitert und vertieft.
Als letzter Teil der Ausbildung folgte ein Abschlusslehrgang im Umfang von 40 Stunden mit abschließender Prüfung mit schriftlichen, mündlichen und praktischen Teilen.
Im Rahmen der Abschlussveranstaltung des Rettungssanitäter-Lehrganges betonte der Kreis- und Ortsbeauftragte des Malteser Hilfsdienst Carl Graf von Soden-Fraunhofen, wie stolz er in Velden auf die Mitglieder der Ortsgliederung ist. „Ihr habt in eurer abgelegten Prüfung wieder eine großartige Leistung gezeigt“, lobte Graf Soden die frisch ausgebildeten Rettungssanitäter. „Mit euerer Bereitschaft zur Aus- und Weiterbildung und der Bereitschaft den Mitmenschen in Notfallsituationen zur Seite zu stehen, leistet ihr nicht nur einen großen Dienst für die Malteser, sondern im Besonderen für die Bevölkerung“. Seinen Dank sprach er an die Gliederungsärztin Katharina Kagerer, die mit ihrem fundierten Fachwissen in der Notfallmedizin die Ausbildung begleitete und mit Dr. med. Stefan Kuklinski der Prüfungskommission angehörte. Beifall gab es auch für Ramona Spitzenberger vom Bildungszentrum „Notfallpartner im Isental“ die den Kurs offiziell leitete. Besondere Anerkennung zollte Graf Soden jedoch dem örtlichen Leiter Einsatzdienste, Stefan Lanzinger, der mit seinem Einsatz- und Organisationstalent eine solche Ausbildung am örtlichen Standort erst ermöglichte.