Neue Malteser-Dienststelle in Weißenfels eingeweiht

Die Malteser haben in Weißenfels ihre neue Dienststelle im Burgenlandkreis feierlich eröffnet. Auf rund 300 Quadratmetern werden künftig zentrale soziale Angebote unter einem Dach gebündelt – darunter Hospizdienst, Fahrdienst, Schulbegleitdienst, Hausnotruf, Erste-Hilfe-Ausbildung sowie das soziale Ehrenamt.

Dienststellenleiter Sebastian Tannert bezeichnete die neuen Räume als „Herzkammer der Malteser im Burgenlandkreis“. In seiner Ansprache betonte er die Bedeutung der Einrichtung für die Menschen vor Ort: „Wir wollen hier nicht nur Abläufe organisieren, wir wollen Hilfe erreichbar machen.“ Die neue Dienststelle stehe für Nähe, Verlässlichkeit und kurze Wege – gerade in einer Zeit, in der soziale Einrichtungen zunehmend unter Druck geraten. „Der Kern bleibt immer gleich: Der Mensch“, so Tannert weiter.

Auch Diözesan- und Bezirksgeschäftsführerin Anke Brumm würdigte die Bedeutung des neuen Standorts. In ihrem Grußwort hob sie hervor, dass die Malteser in Weißenfels auf vielfältige Weise Verantwortung übernehmen – vom Rettungsdienst bis zur Hospizarbeit. „Diese neue Dienststelle ist weit mehr als nur ein Gebäude. Sie steht für Verlässlichkeit, für Nähe und für den festen Willen, den Menschen in Weißenfels und im Burgenlandkreis beizustehen“, sagte sie. Gleichzeitig dankte sie den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden für ihr tägliches Engagement.

Ein besonderes Zeichen setzte die Übergabe einer Ikone der Muttergottes von Philermos. Sie wird einen festen Platz in der Dienststelle erhalten und an den christlichen Auftrag der Malteser erinnern. „Die Malteser bestehen nicht nur aus Strukturen und Organisation, sondern handeln aus Mitmenschlichkeit und dem Wunsch, anderen beizustehen“, hieß es dazu in der Ansprache.

Auch Weißenfels’ Oberbürgermeister Martin Papke richtete persönliche Worte an die Gäste. Er betonte die Bedeutung der Malteser für die Stadtgesellschaft und hob insbesondere die Nähe zu den Menschen hervor: „Wenn Hilfe in der Nachbarschaft ist, dann kann Glück für Menschen gelingen.“ Die neue Dienststelle sei ein sichtbares Zeichen dafür, dass soziale Verantwortung direkt vor Ort gelebt werde.

Pfarrer Dr. Jürgen Wolff nahm anschließend die Segnung der Räume vor. Dabei erinnerte er an den Auftrag christlicher Nächstenliebe: „Einer trage des anderen Last – genau das zählt: die Nähe zu den Menschen.“ Die Arbeit der Malteser mache Hilfe, Mitgefühl und Menschlichkeit im Alltag sichtbar.

Mit der Eröffnung sehen die Malteser den neuen Standort nicht als Abschluss, sondern als Beginn. Die neue Dienststelle soll künftig ein Ort sein, „an dem Menschen Hilfe erfahren, Vertrauen finden und spüren, dass sie nicht allein sind“.


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