Malteser-Rettungswache in Oschersleben eingeweiht

Mit mehr Platz, modernere Arbeitsbedingungen, günstigeren Lage - das sind die großen Pluspunkte der neuen Malteser-Rettungswache in Oschersleben (Landkreis Börde). Bereits seit Anfang Juni rücken die Einsatzkräfte von der neuen Wache in der Hornhäuser Straße zu ihren Einsätzen aus. Dafür wurde das ehemalige Feuerwehrgerätehaus umfassend umgebaut. Rund 300.000 Euro investierte die Stadt Oschersleben (Bode) in die Sanierung. Zur offiziellen Einweihung kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Rettungsdienst und Hilfsorganisationen.

Seit 2011 sind die Malteser in Oschersleben im Rettungsdienst aktiv. Heute stehen am Standort rund um die Uhr zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug bereit. Ergänzt wird das Angebot durch einen Krankentransportwagen.

„Bis heute folgten fast 100.000 weitere Einsätze, und das ist schon eine erstaunliche Zahl, die hier im Laufe der Jahre zusammengekommen ist“, sagte Oscherslebens Bürgermeister Benjamin Kanngießer bei der Eröffnung. Er dankte den Einsatzkräften für ihren Dienst und hob die langjährige Zusammenarbeit zwischen Maltesern und Feuerwehr hervor. Umso passender sei es, dass das ehemalige Feuerwehrhaus weiter einem sicherheitsrelevanten Zweck diene.

Malteser unverzichtbarer Partner für Sicherheit in Sachsen-Anhalt

Die neue Rettungswache bietet den inzwischen 45 Mitarbeitenden deutlich mehr Platz als der bisherige Standort. Eigene Ruheräume für die diensthabenden Rettungskräfte, moderne Sanitäranlagen und geschützte Stellplätze für die Fahrzeuge erleichtern den Arbeitsalltag. 

Auch die Lage bringt Vorteile. Die bisherige Wache lag in einer Einbahnstraße in der Nähe eines Gymnasiums. Nun gelangen die Einsatzfahrzeuge direkt auf die Hauptstraße. „Wir müssen uns nicht mehr durch eine Einbahnstraße quälen, sondern können direkt unseren eigentlichen Auftrag erfüllen: Menschen zu helfen, wenn sie uns am dringendsten brauchen“, erklärte Wachenleiter Norman Pankow. Zudem könnten die Fahrzeuge nun „warm und geschützt gepflegt, kontrolliert und für den nächsten Einsatz vorbereitet werden“.

Innenministerin Dr. Tamara Zieschang bezeichnete die Malteser als unverzichtbaren Partner für die Sicherheit in Sachsen-Anhalt. Gerade in einem Flächenland sei es wichtig, dass Menschen unabhängig von ihrem Wohnort schnelle und qualitativ hochwertige Hilfe erhalten.

Notfallversorgung im Landkreis Börde gestärkt

„Seit mehr als 15 Jahren wird der Rettungsdienst im Landkreis Börde vorrangig durch den Malteser Hilfsdienst erbracht. Die Rettungskräfte sind Tag und Nacht für andere da, treffen in Sekunden wichtige Entscheidungen und begegnen Menschen oft in ihren schwersten Stunden. Dabei leisten sie weit mehr als medizinische Hilfe. Sie spenden Trost, vermitteln Sicherheit und geben Halt. Herzlichen Dank für diesen Einsatz! Die neue Rettungswache stärkt die Notfallversorgung in der Region und kommt damit direkt den Bürgerinnen und Bürgern zugute. „Danke“ gilt es den Maltesern zu sagen, die dieses Gebäude mit Leben füllen. Sie leisten seit vielen Jahren einen unverzichtbaren Beitrag zum Rettungswesen und zur Gefahrenabwehr in unserem Land. Ihr Engagement steht für Professionalität, Menschlichkeit und Verlässlichkeit.“

Auch Landrat Martin Stichnoth sieht in dem Standort einen wichtigen Baustein für die Zukunft des Rettungsdienstes im Landkreis Börde. Die neuen Räumlichkeiten böten optimale Voraussetzungen für die tägliche Arbeit der Einsatzkräfte.

Für Anke Brumm, Diözesan- und Bezirksgeschäftsführerin der Malteser, steht deshalb vor allem das Team im Mittelpunkt. Sie dankte insbesondere Bereichsleiter und ehemaligem Wachenleiter Steven Anger, der das Projekt über viele Monate begleitet hatte: „Du hast mit viel Geduld und Achtsamkeit dafür gesorgt, dass bis ins Detail gute Arbeitsbedingungen entstanden sind“, sagte Brumm. Gleichzeitig betonte sie, was den Rettungsdienst letztlich trägt: „Die wichtigste Ausstattung sind die Menschen, die hier Dienst tun.“

Mit der neuen Rettungswache schaffen die Malteser und ihre Partner nicht nur moderne Arbeitsbedingungen, sondern stärken zugleich die Notfallversorgung für die Menschen in Oschersleben und der gesamten Region.


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