Malteser und Caritas: Fit in Resilienz und Erste-Hilfe-Kompetenz

Unterschrift für eine starke Kooperation (hintere Reihe v.l.n.r.): Thomas Schwarz (Vorstand Caritas), Gabriele Stark-Angermeier (Vorstand Caritas), Eva-Maria Hoff (stv. Diözesangeschäftsführerin Malteser), (vordere Reihe v.l.) Caritasdirektor Prof. Dr. Hermann Sollfrank, Malteser Diözesangeschäftsführer Christoph Friedrich. Foto: Carmen Krippl/Caritas München-Freising.

Erzbistum München und Freising. Cyberangriffe, Naturkatastrophen, Großschadens- und Bedrohungslagen sind kein Science Fiction, sondern mittlerweile leider alltägliche Szenarien in unserer Gesellschaft. Basierend auf den Ratgeber Vorsorgen für Krisen und Katastrophen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz (BBK) haben die Malteser die Schulung Fit in Resilienz und Selbstschutz entwickelt.

Um das persönliche Wissen zur Krisenvorsorge aufzubauen und zu vertiefen, werden in den nächsten Monaten alle Mitarbeitenden des Diözesanen Caritasverbandes (DiCV) von den Maltesern in Resilienz geschult. „Wir freuen uns, in den kommenden Monaten rund 9.700 Mitarbeitende der Caritas in Resilienz und Selbstschutz zu schulen. Gleichzeitig profitiert die Caritas von unseren Kursangeboten in unserer Kernkompetenz Erste Hilfe-Ausbildung“, bestätigt Malteser Diözesangeschäftsführer Christoph Friedrich. Prof. Dr. Hermann Sollfrank, Caritasdirektor und Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes der Erzdiözese München und Freising e.V. bestätigt: „Soziale Arbeit lebt von Menschen, die auch in kritischen Momenten Orientierung und Halt geben. Damit sie im Ernstfall handlungsfähig bleiben, müssen sie persönlich gut vorbereitet sein und ihre eigene Krisenresilienz stärken. Krisenvorsorge ist daher eine entscheidende Voraussetzung für verlässliche soziale Dienste. Mit den Maltesern haben wir einen erfahrenen Partner an der Seite, der genau diese Kompetenzen vermittelt.“

Die neuen Angebote, die vom Institut für Bildung und Entwicklung (IBE) und dem Malteser Hilfsdienst entwickelt wurden, kombinieren klassische Erste-Hilfe-Kurse mit dem Programm „Fit in Resilienz und Selbstschutz“. In praxisnahen Trainings und realitätsnahen Szenarien, wie beispielsweise dem Umgang mit längeren Stromausfällen oder der Unterbrechung von Versorgungsketten, lernen die Teilnehmenden, wie sie sich auf außergewöhnliche Ereignisse vorbereiten, Risiken besser einschätzen und unter schwierigen Bedingungen besonnen handeln können. Vermittelt werden unter anderem Kenntnisse zur persönlichen Notfallvorsorge, zum Selbstschutz sowie zum Umgang mit Krisen- und Ausnahmesituationen.

Auch Friedrich betont die Bedeutung persönlicher Krisenvorsorge: „Resilienz bedeutet nicht, Belastungen einfach auszuhalten. Es geht darum, sich gezielt auf schwierige Situationen vorzubereiten, individuelle Stärken zu entwickeln und in Krisenzeiten handlungsfähig zu bleiben. Die Kooperation verbindet die Bildungs- und Personalentwicklungsarbeit des IBE mit der langjährigen Erfahrung der Malteser in den Bereichen Bevölkerungsschutz, Selbsthilfe und Erste Hilfe.“

Die Caritas sieht in dem neuen Bildungsangebot einen wichtigen Beitrag zur Fürsorge für ihre Beschäftigten und zur Zukunftsfähigkeit ihrer Dienste. „Als Arbeitgeber tragen wir Verantwortung dafür, unsere Mitarbeitenden bestmöglich auf außergewöhnliche Belastungs- und Krisensituationen vorzubereiten. Mit dem Ausbau des Bildungsangebots unseres IBE schaffen wir ein passgenaues Angebot, das Wissen vermittelt, Sicherheit gibt und die persönliche Vorsorge stärkt. Davon profitieren unsere Mitarbeitenden ebenso wie die Menschen, die auf die Dienste der Caritas angewiesen sind“, sagt Gabriele Stark-Angermeier, Vorständin Human Resources beim Caritasverband München und Freising e.V..


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