Malteser stärken Krisenresilienz im Landkreis

Mehrere Personen in Malteser Kleidung stehen um zwei Feuerschalen, an denen zwei Personen ein Feuer entzünden
Gut vorbereitet für einen Blackout und andere Krisensituationen: Unter der Anleitung von Dozentin Elke Schulte übten die acht Ehrenamtlichen aus dem Katastrophenschutz der Malteser Berchtesgadener Land das Feuermachen mit Feuerstahl und Flusen aus dem Wäschetrockner. (Foto: Hinterschnaiter/Malteser)

Bad Reichenhall. Die Malteser im Berchtesgadener Land haben erstmals ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus dem Katastrophenschutz in Resilienz und individueller Notfallvorsorge geschult. Ziel der Fortbildung war es, die Teilnehmenden und ihre Angehörigen besser auf mögliche Krisensituationen vorzubereiten und zugleich die Einsatzfähigkeit im Bevölkerungsschutz zu stärken.

Stromausfälle in verschiedenen Regionen Deutschlands haben in diesem Jahr erneut vor Augen geführt, wie verletzlich moderne Infrastrukturen sind und welche zentrale Bedeutung einem leistungsfähigen Katastrophen- und Bevölkerungsschutz zukommt. Vor dem Hintergrund zunehmender Extremwetterereignisse und veränderter Sicherheitslagen gewinnt auch die private Krisenvorsorge weiter an Bedeutung. Die Malteser im Berchtesgadener Land greifen dieses Thema mit gezielten Schulungsangeboten für Ehrenamtliche und Bevölkerung auf. Mit dem fünfstündigen Kurs „Fit in Resilienz und Selbstschutz“ bereiten die Malteser in der Region praxisnah auf Ausnahmesituationen vor und vermitteln konkrete Handlungsmöglichkeiten für den Ernstfall.

Nachdem der Kurs bereits zweimal erfolgreich öffentlich in Bad Reichenhall angeboten worden war, schulten die Malteser nun erstmals auch die eigenen ehrenamtlichen Einsatzkräfte aus dem Katastrophenschutz. An der Fortbildung nahmen acht Mitglieder der Schnelleinsatzgruppe Betreuung und Verpflegung teil. Geleitet wurde sie von den Dozentinnen Elke Schulte und Johanna Baußenwein. Im Mittelpunkt standen theoretische und praktische Grundlagen der Krisenvorsorge, darunter die Vorbereitung auf einen Blackout, Fragen der Wasser- und Hygieneversorgung, das Notfallgepäck, alternative Licht- und Heizquellen sowie der sichere Umgang mit Feuer. 

„Es war eine sehr interessante und lehrreiche Schulung. Oft sind es kleine Maßnahmen, die in Krisensituationen einen entscheidenden Unterschied machen“, erklärt Josef Hinterschnaiter, Kreisbeauftragter der Malteser im Berchtesgadener Land. „Unsere Helferinnen und Helfer sind nun gut vorbereitet und haben wertvolle praktische Hinweise für den Ernstfall erhalten. Wenn sie ihre Angehörigen zuhause gut versorgt wissen, können sie sich im Einsatzfall voll auf ihre Aufgabe im Katastrophenschutz konzentrieren.“

Weitere öffentliche Kurse werden am 13.06.2026 und am 18.07.2026 jeweils von 9 bis 14 Uhr in der Malteser Geschäftsstelle, Teisendorfer Straße 8 in Bad Reichenhall, angeboten. Die Teilnahmegebühr beträgt 85 Euro. Informationen und Anmeldung unter www.malteser.de/standorte/bayern/resilienz, per E-Mail an Ausbildung.BerchtesgadenerLand@malteser.org oder telefonisch unter 08651 7626070.


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