Gemeinsam unterwegs – Inklusion im Würmtal erleben

Das Projekt A.L.M. steht für Integration und Inklusion. Foto: Birgit Winter.

Die Wanderung führte von Pasing durch das malerische Würmtal bis zum Inklusionsfest am Kupferhaus in Planegg. Mit dabei waren Menschen mit und ohne Behinderung, Rollstuhlfahrende der Pfennigparade, Menschen mit Sehbehinderung oder Blindheit, ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter vom Projekt A.L.M., den NaturFreunden Würmtal und der Gemeinschaft Junger Malteser. Am Sonntag waren zudem noch Teilnehmer von A.L.M. mit verschiedensten Hintergründen mit dabei und vervollständigten die Wandergruppe. Gemeinsam machten sie sich auf den Weg und zeigten, wie Inklusion im Alltag gelebt werden kann.

Die Route führte schnell aus dem Trubel der Stadt hinein in die Natur. Unter dem schützenden Blätterdach des Parks entstand eine ausgeglichene Atmosphäre, in der sich die Teilnehmenden kennenlernen und austauschen konnten. Schon nach kurzer Zeit entwickelten sich zahlreiche Gespräche über persönliche Erfahrungen, Erwartungen und die Freude auf den gemeinsamen Tag.
Besonders im Gedächtnis geblieben ist die Aussage einer blinden Teilnehmerin: „Einfach mal den Blindenstock weglassen zu können, zu wissen, dass der Weg vorab abgegangen wurde und keine Gefahren bietet, mich auf meine Begleiterin verlassen zu können und den Spaziergang auf eine ganz andere Weise erleben zu dürfen – darauf habe ich mich heute am meisten gefreut.“ Ihre Worte unterstreichen, wie wichtig gegenseitige Unterstützung ist, um Teilhabe für alle zu ermöglichen.
Am Samstag machte die Gruppe an der St.-Johannes-der-Täufer-Kirche Halt, wo die Gemeinschaft Junger Malteser eine Andacht für die Wandernden vorbereitet hatten. Anschließend stärkten sich die Teilnehmenden bei einer gemeinsamen Brotzeit auf einer Wiese an der Würm. Dort lauschten sie dem leisen Plätschern des Wassers, das über ein hölzernes Wasserrad floss. Auch am Sonntag wurde an derselben Stelle Rast gemacht – in Gesellschaft einer neugierigen Entendame, die sich über die herabfallenden Brotkrümel freute.

Danach führte der Weg weiter in Richtung Planegg. Mit jedem Schritt wuchs die Vorfreude auf das gemeinsame Ziel. Als die Wandergruppe das Festgelände erreichte, wurde sie mit Applaus und Jubel empfangen. Für viele Teilnehmende war dies ein ganz besonderer Moment, der ein starkes Gefühl von Zugehörigkeit und Gemeinschaft ausstrahlte.
Auf dem Gelände rund um das Kupferhaus erwarteten die Besucherinnen und Besucher eine Vielzahl an Mitmach-Angebote für Menschen mit und ohne Behinderung. Von inklusiven Ballsportarten über Klettern und einen Rollstuhlparcours bis hin zum Inklusions-Café und gemeinsamen Tanzaktionen bot das Fest vielfältige Möglichkeiten zur Begegnung.

Das Inklusionswochenende machte deutlich, dass Inklusion nicht von allein entsteht, sondern durch das aktive Mitwirken vieler Menschen. Ehrenamtliche, Vereine, Organisationen und engagierte Mitmenschen leisten einen wichtigen Beitrag dazu, Barrieren abzubauen und echte Begegnungen auf Augenhöhe zu ermöglichen. Für die Verantwortlichen von A.L.M., den NaturFreunden und der Gemeinschaft Junger Malteser war es eine Bereicherung die beiden Wanderungen gemeinsam durchgeführt zu haben.

Das Projekt A.L.M. setzt mit diesem Wochenende ein starkes Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt, gelebte Inklusion sowie Integration und die Überzeugung, dass Vielfalt eine Bereicherung für alle ist.

Über das Projekt A.L.M.
A.L.M. (Alpen.Leben.Menschen) ist ein Gemeinschaftsprojekt des Malteser Hilfsdienstes und des Deutschen Alpenvereins. Ziel des Projekts ist es, Menschen mit Behinderung, Geflüchtete und Einheimische zusammenzubringen. Durch gemeinsame Aktivitäten in der Natur werden Begegnungen geschaffen, Vorurteile abgebaut und gesellschaftliche Teilhabe gefördert.

Über den Verein NaturFreunde Würmtal
Die NaturFreunde Würmtal e.V. sind ein regionaler Sport-, Natur- und Freizeitverein im Landkreis München mit fast 600 Mitgliedern. Sie bieten ein vielfältiges, generationenübergreifendes Outdoor-Programm an und engagieren sich für Inklusion, sanften Tourismus, Umweltschutz und ein aktives Gemeinschaftsleben.

Über die Gemeinschaft Junger Malteser
Die Gemeinschaft junger Malteser (GjM) ist eine Jugend- und Ordensgemeinschaft gläubiger Katholiken, die sich dem Dienst an Armen und Kranken sowie dem Zeugnis des Glaubens verschrieben hat. Sie setzt das Charisma des Malteserordens aktiv durch gemeinschaftliche Gebete und soziale Hilfsprojekte im In- und im Ausland um.


Zurück zu allen Meldungen