Die 1960er

1961

  • 22. Mai – Das zweite Deutschlandtreffen der Katholischen Jungmänner-Gemeinschaft findet in Würzburg statt. Einsatzgruppen des Malteser Hilfsdienst aus Bamberg, Nürnberg, München, Regensburg und Köln übernehmen die sanitätsdienstliche Betreuung sowie die Verpflegung der Teilnehmer. Im Würzburger Volksblatt vom 25. Mai 1961 wird der Wunsch geäußert, dass der Malteser Hilfsdienst auch in der Diözese Würzburg Fuß fassen möge. Dies ist der Grundstein für die Gründung des Malteser Hilfsdienstes in der Diözese Würzburg.

1962

  • 6. Juli – Mit Wirkung vom 1. Juli 1962 wird Richard-Franz Freiherr von Mauchenheim gen. Bechtolsheim zum Diözesanleiter des Malteser Hilfsdienstes in der Diözese Würzburg ernannt. Er bekleidet dieses Amt bis 2002 mit viel Engagement und begleitet vom Respekt und von der Hochachtung der haupt- und ehrenamtlichen Malteser.
  • 1. September – Beginn der Malteser Hilfsdienst-Tätigkeit in Würzburg. Als erster Geschäftsführer wird Manfred Rost (bis 31. Dez. 1964) eingestellt. Die Geschäftsstelle befindet sich in Würzburg, Virchowstr. 6, später dann am Friedrich-Ebert-Ring 32.
  • Dezember – Gründungsgottesdienst des Malteser Hilfsdienst Würzburg in der Klosterkapelle des Konvents der Ursulinen in Würzburg, Augustinerstraße.

Richard-Franz Freiherr von Mauchenheim, gen. Bechtolsheim

Beginn der Malteser Hilfsdienst-Tätigkeit in Würzburg

1963

  • Gründung der Ortsverbände in Tiefenthal, Unterpleichfeld (Februar) und Greußenheim (4. November).

1964

  • In Würzburg starten die Malteser den Schulkinderfahrdienst mit einem geistig behinderten Kind.
  • November – Die Malteser richten an der Autobahntankstelle am Katzenberg bei Würzburg-Heidingsfeld eine Sanitätsstation ein und stationieren dort einen Sanitätswagen mit Personal. An Wochenenden und Feiertagen wird durch diesen „mobilen Rettungsdienst“ die rasche Hilfeleistung bei Unfällen sichergestellt.
  • Gründung des Ortsverbandes Estenfeld

Fortführung des Schulkinderfahrdiensts

image

1965

  • Januar – Nachfolger von Manfred Rost als Geschäftsführer wird Heinrich Schmelz (bis 31.03.1966).
  • Mai – Der Abschluss eines Sanitätskurses ist gleichzeitig Gründungsdatum für den Ortsverband Grafenrheinfeld, dem ersten Ortsverband im Landkreis Schweinfurt.
  • Mai – Gründung des Ortsverbandes Rimpar.
  • September – Zum Schuljahresbeginn 1965/66 kann der Schulfahrbetrieb in Würzburg schon mit zwölf Kinder fortgeführt werden.
  • Dezember – Gründung des Stadtverbandes Aschaffenburg aus zwei Jugendgruppen der Pfarrei Herz-Jesu; feierlicher Gründungsgottesdienst mit Kaplan Heinrich Weth.

Schulfahrbetrieb

1966

  • März – In Würzburg findet die 7. Bundesdelegiertenversammlung des Malteser Hilfsdienst Deutschland statt - die erste außerhalb Kölns.
  • April – Franz-Josef Hebling wird als Geschäftsführer für den Malteser Hilfsdienst in der Diözese Würzburg eingestellt. Er hat dieses Amt 24 Jahre, bis zum 31. Dezember 1990, inne. In seine Dienstzeit fallen der Aufbau zahlreicher ehrenamtlicher Gliederungen in der Diözese sowie der kontinuierliche Ausbau der hauptamtlichen Bereiche (Rettungsdienst, Behindertenfahrdienst, Schulfahrdienst und Soziale Dienste). Nach seinem Weggang begleitet er in der Diözese Dresden-Meißen den Neuaufbau der Malteser in den neuen Bundesländern.
  • November – Gründung des Ortsverbandes Hesselbach (Kreisverband Schweinfurt).

Franz-Josef Hebling

7. Bundesdelegiertenversammlung

1967

  • Weihnachten – Main-Hochwasser mit Gefahr eines Dammbruches bei Grafenrheinfeld: Die Malteser Helfer aus dem gesamten Kreis Schweinfurt bewähren sich bei ihrem ersten Einsatz im Katastrophenschutz.

Einsatz im Katastrophenschutz beim Main-Hochwasser

1968

  • Gründung der Ortsverbände Ebenhausen/ Oerlenbach und Nüdlingen (12. und 27. Januar) gegründet. Daraus bildet sich der Kreisverband Bad Kissingen. Gründung der Stadt- und Ortsverbände Stralsbach (27. Januar), Hendungen (23. März), Mellrichstadt (30. März), Wipfeld (Mai), Hambach/ Maibach (Oktober), Thundorf und Leinach.

Gründung weiterer Ortsverbände

1969

  • März – Gründung des Ortsverbandes Oberstreu.
  • April – Der Aschaffenburger Malteser-Helfer Georg Bartsch geht als Krankenpfleger nach Vietnam, wo der Malteser Hilfsdienst mehrere Hospitäler unterhält. Dies ist der Beginn der bundesweiten Malteser Auslandsarbeit. Bartsch verstirbt am 30.08.1969 in Gefangenschaft der Vietcong an den Folgen von Malaria und Unterernährung.
  • Mai – Der Malteser Hilfsdienst Würzburg bezieht die neue Diözesangeschäftsstelle in Würzburg, Randersackerer Straße 25. Dort bleibt sie bis zum Mai 1991.
  • Juni – Auf dem Residenzplatz in Würzburg übergibt Malteser Generalsekretär Georg Freiherr von Truszcynski zwei Notarztwagen und zwei Krankenwagen an die Malteser. In Anwesenheit eines Vertreters des Bundesverkehrsministeriums und zahlreicher prominenter Ehrengäste segnet Weihbischof Alfons Kempf die Fahrzeuge.
  • September – Bei einem großen Straßenbahnunfall in Würzburg setzt der Malteser Hilfsdienst alle verfügbaren Fahrzeuge, darunter zwei Notarztwagen, ein, um elf zum Teil Schwerverletzte zu bergen und ärztlich zu versorgen.
  • November – In Aschaffenburg nimmt der erste Krankentransportwagen den Betrieb auf.
  • Dezember – Der Ortsverband Hesselbach beginnt mit regelmäßigen Ausbildungen in „Sofortmaßnahmen am Unfallort“.

Georg Bartsch

Übergabe von Notarzt- und Krankenwagen

image

Gründung weiterer Ortsverbände im Landkreis Rhön-Grabfeld