Keniale Omas: Kissen nähen für Kinderhilfsprojekte

Nein, wir haben uns nicht vertippt: In Zusammenarbeit mit dem Verein KENIAL sucht eine studentische Initiative tatsächlich 100 „Keniale Omas“, die Freude am Nähen haben und für den guten Zweck Kinder unterstützen möchten. Hier erfahren Sie, was hinter dem Projekt steckt und wie Sie teilhaben können.

Wie funktioniert das Konzept von Keniale Omas?

Generationen zusammenbringen und notleidende Kinder unterstützen: Die Idee vierer Studentinnen und Studenten der Hochschule Macromedia ist so einfach wie wirkungsvoll: Mit ihrer Initiative „100 Keniale Omas gesucht“ greifen sie dem im bayerischen Finningen beheimateten Verein KENIAL e. V. unter die Arme, um weltweit Kindern in armen Ländern ein Lächeln zu schenken – und dringend benötigte Güter wie warme Kleidung, Decken, Rucksäcke oder medizinische Hilfsmittel.

Dafür werden nicht nur Kleiderspenden von Bergsport- und Outdoorfirmen benötigt, sondern auch Geld für die Versorgung und Ausbildung der bedürftigen Kinder und ihrer Familien, für Zollgebühren, Logistik und medizinische Hilfsmittel. Um entsprechend Einnahmen zu generieren, verkauft der Verein selbstgenähte Kissen in Form einer Bergkette mit Schneekuppe. Der Erlös dieser „Schmuseberge“ kommt zu 100 Prozent den Kinderhilfsprojekten zugute. Die kuscheligen Kissen gibt es in unterschiedlichen Größen und Stoffausführungen.

Nun suchen die vier Studierenden Unterstützerinnen und Unterstützer, die selbst Schmuseberge nähen und damit für die Kinder und ihre Familien „Berge versetzen“ möchten.

Wer kann dabei mitmachen?

Keniale Omas: Das sind (nicht nur ältere) Menschen, die Freude am Handarbeiten haben, sich mit Nähen auskennen und ihre Zeit gern sinnvoll nutzen möchten. Dabei dürfen sich selbstverständlich auch Opas oder jüngere Menschen angesprochen fühlen! Die Initiative und der Verein freuen sich über alle, die für die gute Sache mit anpacken.

Wer sich beteiligen und auf der ganzen Welt Kinder unterstützen möchte, kann sich bei der Initiative 100 Keniale Omas gesucht melden. Anschließend gibt es Schnittmuster, Stoffe und Füllmaterial für bis zu sieben Schmuseberge frei Haus – entweder per Post oder auch persönlich. Denn eines ist den jungen Initiatorinnen und Initiatoren wichtig: der Kontakt zwischen Jung und Alt. Es geht nicht nur darum, materiell einen sinnvollen Beitrag zu leisten – ebenso wichtig ist die Gewissheit, helfen zu können und gebraucht zu werden.

So holt der Verein die fertig genähten Kissen nach drei Wochen Nähzeit auch gern direkt bei den Kenialen Omas ab. Für ein nettes Gespräch ist dabei natürlich immer Zeit.

Die Arbeit des Vereins KENIAL

Der Verein KENIAL setzt sich aus Sportlerinnen und Sportlern zusammen, die mit eigens entwickelten Kinderhilfsprojekten weltweit etwas zurückgeben möchten. Es ist ihr Dankeschön für die Gastfreundschaft, mit denen ihnen die Einheimischen in den Ländern begegnen, in denen sie beispielsweise bergsteigen, freeriden (das ist Ski- oder Snowboardfahren im freien Gelände) oder surfen.

Die Athletinnen und Athleten nutzen Natur und Infrastruktur auf der ganzen Welt und sind dafür bestens ausgerüstet und ernährt. Ganz anders als viele Kinder vor Ort: Ihnen fehlt es oft am Nötigsten. Der spendenbasierte Verein hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, eltern- und heimatlose Kinder sowie notleidende Familien zu fördern. Alle Hilfsgut-Transporte recherchieren und organisieren die Mitglieder selbst – und sorgen persönlich dafür, dass sie vor Ort ankommen.

Wie Kinder auf der ganzen Welt profitieren

Dankbarkeit ist gewiss: Durch das tatkräftige Engagement der Kenialen Omas, des Vereins und der Initiative erhalten viele Kinder und Familien die Chance auf ein besseres Leben. Ob durch Kleidung und Güter, ein festes Dach überm Kopf oder eine bessere medizinische Versorgung – die Hilfsleistungen machen einen gravierenden Unterschied aus.

Das Gute ist: Jeder und jede kann sich dafür konkret mit einbringen. Vielleicht haben auch Sie schon eine Möglichkeit gefunden? Das studentische Projekt „100 Keniale Omas gesucht“ bietet dabei gleich zwei Vorteile: Es aktiviert nicht nur neue Unterstützerinnen und Unterstützer, sondern bringt auch die Generationen in sinnstiftender Weise zusammen. So gilt gleich in doppelter Hinsicht: Jeder Schmuseberg hilft.


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