Oberbürgermeister Marco Steffens hat die Malteser Rettungswache in Offenburg besucht. Im Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der Malteser informierte er sich über aktuelle Herausforderungen im Rettungsdienst, in der Gesundheitsversorgung und im Katastrophenschutz in Offenburg und im Ortenaukreis.
An dem Austausch nahmen Bezirksgeschäftsführerin Sabine Kuri, Matthias Kleppmeier, Bereichsleiter Rettungsdienst Ortenaukreis, Michael Kleppmeier, Teamleiter der Rettungswache Offenburg, sowie Markus Baier von der Malteser Spielzeitbetreuung teil.
Gesundheitsversorgung in Offenburg und der Ortenau
Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Frage, wie eine verlässliche, bezahlbare und wohnortnahe Gesundheitsversorgung auch künftig sichergestellt werden kann.
Diskutiert wurden unter anderem die geplante Reform der gesetzlichen Krankenversicherung, die Reform des Rettungsdienstes sowie die Weiterentwicklung der Notfallsanitäter-Ausbildung. Auch die medizinische Versorgung im ländlichen Raum und die Situation des ärztlichen Bereitschaftsdienstes in der Ortenau waren Thema.
Die Teilnehmenden waren sich einig, dass tragfähige Lösungen nur durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Politik, Gesundheitswesen und Hilfsorganisationen entwickelt werden können.
Rettungsdienst vor neuen Herausforderungen
Die Malteser berichteten Oberbürgermeister Marco Steffens über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen im Rettungsdienst im Ortenaukreis.
Neben steigenden Anforderungen an die Einsatzkräfte ging es auch um die Auswirkungen zunehmender Hitzeperioden. Hohe Temperaturen stellen insbesondere ältere Menschen, chronisch Erkrankte und weitere gefährdete Personengruppen vor gesundheitliche Risiken und können zu zusätzlichen Belastungen für den Rettungsdienst führen.
Darüber hinaus sprachen die Teilnehmenden über die Verkehrssituation in Offenburg und deren Auswirkungen auf Hilfs- und Rettungseinsätze. Gut erreichbare Standorte, kurze Wege und ein verlässliches Zusammenspiel aller Beteiligten seien entscheidend, damit Menschen in Not schnell geholfen werden könne.
Katastrophenschutz braucht starke Zusammenarbeit
Auch der Katastrophen- und Bevölkerungsschutz spielte bei dem Besuch eine wichtige Rolle. Die Malteser erläuterten ihre Aufgaben und Einsatzmöglichkeiten sowie die Bedeutung einer guten Zusammenarbeit zwischen Hilfsorganisationen, Feuerwehren, Behörden und weiteren Akteuren.
Die zunehmenden Herausforderungen im Bevölkerungsschutz könnten nur gemeinsam bewältigt werden. Regelmäßige Abstimmungen, verlässliche Strukturen und gut ausgebildete Einsatzkräfte seien dafür eine wichtige Voraussetzung.
Oberbürgermeister würdigt Engagement der Malteser
Marco Steffens zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der Aufgaben und dem Engagement der haupt- und ehrenamtlichen Malteser in Offenburg.
„Ein großes Kompliment für alles, was Sie tun. Bleiben Sie da dran!“, sagte der Oberbürgermeister zum Abschluss seines Besuchs.
Neben den großen gesundheitspolitischen und gesellschaftlichen Themen blieb auch Raum für einen persönlichen Austausch. Dabei ging es unter anderem um die Herausforderungen der Sommerhitze und die Bedeutung gemeinsamer Treffpunkte für Gespräche und den Zusammenhalt im Team – bis hin zur Kaffeemaschine auf der Rettungswache.
„Der Besuch hat gezeigt, wie vielfältig die Aufgaben der Malteser sind und welchen wichtigen Beitrag sie für die Menschen in Offenburg und der Ortenau leisten“, sagte Bezirksgeschäftsführerin Sabine Kuri. „Umso wichtiger ist der regelmäßige Austausch mit Politik und Verwaltung.“