Neue Malteser Motorradstaffel für das Saarland

Drei Malteser und der Innenminister des Saarlandes stehen vor einem Motorrad der Malteser Motorrad Staffel.
Dank der Unterstützung von Innenminister Jost (Mitte) startet die Malteser Kradstaffel im Saarland mit zwei ehemalige Polizeimaschinen durch. Jan Joseph (2.v.l.) und Marc Marc-André Zimmer (rechts) sind motivierte Staffel-Mitglieder. (Quelle: Michaela Dick/Malteser)

Mit zwei Maschinen und viel Enthusiasmus ist die neue Malteser Motorrad- bzw. Kradstaffel im Saarland gestartet. Sie ist ein weiterer Standort der ehrenamtlichen Malteser Motorradstaffel in der Diözese Speyer, die 2023 gegründet wurde – inspiriert von den Erfahrungen der Ahrtalflut, als schnelle, wendige Einsatzmittel dringend gebraucht wurden.

Nun wird das Konzept erstmals auf das Saarland ausgeweitet. „Das ist das erste Mal, dass wir Malteser Motorräder im Saarland stationieren“, sagt Jan Joseph, ehrenamtliches Mitglied der Staffel und stellvertretender Leiter Einsatzdienst der Malteser in Homburg. Möglich wurde der Aufbau durch zwei ehemalige Polizeimaschinen, die die Malteser dank der Unterstützung von Innenminister Jost kostengünstig übernehmen konnten.

Ein Team, das sofort Fahrt aufgenommen hat

Die Resonanz war groß: Rund zwölf aktive Ehrenamtliche gehören inzwischen dazu – darunter Notfallsanitäter, Feuerwehrleute oder Polizisten. „Wir sind im Prinzip bei null gestartet – und hatten plötzlich richtig viele Leute, die mitmachen wollten“, erinnert sich Marc-André Zimmer, Notfallsanitäter und erfahrener Motorradfahrer. Die Mischung im Team macht die Staffel flexibel: von medizinischer Expertise bis polizeilichem Hintergrundwissen gibt es viele Verbindungen zur Blaulicht-Familie im Saarland.

Wendig, schnell, vielseitig einsetzbar

Eine Stärke hat die Kradstaffel bei Sanitätsdiensten, wie z.B. bei Radrennen, Läufen oder Großveranstaltungen mit langen Wegen: Motorräder kommen dort durch, wo Rettungswagen anstehen. Hier sieht die Helfergruppe ihren ersten Einsatzschwerpunkt.

Die Einsatzplanung kann dann durchaus etwas ungewöhnlich ablaufen: „Da wird schon mal gestritten, wer fahren darf“, sagt Jospeh lachend. Zwei Maschinen für viele Interessierte – eine Herausforderung, die eher Freude als Frust auslöst.

Bekannter werden und zeigen, was man kann

Weil Motorräder in den saarländischen Hilfsorganisationen in den letzten Jahren wenig präsent waren, steht die Staffel vor einer wichtigen Aufgabe: Sichtbarkeit schaffen. Beim Tag der Deutschen Einheit 2025 gelang das bereits gut – viele Besucher und auch politische Gäste wollten auf den Maschinen Platz nehmen. „Viele wissen gar nicht, wofür man Motorräder im Einsatz nutzen kann“, sagt Joseph. „Jetzt müssen wir zeigen: Wir sind da – und wir können etwas beitragen.“

Der Weg ist frei

Dienste finden, Netzwerke stärken, Ausstattung erweitern – vieles ist noch im Aufbau. Doch der Start ist gelungen, die Motivation hoch, die Perspektive klar: Die neue Motorradstaffel soll ein schnelles, mobiles und modernes Einsatzmittel für das Saarland werden.


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